Selbstmord bei Foxconn: Coronavirus verschlechtert Arbeitsbedingungen

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Eine Tragödie ereignete sich offenbar in der chinesischen Stadt Zhengzhou. Darauf macht die in New York ansässige NGO China Labor…

Also einmal wird behauptet der Selbstmord geschah weil die Person mit dem Virus infiziert war.
Und zum Schluss wird behauptet es wären die schlimmen Arbeitsbedingungen, welche seit es iPhones gibt bekannt sind.
Insgesamt ist mir das alles zu viel einseitige Kritik an China. Es sind schließelich wir alle die diese Menschen ausbeuten. Alle die made in China kaufen und alle die dort produzieren lassen. Außerdem ist ein gelegentlicher Selbstmord bei so vielen Mitarbeitern ganz normal, so wie in jeder großen Stadt.
Ich finde man sollte hier mit Kritik viel vorsichtiger und gezielter sein, keiner braucht zu glauben das wir besser wären, nur weil wir das Elend zum Großteil ins Ausland outsourcen.
In 10 Jahren werden auch wir begreifen das China uns überholt hat und das wir unseren Ruf längst versaut haben. Nicht mit schlechten Arbeitsbedingungen, aber mit illegalen Kriegen und ständigen Vertragsbrüchen bei internationalen Geschäften. Beispiele dafür gibts ja unzählige, nur nicht in unseren großen Medien.

Es ging gar nicht um Kritik an China. Wenn wir das Zeug aufgrund der miesen Arbeitsbedingungen nicht kaufen würden, wäre das Geschäftsmodell der Fabrik sofort dahin. Wo steht im Artikel, dass ausschließlich China die Schuld trägt an der Misere?

Die Studie der „Organisation Students and Scolars Against Corporate Misbehaviour“ (Sacom) fördert die militärischen und demütigenden Arbeitsbedingungen in der Firma Foxconn zutage, nachdem das Unternehmen in der ersten Hälfte dieses Jahres von einer Selbstmordserie chinesischer Angestellter erschüttert wurde. Soziale Isolierung, drakonische Strafen und schier unmenschliche Arbeitslasten bei einer Entlöhnung, welche die Lebenskosten nicht zu decken vermag, konstatiert die chinesische NGO in ihrem Bericht über den grössten Elektronikzulieferer der Welt mit 900’000 Angestellten allein in China. In krassem Gegensatz dazu steht der Gewinn, den Foxconn verzeichnen kann, obwohl die Profitmargen in der Elektronikindustrie in den letzten Jahren zurückgegangen sind. Offensichtlich wird hier der Druck auf die vom Markt diktierten Preise einseitig zu Lasten des schwächsten Glieds in der Produktionskette weitergegeben. Die Firmenverantwortlichen bei Apple, Nokia, Dell, Hewlett Packard, Sony, Motorola und Sony Ericsson (die alle bei Foxconn Elektronikteile einkaufen) nehmen für tiefe Produktionskosten in Kauf, dass der Zulieferer die Löhne der Arbeiter/innen mit allen Mitteln tief hält. Durchsetzbar ist dies, wie dem Sacom-Bericht zu entnehmen ist, nur mit rigorosen Managementmethoden, die an Sklaverei erinnern.

Sacom, führte zwischen Mai und September 2010 Interviews mit über 100 Foxconn-Arbeitern/-innen aus den Betrieben in Hangzhou und Shenzhen. Die Aussagen dieser Angestellten zeigen auf, dass die Versprechen des Foxconn-Managements sich trotz internationaler medialer Aufmerksamkeit bisher als leer entpuppten: Die Erhöhung des Grundlohnes und die Massnahmen zur Reduktion von Überzeit waren eine Alibiübung; strenge Überwachung und demütigende Bestrafungen bleiben bestehen. Trotz der 13 Selbsttötungen und vier Suizidversuche zwischen Januar und August 2010 hat sich die Situation der Angestellten bei Foxconn also kaum verändert. Am 5. November 2010 starb in Guanlan gar ein weiterer Arbeiter, nachdem er vom Dach seines Wohnheims gesprungen war, weil ihm eine Lohnerhöhung verwehrt wurde.

2011 hat dann Foxconn endlich was gegen die vielen Selbstmordversuche unternommen!! Als Pro-Mensch wäre auch heute noch positiv zu bewerten, dass Foxconn es innerhalb weniger Wochen geschafft hat, alle ihre Produktionsstätten ab dem 1. OG mit flächendeckenden FANGNETZEN unterhalb der Fenster abzusichern !!!

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Eine sehr antiquierte Meinung, die du da verbreitest! Als Foxconn 2011 die großen Netze spannte, wurde von der chinesischen Regierung weltweit ein Strategiedokument veröffentlicht und vorgestellt, dass die wirtschaftliche Machtstellung allen Ländern erklärte. Dies dient sogar aktuell bei deutschen Bemühungen um Wirtschaftsbeziehungen mit China als Grundlage!!

Made in China 2025

Das ist der Name der Strategie…hier einmal das Original:

https://isdp.eu/content/uploads/2018/06/Made-in-China-Backgrounder.pdf

Die Gesamtverschuldung von Regierung, Unternehmen und Haushalten ist auf fast 249 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angewachsen. Damit ist China unter den aufstrebenden Volkswirtschaften das am stärksten verschuldete Land. Chinas Unternehmen haben eine besonders schwere Schuldenlast zu tragen…Da dieser Schuldenberg monatlich weiterwächst, reiben wir Deutsche uns doch die Hände!!
Neben Chinas Inlandverschuldung (90% des BSP), die in 100 Jahren noch nicht abgezahlt sein kann, ist das eine…
Alle weiteren Verschuldungen wurden in Afrika, Europa, Rußland gemacht…davon eine riesige Menge in DE :thinking: :laughing: