Telegram: Russland sperrt beliebten Messengerdienst

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Kommentar von Marek Meier am 13.04.2018 19:11:
Finde die Nachricht verwirrend, richtig blockiert, so dass man es mit VPN nicht mehr nutzen kann oder nur so halbherzig wie in Brasilien damals wo es mit VPN ging trotz Aufforderung es zu blocken bei den ISPs?

Ehe jemand sagt Russland und VPN´s jaja ich weiß ist wegen dem FSB etwas tricky, geht aber trotzdem. Ohne Werbung zu machen, das Premiumize dort geht weiß ich.

Kommentar von anon am 14.04.2018 01:04:
So what? Unsere Regierung machts halt heimlich mit dem Bundestrojaner.
Aus technischer Sicht macht ein Blocken auf welche Art auch immer natürlich überhaupt keinen Sinn. Es wird immer noch eine andere App da draußen geben, mit der sich auch weiterhin verschlüsselt kommunizieren läßt. Alles Kosmetik. Der Kampf gegen den Terror darf schließlich niemals enden; immer fehlt noch eine letzte Anstrengung.

Kommentar von Tom am 14.04.2018 06:42:
The power that local governments have over IT corporations is based on money. At any given moment, a government can crash their stocks by threatening to block revenue streams from its markets and thus force these companies to do strange things (remember how last year Apple moved iCloud servers to China).

At Telegram, we have the luxury of not caring about revenue streams or ad sales. Privacy is not for sale, and human rights should not be compromised out of fear or greed.

Pavel Durov, 13 April 2018

Kommentar von Libertarian am 14.04.2018 22:14:
Eine bessere Werbung kann Telegram ja nicht bekommen, je mehr Regierungen Telegram blockieren desto sicherer und vertrauenswürdiger ist der Messenger. Auf der anderen Seite sollte man sich auch die Frage stellen, weshalb ein deutlich beliebterer Messenger wie Whatsapp trotz angeblicher E2E-Verschlüsselung in Russland weitergeführt werden darf, die Antwort kann nur Kooperation mit den Behörden und umgehbare Verschlüsselung lauten. Was bringt mir E2E, wenn Whatsapp das Geheimnis und die Schlüssel kennt oder bei Belieben die Verschlüsselung anderweitig umgehen kann? Dann reicht auch Transportverschlüsselung. Ich hoffe für die Russen, dass man sich bei Telegram eine massentaugliche Umgehung der Sperren einfallen lassen wird. Man könnte es mit P2P probieren, sodass sich russische Clients mit Clients aus aller Welt getarnt als normaler HTTPS-Traffic verbinden und somit das Problem von IP-Blacklisting der TOR-Nodes umgangen wird. Das sorgt natürlich für höhere Latenzen und hat viele weitere Nachteile, aber wenigstens könnte man dann überhaupt noch sicher kommunizieren. So sehr ich mich in vielen weltpolitischen Themen tendenziell auf die Seite Russlands stellen muss, in Sachen Freiheitsrechte im Internet fehlt nicht mehr viel zur Diktatur, im Vergleich zu europäischen Volkstretern kaufe ich einem Putin allerdings ab, dass er aus durchaus ehrlichen Motiven handelt, das macht es allerdings auch nicht besser. Pavel Durow ist für mich ein richtiges Vorbild, schon bei vk.com hat er bewiesen, dass er Eier hat und nicht davor scheut sich mit den ganz großen anzulegen, wenn es sein muss.

Kommentar von Lanzi am 15.04.2018 06:50:
Mit VPN funktioniert alles, einfach die Webversion von Telegram nehmen und gut ist es! Aber Skype von Microsoft wird in Ruhe gelassen :wink: damit die Amis auch mitlesen können :wink:

Kommentar von Lanzi am 15.04.2018 06:52:
Mit VPN funktioniert alles, einfach die Webversion von Telegram nehmen und gut ist es! Aber Skype von Microsoft wird in Ruhe gelassen :wink: damit die Amis auch mitlesen können :wink:

Kommentar von Marek Meier am 17.04.2018 19:41:
Ein Bundestrojaner von FinFisher wieder, der wie gehabt nur Windows kann. Jeder der von der Materie etwas Plan hat nutzt Linux mit WindowsVM wenn unbedingt nötig.

Kommentar von am 20.04.2018 16:33:
dreht ziemlich frei dies Russia:
https://www.ripe.net/ripe/mail/archives/cooperation-wg/2018-April/001252.html

Kommentar und Tool aus I2P Kreisen:
https://0xcc.re/russia-shame-on-you-censorship-is-lame/

„a simple bat script that launches a pre configured i2pd daemon to run in background - while it also launches the Telegram portable binary, which is preconfigured to use the SOCKSv5 proxy that the i2pd daemon will provide“.

Kommentar von Telegram: Messengerdienst kooperiert mit Ermittlungsbehörden:
[…] Dennoch wird, nach Angaben Durows, Telegram auch weiterhin nicht mit russischen Behörden kooperieren. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB verlangte von Telegram Einblick in die Nachrichten einiger Teilnehmer. Dieser Forderung kam Durow nicht nach. Als Folge davon ist Telegram seit dem 13. April dieses Jahres in Russland gesperrt. […]