Spotify: 135 Britische Pfund für eine Mio. abgespielte Songs

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Kommentar von OvO:
Naja der Künstler oder das Label können die Musik des Künstlers doch entfernen lassen. Die Vergütung ist natürlich zu kritisieren aber ich würde da einfach meine Konsequenzen draus ziehen. Entweder lenkt Spotify ein oder sie gehen iwann Pleite.

Kommentar von mario:
oh, die arme gaga. irgendwie tut die mir so gar nicht leid. vielleicht liegt’s einfach nur an ihrer art, oder nur an ihrer visage. so richtig erkannt habe ich das noch nicht.
ist die eigentlich youtube partner? wenn nicht, dann sollte sie das mal in erwägung ziehen. da ist alles etwas tranzparenter und bezahlen tun die auch besser.
bei spotify 135 € für eine million klicks/plays.
youtube etwa 800-1000 euro für eine million klicks.
(habe ich mal gelesen - youtube macht dazu aber keine angaben)

Kommentar von tarnkappe:
Ja, die Lady ist jetzt nicht gerade als notleidend zu betrachten. :wink: Aber grundsätzlich ist es schon wahr, dass die Musiker bei den Beteiligungen nicht mehr davon leben können.

Kommentar von Tim Lange:
Gilt die Summe für jeden oder bekommen Indie Künstler mehr?

Kommentar von mario:
du, ich habe hier auch nicht gerade einen ferrari vor der tür stehen.

die zeiten sind hart. und das wird noch viel schlimmer werden.

Kommentar von mario:
kann mir jemand das ‚zahlungssystem‘ genauer erklären? bin nicht so gut in englisch.
aber steht da nicht, für 1000 klicks gibt es zwischen 2 und 6 dollar?

https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/features/a-tight-spotify-is-there-a-better-way-to-make-music-streaming-sites-pay-8294714.html?origin=internalSearch

Kommentar von machtnix:
So what? Keiner hindert Lady Gaga (oder irgendeinen anderen Künstler) daran, einen eigenen Streamingdienst aufzuziehen und den dann statt 9,99 EUR 30 oder 40 EUR nehmen zu lassen. Der Preis wird durch den Markt bestimmt es ist eben kein Markt für teuere Musik da.

Kommentar von bbumm:
Das sind die wahren Verbrcher. Ich kenne einige Musiker, die genau das so extrem frustriert. Nicht nur, dass man wegen Spotify und co kaum noch bekannt wird, es macht auch alles gleich und zu einem reinen Konsumgut. Warum sonst gibt es nur noch Spießer Kids? Genau so verhindert man Revolutionen, genau deshalb sind die alle so ängstlich und angepasst und genau deshalb gibt es eigentlich keine (neuen) Subkulturen mehr, außer Hippster und frustrierte Asoziale (ich stecke die mal alle in einen Sack).

Kommentar von bbumm:
Interessant, dass hieer wieder genau diejenigen „diskutieren“ die überhaupt nicht gefragt sind, weil sie nicht zwischen den Zeilen lesen können, unreflektiert sind und nicht nachdenken, bevor sie was schreiben.

Kommentar von floxyz:
Hier stehen zB ganz ander Zahlen: https://www.diepresse.com/4594178/musik-streaming-wie-viele-horer-man-braucht-um-100-euro-zu-verdienen

23905 Listens für 100€…

Kommentar von mario:
danke für diese ausführliche antwort. und ja, diese passagen habe ich gemeint. :slight_smile:

Kommentar von machtnix:
Dann leben Musiker halt nicht mehr von ihrem Beruf. Die Zeiten ändern sich und die Musik wird nicht aussterben, weil man von Musik allein nicht mehr leben kann.

Kommentar von Jolly_AM:
Die Verwertungsgesellschaften zahlen an die Urheber aus. Z. B. GEMA.
Ausführender Künstler und Autor können, müssen aber nicht identisch sein.
Der ausführende Künster wird daneben auch noch Leistungsschutzrechte haben und über Leistungsschutzrechteverwertung bezahlt. In Deutschland GVL.

Kommentar von tarnkappe:
Spotify schüttete demnach nur 0,5 Cent pro Stream aus, das ist aber abhängig vom Vertrag. Von dem halben Cent geht aber wieder nur ein gewisser Anteil an den Künstler selbst.

Die Zahlen gehen aber wirklich auseinander, stimmt. Rund 24.000 Mal muss ein Song auf Spotify gehört werden, um 100 Euro abzuwerfen. Um
100 Euro zu verdienen, müsste ein Musiker also nur knapp 14 Alben auf iTunes verkaufen. Nicht viel anders dürfte es auch bei verkauften haptischen Werken (Audio-CDs) aussehen.

Kommentar von opus_nocturne:
Kommt darauf an, wie man lebt. Vielleicht kann man sich keinen Privatjet mehr leisten und auch die Villa fällt mal kleiner aus. Aber solange Konzertkarten noch 200 EUR kosten können, werden Gaga & co nicht am Hungertuch nagen

Jetzt mal ernsthaft: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube aufm Dach.
Spotify zahlt immerhin für ihre Musik, auch wenn es für eine millionenschwere Person nicht gerade viel ist. Wenns den Dienst nicht gäbe, gäbs gar nix für sie. Zudem gibts zuhauf Musiker, die ihr Hobby zum Beruf machen und damit auch leben können, nur halt bescheidener. Viele (kleinere) Musiker haben auch erkannt, dass das grosse Geld durch Konzerte verdient werden muss. Denn auch bei einer CD für 20 EUR sieht der Interpret, wenn er Glück hat, ca 1 EUR. Meist weniger.

Das ist genau das, was falsch läuft. Eine Industrie/Lobby, die sich daran gewöhnt hat, Millionen zu scheffeln indem man (zu) hohe Preise ansetzt und dann jammert, wenn man sich der Zeit anpassen soll. Die sollen Musik machen, weils ihnen Spass macht und es sollte ihnen auch ohne Millionen aufm Konto Spass machen (pragmatisch gesagt)

Jetzt ist die Musikindustrie dran, die Filmindustrie wird folgen und ich HOFFE, dass diese Fussballkultur auch mal wieder ihre Grenzen findet. Da werden Millionengehälter gezahlt, nur dass einer ein anderes T-Shirt trägt und 90min aufm Rasen rumrennt. Es ist schon lange nicht mehr verhältnismässig.
Wissenschaftler, die versuchen die Welt zu verbessern (Energiewende, Sicherheit (ohne Überwachung), etc etc) haben kein Budget und kommen nicht vom Fleck aufgrund mangelnder Finanzierung und nebendran werden zig neue Stadien gebaut und Leute draufgeschickt, die zum Teil dümmer als ein Stück Brot sind, aber einem Ball nachrennen können.
Diese Konstellationen gibt es zu Hauf, und das sollte sich ändern. Popkünstler müssen sich damit abfinden, dass ihre Platinzeit vorbei ist, und sie sich nun mit Gold begnügen müssen :wink: . Ich kann den Quatsch sowieso nicht anhören, klingt alles gleich und über die Texte will ich gar nicht erst reden.

Just my 2 cents

Kommentar von mario:
du hast nicht unrecht mit dem was du sagst. ich kann das auch verstehen. nur was fussballvereine für fussballer zahlen (und durch werbung millionen einnehmen), und was der staat an subventionen und fördergelder für wissenschaftler locker macht, sind zwei verschiedene paar schuhe.
und wenn neue stadien gebaut werden, werden diese ja meist (will mich da aber nicht zu weit aus dem fenster lehnen) von investoren finanziert. können fussballvereine sein, privatpersonen, kredikinstitute etc.
der staat/die kommune beteiligt sich bei neubauten soweit ich weiß nur bei den infrastrukturen, sprich straßenausbau usw.

aber im prinzip hast du schon recht. in vielen fällen wird viel zu viel geld verschwendet, was an anderen stellen echt besser aufgehoben wäre.

nur mal ein beispiel: für den 10 jährigen flug zum kometen, deren landung und forschung, hat jeder europäer ca. 3,- € bezahlt.
also ich finde das eine verdammt gute investition - die sich auch lohnt!
(wobei - das kann man erst nachher sagen^^)

jetzt kann man mal gucken wo der staat/die kommune so geld verschwendet. z.b. mehrere 10.000 euro für beleuchtete gullideckel oder so. :stuck_out_tongue:
was noch nichtmal gut aussieht…

oder fangen an eine brücke zu bauen für mehrere millionen, die nie fertiggestellt wird und dann unter denkmalschutz gestellt wird.
also hier muss man ganz klar sagen, dass solches geld an leute gegeben werden sollte, die verdammt nochmal auch wissen was sie damit tun und wie sie es einsetzen! z.b. forschung - aber wenn’s geht hier auf der erde.
wir könnten so viel besser machen, so viele probleme in den griff kriegen, nur leider gibt es gewisse menschen, die nur ans geld denken. und das sind leider die, die zu viel macht haben. deswegen wird sich da so schnell nichts ändern.

Kommentar von tarnkappe:
https://thetrichordist.files.wordpress.com/2014/02/musicstreamingindex020114.png?w=600

Quelle: https://thetrichordist.com/2014/11/12/the-streaming-price-bible-spotify-youtube-and-what-1-million-plays-means-to-you/

Kommentar von tarnkappe:
Klar, mit der gleichen Logik könnte ich von dir fordern ab morgen für lau arbeiten zu gehen, weil es für diese Tätigkeit halt einfach kein Geld mehr gibt.

Kommentar von mario:
also mal eine ganz blöde frage… kenne mich damit nicht aus…youtube ist ja nicht aufgelistet (erklärt sich von selbst)… also wenn die gaga jetzt einen youtube account hätte als partner, dürfte sie da all ihre musikvideos veröffentlichen und für die klicks dann geld kassieren? oder müsste die dann auch wieder so viel geld abdrücken?