Unter dem Radar: Der satirische Monatsrückblick (März/2017)

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Kommentar von Shaun of the Dead:
Praktikum bei Bild? Wie menschenunwürdig. Dann doch lieber Urlaub auf Kuba.

Ich helfe gern mal bei der Klärung einer Frage.

Der aufkeimende Aktionismus in Bezug auf sicherheitspolitische Gesetzesverschärfungen ist m. M. nach weniger einem nostalgischen Gefühl als vielmehr dem durchtriebenen Kalkül geschuldet, datenschutzrechliche Barrieren aufzuweichen, um die Wirtschaft mit neuen „Wertschöpfungschancen“ zu beglücken.

Biometriebasierte Analyse von Bewegungs- und Konsumverhalten anhand von vorwärts- und rückwärtsgerichteten Videostreams - für die Wirtschaft schon bald keine Utopie mehr.

Wem gehören eigentlich die Daten, die wir auf Webseiten, an der Supermarktkasse, in Bus und Bahn unvermeidlich hinterlassen?

Kommt darauf an, wen man fragt und (noch) wo man wohnt.

Google sagt natürlich: die Daten gehören uns!
Ok. Google-Boykott - wenn überhaupt realistisch.

Aber wie wehren wir uns effektiv im öffentlichen Raum?

Beispiel Straßenverkehr:
Schon jetzt sammelt ein modernes Fahrzeug mehrere Gigabytes (GB) pro Stunde an Informationen über seinen Fahrer, dessen Fahrverhalten und die Umgebung. Irgendetwas wird auch übertragen, spätestens im Falle eines Unfalls - Polizei ist schon autom. informiert. Vielleicht von Vorteil, aber wohl bleibt die Kontrolle? Es geht weiter:
Ein autonomes Fahrzeug wird nun in Zukunft eine unvorstellbare Datenflut von bis zu einem GB pro Sekunde erzeugen!
Nicht zuletzt auch aus diesem Grund hat sich jetzt Verkehrsminister Dobrindt, vermutlich auf Druck der Industrie, in die Datendiskussion eingemischt - die Ernte müsse schließlich eingefahren werden dürfen.

Will sagen: Hier geht es lange nicht mehr um Terrorbekämpfung, sondern um den Abbau einer neuen Ressource, die ja quasi überall kostenlos herumzuliegen scheint.

Kommentar von Ch4rma:
Nämlich Daten, DER Rohstoff schlechthin im 21. Jhr … #ch4rma