Robert Kneschke verlangt 450 EUR für eine Kinderzeichnung

Ja. Es ist das LASUB in Dresden.

Man kann Paranoia auch übertreiben.
Natürlich bin ich „ganz zufällig“ über die Google-Suche auf diesen Beitrag gekommen und hatte mir erhofft, hier schnelle Anregung zur Reaktion zu bekommen, da der Anwaltsbrief viel zu spät ankam und die -kostenpflichtige - Auskunft über www.frag-einen-anwalt leider nur das Schreiben vollumfänglich bestätigt hat. Wie sich am nächsten Tag hier im Forum herausstellte, gibt es sehr wohl andere höchstrichterliche Entscheidungen. Wenn ich das 24 Stunden eher gewusst hätte, hätte ich mir die absurde Ausgabe auf der wir nun sitzenbleiben sparen können.
Nochmal zu den „Verdacht“ gegen mich: was könnte ich denn tun um den auszuräumen?

So einfach ist es nicht.
Es gibt einfach niemanden der das für lau macht.
Und der Bedarf ist einfach da.
Jetzt einfach hinschmeißen weil einem ein Fehler unterlaufen ist (ist ja leider so, sonst hätten solche Geschäftsmodelle keine Chance), geht mehr an die Substanz als wenn man mit neuer Aufmerksamkeit weitermacht.
Dazu muss man noch sagen, dass uns (meiner Frau und mir) aus ganz privaten Gründen (familiärer Verlust) die berufliche Seite unseres Lebens überproportional am Herzen liegt.

Nochmal zum Mitschreiben: Ihr seid die falschen Ansprechpartner! Juristisch verantwortlich für den Inhalt von Schulwebseiten ist das Kultusministerium des Bundeslandes. Ihr habt doch gar keine Ahnung, wie auf solche Forderungen zu reagieren ist. Da gibt es nur eine richtige Handlungsweise:
Die Schulleitung leitet das Forderungsschreiben an die nächste Behörde weiter, meist Schulamt oder Regierungspräsidium. Die leiten das an das Ministerium weiter und die haben Rechtsanwälte, die sich darum kümmern. Alles andere ist grober Unfug.

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@ VIP
Vielen Dank für die umfangreiche und nachvollziehbare Recherche zu der Rechnung des Kneschke-Anwalts. Es macht deutlich, dass Deubelli & Kneschke offensichtlich eine einträgliche Partnerschaft eingegangen sind mit einer win-win-Situation für beide!
Das Wissen um die Anzahl vergleichbarer Fälle könnte einerseits vielleicht helfen, andrerseits fürchte ich, an dem grundsätzlichen Vorgehen (abgesehen von den überhöhten Forderungen) lässt sich nicht mäkeln. Der Kneschke macht das ja scheinbar schon länger, da müsste in der Vergangenheit doch mal irgendwer stärker opponiert haben, oder?
@dvkaiser
Doof und auch unverständlich, dass vorgesetzte Dienstbehörden euch da im Regen stehen lassen. Es gibt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, wozu im BGB unter anderem steht:
Er hat sich im Rahmen des Arbeitsverhältnisses auch um den Schutz anderer Rechtsgüter des Arbeitnehmers (wie Ehre, Eigentum, Gleichbehandlung) zu kümmern.

Du schreibst, „ihr“ bleibt auf den Kosten sitzen - ihr als Familie oder ihr als Schule?

P.S.: Ob der Kneschke wohl auch solche threads über seine Person und sein Geschäftsgebaren liest?

1&1 Versatel Dresden, Sachsen :wink:
@dvkaiser hat ja auch vom Landesamt für Schule und Bildung in Dresden berichtet !
Für mich ist das erst einmal schlüssig!

Ich denke schon! Mit Tante Guuble kennt er sich bestimmt aus!

Wie ich ja schon mal in dem ersten Thread zu dem Thema geschrieben hatte, hat R. Kneschke schon 2014 in einem Artikel bei t3n erklärt, wie er zu Umsätzen im 5-stelligen Bereich mit seiner Stockfotografie kommt…

So verdient man 10.000 Euro monatlich mit Stockfotos

Die Kommentare unter dem Artikel (auch von Berufskollegen) sind sehr kritisch zu seiner Vorgehensweise! Manche Kommentatoren bezweifeln regelrecht, diese Zahlen bzw. seine Umsätze, unter den beschriebenen Voraussetzungen! Was dann ja nichts anderes bedeuten würde, dass die hohen Umsatzzahlen entweder unwahr sind oder durch andere Tätigkeiten in seinem Geschäftsmodell resultieren…was natürlich zu einer professionellen Abmahnstrategie passen könnte…?! :wink:

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Du selbst leider gar nichts. Der Verdacht bleibt an dir kleben.

