Vorratsdatenspeicherung: Aktivisten nehmen Stellung

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Kommentar von Lanzi:
Eigentlich wäre es recht einfach - was es braucht ist „Menschrechte im Netz“ also ein internationales Gesetz, dass über die UN regelt, „Menschenrechte gelten auch im Netz“. Dazugehört auch das Recht auf Privatsphäre und auf Anonymität ohne dass man dafür verschlüsseln müsste oder einen VPN verwenden.

Kommentar von AX11:
Der Erfassung deiner Bewegungsdaten kannst du dich aber schon sehr viel weniger entziehen - und mit dem Rest könnte blitzschnell ebenfalls Sense sein. Diese Idioten wollen glatt Führerscheinentzug für Ladendiebe einführen, die erlassen auch ein Verbot für VPNs, die ihre Logs nicht automatisch bereitstellen, oder führen Zwangsproxies ein, wenn ihnen gerade nichts noch Blöderes einfällt. Und für die richtigen Ideen wird schon der neue Hansdampf für Digitalwirtschaft im Wirtschaftsministerium sorgen…

Kommentar von Postulator:
Das ist in etwa so, als ob wir alle nur auf Freigang sind :-).
Irgendwann ist es strafbar, sollte man sein Smartphone nicht dabei oder deaktiviert haben.
Grundsätzlich erkenne ich an das Strafverfolgung möglich sein muss.
Mich stört der Generalverdacht. Sind die Daten erstmal da, ist es doch nach allen Erfahrungen der letzten Jahre nur eine Frage der Zeit bis diese auch „irgendwo“ landen.
Besser fände ich, das bei konkreten Verdacht, gezielt eventuell auch größere Personengruppen gesiebt werden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob das Gesetz wieder kassiert wird und bei wieviel Prozent die SPD bei der nächsten Wahl landet. Letzteres nicht nur wegen dem VDS.

Kommentar von Lars Sobiraj:
Die Vorratsdatenspeicherung (oder Datenschutz im Allgemeinen) ist leider nicht entscheidend für den Ausgang einer Bundestagswahl. Das ist auch der Grund, warum dieses Thema mit wenigen Ausnahmen so stiefmütterlich von (fast) allen Parteien behandelt wird. Wäre es entscheidend, würde sich Angela Merkel längst öffentlich gegen die VDS aussprechen.

Man beachte Fukushima. Als sich in Deutschland nach dem japanischen Super-GAU die öffentliche Meinung drehte, drehte sich Frau Merkel mit. Das würde auch bei jedem anderen Thema so passieren, sofern Merkel das innerhalb der Partei (+CSU) (bzw. jetzt auch GroKo) durchsetzen kann.

Kommentar von Lars Sobiraj:
Träumen darf man ja mal…

Kommentar von Duschvorhang:
ich träume gerne mal :slight_smile: