Vorratsdatenspeicherung soll auf Webserver ausgeweitet werden

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Kommentar von Die spinnen die … (frei nach Asterix) am 09.02.2016 12:43:
Bringt bestimmt ganz toll viel.
Die welche was zu verbergen haben, werden es nicht machen und die anderen haben mehr Arbeit und Aufwendungen. Wie will man sowas kontrollieren, da ein Zugriff eigentlich immer erst bei einem konkreten Verdachtsfall erfolgen sollte? Ganz zu schweigen davon, das kommerzielle Webseiten dies im Regelfall die ganze Zeit schon machen.
Eher helfen würde ein Verbot von Kauf/Verkauf von Angriffsvektoren für staatliche/private Stellen und eine durchgängige angriffsichere Verschlüsselung der Datenübertragung sowie verpflichtende Datensparsamkeit.
Genau das will man aber nicht.
In dem Zusammenhang habe ich noch eine interessante Anekdote aus Londen. Dort gibt es an jeder Ecke mindestens eine Kamera und zusätzlich kommen noch private dazu. Die Besitzer der Läden/Pups löschen inzwischen immer und sofort die Aufzeichnungen insofern eine erfolgte, sobald bekannt wird das was passiert ist und die Polizei die Runde macht um Ärger zu vermeiden. Ein gutes Beispiel was Überwachung wirklich bringt.

Bei Benutzung von Proxys, VPN`s, Tor oder bei Kriminellen Botnetze/gekaperte Rechner hilft das Ganze nicht um Profile zu erstellen.
Die Ebookliebhaber haben gezeigt, das selbst die totale Kontrolle des Servers nicht unbedingt weiterhilft (*).
Es trifft IMMER nur den unbedarften Nutzer. Man kann es auch positiv sehen der Bürger wird zumindest als potenzielle Gefahr wieder ernst genommen :).

Noch ein Nachtrag, auf vielen Webseiten gibt es Code der dort nicht hingehört. Deshalb ist die Benutzung des Internets ohne NoScript und Addblocker praktisch unmöglich geworden. Solche Datenerfassung soll leider nicht unter Strafe gestellt werden.

  • Gibt es bei der Peinlichkeit eigentlich was neues?

Kommentar von Linux Programmer am 09.02.2016 14:29:
Und diese Regierung die Stasi mäßige Totalüberwachung will regt sich dann über mangelnde Demokratie in Polen und Russland auf. Heuchlerisches Lügnerpack.

Kommentar von Apivan am 09.02.2016 16:12:
Und warum verwenden die dann bitte kein „Google Analytics“, wenn das Google schob längst kann?? Das hier ist wieder so ein thema/möchtegerngesetz was irgendwann im Hintergrund im Schein irgendeiner Krise durchgeboxt wird.
Wenn jemand etwas verbotenes tun möchte, dann bekommt er das auch hin, da haben die ganzen Überwachungen keinen Sinn, genauso im „Afk-life“, wir haben zwar strenge Drogengesetze, aber man kann trotzdem an jeder straßenecke was kaufen. Solche Gesetze bringen einfach nichts. Man sollte besser aufklären, es gibt überall gute und böse Seiten, ob jetzt im Netz oder im „echten Leben“, dass spielt keine Rolle.

Kommentar von Ich am 09.02.2016 18:23:
Wo ein Trog ist, treffen sich die Schweine. Und dieses hier grunzt und quiekt besonders laut.
Anstatt dieses jedoch zur sprichwörtlichen Schlachtbank zu führen, füttern wir es an.
Vorratsdatenspeicherung ist ein Verbrechen an der Demokratie. Wir brauchen nicht mehr Überwachung, sondern viel weniger. Dann klappt es auch wieder mit dem Zusammenleben, wenn sich Menschen nicht aufgrund von Banalitäten gegenseitig überwachen und kontrollieren.

Kommentar von Atari-Frosch am 09.02.2016 21:14:
„Die Admins sind alle zu doof, denen nehmen wir die Logfiles ab und gucken selber!“ – oder so? BTW, es braucht nicht Google Analytics, Piwik tut’s auch (ob’s den webalizer noch gibt, weiß ich nicht, aber der war nie so wirklich dolle gewesen).

Wer Wert drauf legt, daß sein Webserver oder generell Server nicht aufgemacht wird, liest seine Logfiles beim leisesten Verdacht selbst und baut auf der Kiste und in den Anwendungen entsprechende Schutzmechanismen ein. Oder überläßt das jemandem, der sich auskennt.

Kommentar von michel am 10.02.2016 01:03:
na wer hätte sowas denn bloss wieder kommen sehen…

und nicht vergessen, weiterhin schön alle jahre wieder seine und die einzige mögliche form der souveränität, in form seiner stimmen ab-gabe in einer urne zu beerdigen, um dieses faschisten pack wieder zu all ihren verbrechen, morden und gesetztesbrüchen zu legitimieren!

Kommentar von Manfred Gerlach am 13.02.2016 02:43:
Da hatte wohl einer einen feuchten Traum.

Vielleicht im Grunde sogar ein wünschenswertes Gesetz, denn gespeichert wird eh schon alles. Hier wäre die Einführung einer „Höchstspeicherfrist“ mal sinnvoll.