Nachdem @VIP sagt, deine IP ist „residential“ aus Dresden, sieht es für dich besser aus und ich entschuldige mich erstmal.

Wenn deine Geschichte stimmt, hast du dich tatsächlich über den Tisch ziehen lassen, wie @VIP bereits erklärte. Anwälte, die Briefe zu spät abschicken kann man in den USA verklagen wegen Inkompetenz. Das geht in Deutschland AFAIK nicht. Inkompetent ist dieser Anwalt ziemlich sicher.

Anwälte sind juristisch eine „besonders geschützte“ Berufsgruppe, was in der Praxis kaum jemand zu stören scheint, die Gerichte allerdings schon. Was im Prinzip gut ist, aber bedeutet dass schwarze Schafe mit ziemlich viel durchkommen.

Die Massenabmahnpraxis in Deutschland seit so ziemlich des Beginn des Internet ist legalisierte Abzocke. Am Anfang haben daran die „Rechteinhaber“ und die Anwälte gut verdient. Wenn nun Einzelpersonen das Geschäftsmodell imitieren ist vielleicht ein guter Zeitpunkt gekommen, das Modell gerichtlich anzugreifen. Einzelpersonen haben nämlich meist nicht unlimitierte Resourcen.

Da du leider bereits gezahlt hast ist der Fall für dich zu Ende. Ich empfehle dir, diese schmerzliche Erfahrung nicht als Beispiel an andere weiterzugeben.

Gab es nicht sogar mal eine Facebook Gruppe „Robert Kneschke ist ein Hurensohn“ oder so? Hatte da mal irgendwas gehört, kann mich auch irren. In jedem Fall findet google dahingehend auch nichts mehr… und ich finde, dass so etwas auch nicht angemessen war/wäre/ist.

Bildrechte und Lizenzierungsthemen von Bildern sind ein sehr komplexes Thema. Daher kann auch ich mich nur dem obigen Hinweis von wakeup13 anschließen.

So ein Thema muss juristisch sauber und vollumfänglich geprüft werden, um hier der Gerechtigkeit im Sinne aller Beteiligten Genüge zu tun. Für den Urheber wäre es natürlich ratsam, seine Werke mittels eines unübersehbaren Wasserzeichens zu schützen und auch die Disclaimer auf seiner Webseite absolut eindeutig zu halten, um zukünftige Irritationen und Rechtsstreitigkeiten - ebenfalls im Sinne aller Beteiligten - zu verhindern.

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Habe die Kommentare nicht gelesen aber ich möchte noch einen anderen Datenpunkt einbringen:

Als „professioneller Fotograf“ und „Online Marketing Rockstar“ ist sein offizielles Selbtsporträt, das er t3n zu Verfügung stellt, eines, auf dem er schüchtern lächelt und seine Brille schief sitzt. Nachdem er im Artikel selbst zugibt, dass die Nachbereitung, Bearbeitung und Auswahl der Bilder einen Großteil der Zeit in Anspruch nimmt. Hust Bullshit hust

Nachdem Robert Kneschke scheinbar sogar ein Buch veröffentlicht hat, mit dem Titel " Stockfotografie – Geld verdienen mit eigenen Fotos" (ein 416 Seiten Werk) sollte er eigentlich eine gewisse Expertise hinsichtlich des Schutzes seiner Werke besitzen.

Es ist nicht zu glauben, dass er dieses Wissen nicht hat. Er ist ein Experte auf diesem Gebiet - das ist auch seine persönliche Wahrnehmung, da man ansonsten kein Buch verfasst.

Vielmehr scheint er bewusst, fahrlässig und sehr gerne in Kauf zu nehmen, dass sich Leute (nachweisliche „Nicht Experten“ auf diesem Gebiet) seiner frei verfügbaren Bilder bedienen, um sich an diesen dann nach einem äußerst dubiosen Schema - und genau so liest sich das - finanziell zu bereichern.

