WhatsApp darf nicht an Schulen eingesetzt werden

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Kommentar von Karsten Gulden am 10.04.2017 13:37:
Nicht mehr als richtig WhatsApp aus dem Schulgebrauch zu verbannen. Überhaupt sollte der Einsatz in allen öffentlichen Einrichtungen untersagt werden. Auch Unternehmen sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie nicht wissen, welche Daten letzten Endes verarbeitet werden und was mit diesen Daten geschieht. Sie können im Zweifel aber dafür haftbar gemacht werden.

Kommentar von Eberhard Blocher am 10.04.2017 14:27:
Ein Klassenlehrer eröffnete die Gruppe mit den Handynummern aller Schülerinnen und Schüler.

Und was ist daran eine Nachricht? Soweit ich weiß, gibt es eigentlich in fast jeder Klasse in Deutschland eine solche WhatsApp-Gruppe.

Man kann das durchaus kritisch sehen. Aber dann soll Frau Smoltczyk auch sagen, welche Alternative es gibt.

Der Einsatz von sozialen Medien wie „WhatsApp“ zur dienstlichen Kommunikation von Lehrkräften mit Dritten (z. B. Schülerinnen und Schülern, Eltern) ist rechtswidrig, behauptet sie.

Das ist schön. Aber dennoch wird das halt überall gemacht, weil es praktisch ist.

Merke: nicht alles, was rechtswidrig ist, verschwindet.

Kommentar von Lars „Ghandy“ Sobiraj am 10.04.2017 23:04:
Wenn die Lehrer die Anweisung bekommen, wird das natürlich sehr wohl aufhören. Es gibt genug alternative Messenger, deren Server nicht in den USA stehen. Die Schüler untereinander können ja gerne WhatsApp-Gruppen gründen, bis der Arzt kommt, das ist etwas ganz anderes. Sobald der Dozent dazukommt, sieht die Rechtslage einfach anders aus, die Gründe dafür wurden ja hinreichend ausgeführt.

Kommentar von Anderer Lars am 11.04.2017 01:16:
Immerhin wissen wir jetzt, woher Jugendliche ihren unbeschwerten Umgang mit Daten haben.

Es ist doch einfach absurd, die Lehrer-Schüler-Kommunikation über Dienstanbieter im Ausland mit fragwürdigen AGB abzuwickeln.

Wenn man das Smartphone unbedingt in den Unterricht integrieren will bzw. muss (Kapitulationserklärung), dann doch bitte mal die Informatik AG fragen. Oder eine Ausschreibung für ein eigenes Portal in die Wege leiten. Oder einen eigenen Server aufsetzen.

In welche Röhre schauen eigentlich Kinder, deren elterliches Budget kein Raum für techn. Schickschnack hergibt? Schul-Handys? Wohl kaum.

Kommentar von Provokant am 11.04.2017 07:26:
Die Frage, ist wie haben die das nur vor Whatsapp gemacht.
Eventuell sollte man Historiker und Archäologen mit der Erforschung dieser hochinteressanten Frage betrauen um evidente Antworten zu erlangen.
Da ja mal jemand an unsere Kinder denken sollte, sind aus meiner Sicht mindestens fünf Milliarden und eine Forschungsgruppe die von von der Leyen geleitet wird angemessen.
Eine eigene Forschungsgruppe welche sich mit den Folgen einer solchen Umstellung auf das Seelenleben der Kleinen beschäftigt darf auf keinen Fall vergessen werden. Auch hier sollte man nicht kleckern sondern klotzen.
Sollte das aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht moglich sein, muss man wohl auf Brain zurückgreifen und ca eine Minute googeln.

Kommentar von Lars „Ghandy“ Sobiraj am 11.04.2017 08:28:
Es gab auch ein Leben vor dem Handy, wir haben damals nur mit Festnetz überlebt, kaum zu glauben. :wink:

Kommentar von Joerg Droege am 11.04.2017 11:24:
Man hat sich gegenseitig (vergebens) zurückgerufen bis man sich dann irgendwann mal nach ein paar Fehlversuchen zuhause erreicht hat :slight_smile:

Kommentar von Eberhard Blocher am 11.04.2017 21:31:
Juristisch ist das alles völlig richtig. Es ändert nur eben nichts an der Realität.

Kommentar von rethmann am 11.04.2017 21:56:
In unserer Firma (möchte ich hier nicht nennen) gibt es iPhones mit vorkonfigurierten Whatsapp Gruppen als Firmenhandy. Die Händler sind sogar angewiesen darüber zu kommunizieren weil es so praktisch ist. Dort sind auch alle (weit über 1.000 Deutschlandweit) internen Kontakte bereits hinterlegt, aka v.nachname@xxx.eu immerhin auch der Nachname als E-Mail Adresse. Den meisten (oder sogar allen?) ist die private Nutzung erlaubt, was natürlich fast alle nutzen. Ich weiss gar nicht wieso eine Europaweit (und im kleineren Bereich auch Weltweit) agierende Firma so etwas tut, es gibt immerhin eine Riesen IT-Zentrale die bestimmt auch Kapazitäten für ein eigenes sicheres Messenger System über hätte.

Ich kanns mir nicht erklären wieso die Mitarbeiter, Manager, IT´ler, Nutzer sich da eigentlich keine Gedanken drüber machen. Entsetzt mich jedes mal aufs neue. 1984 ist echt schon zu lange her, kennt wohl keiner mehr.

Eine klare gesetzliche Ansage bezüglich Whatsapp im Gewerblichen Bereich würde ich fast genau so befürworten wie im Schulbereich, wo es immerhin um „unmündige“ Kinder geht. Vielleicht machen sich dann auch die Privatmenschen bzw. Schüler mal Gedanken warum sie es nicht nutzen sollten.
Morgens in den Öffis haben viele (fast alle) Schüler ihr Smartphone in der Hand, bei den meisten blitzt der WA Bildschirm auf, ganz selten spielt mal einer irgendein Jewel Quest. Traurig, wofür wir diese Technologie nutzen, bzw. unsere Kinder dazu erziehen sie nur so zu benutzen.

p.s.
Eine Monitoring App oder Mobile Device Managment, weiss nicht genau wie man sie nennt bzw. welche genau, ist auch vorkonfiguriert auf den Firmenhandys mit drauf.

Kommentar von HaHaHausmeister am 11.04.2017 22:58:
Mal ne doofe Frage, das mit der Schule ist bei mir schon eine Weile her: Was gibt es denn in der heutigen Zeit so wichtiges, dass mich mein Lehrer bzw. meine Lehrerin via Handy rund um die Uhr kontaktieren können muss? Und welcher Schüler hat da nach Schulscluss denn noch Bock drauf?

„Hausaufgaben, Übungen, Terminverschiebungen etc“ ist doch jetzt nichts, was man nicht auch in der regulären Schulzeit abklären kann und falls doch nicht, was steht dem im Weg?