Nachdem das kein Einzelfall zu sein scheint, das Ganze nicht zum ersten Mal passiert usw. ist sein Verhalten aus juristischer Sicht definitiv im Rahmen eines Betrugsverdachts zu überprüfen.

Es lässt sich festhalten:

Anspruch auf Schadensersatz

Gemäß § 97 Abs. 2 UrhG steht dem Rechteinhaber auch ein Anspruch auf Schadensersatz zu. Im Gegensatz zum Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch ist der Schadensersatzanspruch verschuldensabhängig, d.h. dem Verletzer muss Vorsatz oder Fahrlässigkeit hinsichtlich der Verletzungshandlung vorzuwerfen sein

Das diese Bildrechtsverletzung sogar für Robert Kneschke Zitat „leider für den durchschnittlichen Bildsucher schwieriger zu erkennen“ ist, „weil diese Seiten sich Mühe geben, einen seriösen Anschein zu erwecken.“ bestätigt, dass man dem Verletzer (-> unterdurchschnittlichlicher Bildsucher) eben auch keinen Vorsatz und keine Fahrlässigkeit vorwerfen kann.

Quelle: https://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2019/09/09/warnung-vor-vermeintlich-kostenlosen-cliparts-aus-dem-internet/

Und nachdem weder ein Unterlassungs- oder Beseitigungsanspruch seitens Kneschke erfolgt ist, auch eine nachträglich Lizenzierung inkl. Mehrkosten abgelehnt bzw. nicht angenommen wurde, bleibe ich beim äußerst dubiosen Geschäftsmodell inkl. Betrugsverdacht.

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Sorry, aber du hast die letzten paar Jahre verpasst, oder? Jeder Vollhonk veröffentlicht heute ein eigenes Buch, und viele von denen machen das aus ganz offensichtlich unehrlichen Gründen… die wollen dir kein Wissen geben, die wollen dass du (im harmlosesten Fall) ihr dummes Buch und assozierten Merch kaufst oder (im schlimmsten Fall) dein Denken vergiften, damit du tust was sie sagen.

Ich schätze diesen „Fotograf“ als einen Vertreter der ersten Kategorie ein. Dass er ständig von seinem Einkommen faselt zeigt ganz klar, dass er nicht genug Phantasie hat um so gefährlich wie die Vertreter der zweiten Kategorie zu sein.

Für einen „Kreativen“ ist das die ultimative Disqualifikation.

[…] definitiv im Rahmen eines Betrugsverdachts zu überprüfen

Bin kein Anwalt, aber üblicherweise gibt es noch eine Schippe drauf, wenn man sowas „gewerbsmäßig“ oder unter Einbeziehung anderer („bandenmäßig“) tut. Da die Anderen in diesem Fall mal mindestens sein Anwalt, wahrscheinlich aber auch die Betreiber der Websites, auf denen seine „Werke“ (offenkundig lizensiert, wenn er die nicht bereits juristisch zur Unterlassung gezwungen hat) veröffentlicht sind ohne dabei auf die Lizenz hinzuweisen, ist meine Empfehlung, so gerichtsfest wie möglich zu dokumentieren, wie es zur Verwendung dieser „Werke“ kam.

Zuallererst bedeutet das, mit einem Medienanwalt zu sprechen, der weiß wo hier im Detail die Fallstricke und Angriffspunkte liegen.

Man muss sich eigentlich nur seinen eigenen Internet-Auftritt ansehen und dort seine Artikel durchlesen, um zu wissen, wie er tickt…

https://www.alltageinesfotoproduzenten.de/

Und Bücher hat er in der Vergangenheit auch schon mehrere veröffentlicht - zumindest 2010 und 2014 hat er Werke mit seinen geistigen Ergüssen unters Volk gestreut!!
Was mir beim Lesen verschiedener Artikel auf dieser Site auffiel, ist die Tatsache, das relevante Texte teilweise schon uralt sind, wie auch der bei t3n! Das könnte schon ein Hinweis dafür sein, dass er die letzten Jahre, sein Einkommen über die „Früchte seiner Arbeit“ generiert. Witzig dabei ist auch, wenn man mal bei Tante Guuble seinen Namen eingibt, ist der erste von 10 Vorschlägen, derjenige mit dem Zusatz „Abmahnung“!! :rofl:
Wer es bei Guuble schafft, als Fotograf zuerst mit „Abmahnung“ anstatt mit seinen Werken genannt zu werden in den Vorschlägen, wird wohl auch wissen, warum das so ist!! :wink: :joy:

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Hallo,

seit Tagen haben wir das gleiche fragliche Vergnügen mit dem Herrn Kneschke. Auch uns wurde über eine „NimmDirEinFreiVerfügbaresBild“-Seite ein ganz einfaches kleines Bildchen angeboten. Wir haben es zur Illustration einer News auf unserer Vereinshomepage in durchweg nicht kommerzieller Absicht genutzt und wurden nun angeschrieben.

Als freundliche Mitmenschen waren wir sogar willens, eine Nachlizenzierung durchzuführen und dies sogar, obwohl wir auf eine weitere Nutzung des Bildes verzichten. Obwohl wir mittlerweile erneut eine kostenlose Variante über einen Probemonat bei einem kommerziellen Bildportal völlig legal erworben haben, will Herr Kneschke weiterhin seinen Vorteilspreis von 450 Euro zzgl. der Mwst. in Rechnung stellen.

Noch schräger wird die Situation, da Hr. Kneschke zugegeben hab, dass er selber gar nicht der Künstler des Bildes ist. (So sagte er: Das Urheberrecht ist in Deutschland nicht übertragbar und verbleibt beim Zeichner, mit dem ich zusammenarbeite.)

Dafür hat er uns aber - und nun wird es wild - eine selber erstellte, eidesstattliche Erklärung zugesendet, derzufolge er die „ausschließlichen Nutzungsrechte an den betroffenen Bildern sowie das Recht zur Rechteverfolgung besitzt“. Letzteres praktiziert der (Mit-)Mensch - so ist es u.a. diesem Forum zu entnehmen - ja sehr konsequent.

Es wäre toll, von Euch den aktuellen Stand Eures Verfahrens zu erfahren. Es sollte kein Problem werden, im Schulterschluss und unter Nutzung des in Digitalisierungsfragen doch stellenweise überforderten Rechts, dem Kollegen die Schranken aufzuzeigen.

Grüßle von einem rein gemeinnützigen Verein

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Nichts für ungut - ihr habt als Opfer von R.K. mein Mitgefühl!

Allerdings würde es allen Beteiligten, den „Opfern“, den Foren-Benutzern und allen, die helfend an der Diskussion teilnehmen, dienlich sein, hier auch einmal Nachweise zu den Vorwürfen zu erbringen!!

Die Aussagen von @dvkaiser sowie @MotoGo mögen ja wahr und richtig sein?! Aber als „nagelneuer Foren-Benutzer“ in einen lfd. Thread solche Texte mit eklatanten Anschuldigungen, ohne jegliche „PROOFS“ zu veröffentlichen, hat immer einen „faden Beigeschmack“!!
Dazu würden ja alleine schon PDFs der genannten Briefe usw. ausreichen (natürlich mit pers. geschwärzten Daten) mal diesen Beigeschmack auszuradieren! :wink:
Das ist nämlich eine völlig normale Vorgehensweise, welche zum Beispiel auch in speziellen Themen-Foren (z.B. zum Urheberrecht) so vorausgesetzt wird !
In Zeiten von Verschwörungstheorien und Fake-News etc. pp. sollte ein „Proof Of Evidence“, auch für den eigenen Leumund, doch selbstverständlich sein!! :wink:

  1. was vip sagt.
  2. Bild von Website nehmen und ggf. nachlizenzieren - dann ist man einem juristisch einwandfreien Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch nachgekommen. Ein verschuldensabhängiger Schadensersatzanspruch ist auch bei dieser Hobbywebsite nicht gegeben und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gericht anderweitig entscheiden würde.

In jedem Fall nicht einschüchtern lassen, nicht zahlen und im Zweifelsfall das Thema in die Hände eines spezialisierten Anwalts geben. Dann sollte das wasserdicht sein.

Ich tu mich damit schwer, da es ein Brief an die Grundschule ist.
Aber ich kann die Stellungnahme von „Frag-einen-Anwalt“ hier (geschwärzt) posten.

Das sollte auch erklären, warum wir (privat) letztlich gezahlt haben. Wir wollten es nicht auf eine Klage ankommen lassen.

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Verstehe die Vorgehensweise, wenn es eine private Webseite gewesen wäre. Der Fehler liegt beim Schulamt, die können sich nicht einfach herausreden, dass die Haftpflicht nicht zahlt. Der Online-Anwalt hätte das aber auch bemerken können … darauf ging er gar nicht ein. Schade, das nennt man wohl Lehrgeld zahlen.

Ist doch alles tutti! :wink: Vielen Dank erstmal…
Du musst hier ja nichts posten, was dir aus irgend einem Grund unangenehm ist !! Es wird dich ja auch keiner dazu zwingen, wenn du es nicht möchtest…Alternativ kann man auch dem Team solche Proofs per PN schicken.
Es ist halt sinnvoll, zumindest einen Proof von irgend einem Teil des Gesamtvorgangs zu sehen. Stell dir mal vor, wenn Hr. Kneschke hier mitlesen sollte und nicht damit einverstanden ist, was wir hier schreiben (ohne Nachweise). Bei seiner bisherigen Art und Weise, Geld zu verdienen schickt der noch ne Anzeige wegen Verleumdung oder eine Abmahnung wegen Verwertung seines ureigenen Namens oder ähnliches! :joy:
So kann man immer zumindest argumentieren, dass es sich um reale Fälle handelt…

Zum neuesten Stand der Dinge:
Ich hatte den Vorgang an die vorgesetzte Dienststelle in Arnsberg weiter geleitet - ebenso die Stellungnahme zu der überhöhten Rechnung des Anwalts. Einzige Reaktion aus Arnsberg: Sofort die Unterlassungserklärung unterschrieben zurückschicken, sonst entstünden wieder Mehrkosten. Dann nichts mehr.
Verunsichert hat meine Schulleiterin nochmal nachgehakt, ob wir noch irgendetwas tun müssten. Antwort lautete: Die Forderungen sind wohl rechtmäßig, wir hätten das erste Angebot zur gütlichen Einigung annehmen sollen. Jetzt gehts nur noch um Schadensbegrenzung, also um Verhandlungen zur Reduzierung der Forderung.
Meine Interpretation: Man will sich nicht auf juristische Auseinandersetzungen einlassen und sieht in der Zahlung den einfachsten Weg, die Sache vom Tisch zu kriegen.
Doof - das weiß der R.K. sicher genau und verdient weiter seine 10.000 im Monat, bis jemand mal den Mumm hat, dagegen zu klagen.

FAQ: Unterlassungserklärung unterschreiben???

  • Welche Folgen hat die Unterschrift bei einer Unterlassungserklärung?
    Mit seiner Unterschrift verpflichtet sich der Schuldner zur Unterlassung des abgemahnten Tatbestands. Ein Verstoß gegen die Unterlassungserklärung zieht in der Regel eine hohe Vertragsstrafe nach sich.

  • Sollte ich eine Unterlassungserklärung einfach unterschreiben?
    Nein, eine Unterlassungserklärung sollte zunächst von einem Anwalt geprüft werden. Diese kann dafür sorgen, dass eine modifizierte Unterlassungserklärung formuliert wird, die an angemessene Bedingungen geknüpft ist.

  • Was passiert, wenn ich mich weigere die Erklärung zu unterzeichnen?
    Der Geschädigte kann in diesem Fall eine Unterlassungsklage anstreben.

Doch Verbraucherschützer und Rechtsbeistände warnen vor dem unmittelbaren Unterschreiben der Unterlassungserklärung, denn häufig verbergen sich darin Klauseln, die nur für den Anwalt als „gefährlich“ zu erkennen sind…

Mit der Abmahnung weist der Gläubiger zunächst auf den Tatbestand und den Schaden, der ihm dadurch entstanden ist, hin.

Der Abmahnung liegt in der Regel eine vorformulierte Unterlassungserklärung bei – Juristen bezeichnen diese als strafbewehrte Unterlassungserklärung –, die unterschrieben werden soll. Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich der Schuldner zur Unterlassung des abgemahnten Tatbestandes.

Gleichzeitig enthält die Abmahnung in den meisten Fällen eine Vertragsstrafe, die den Schuldner daran hindern soll, die Rechtsverletzung noch einmal zu begehen. Darüber hinaus können in der Abmahnung auch Kosten und Beiträge angeführt werden, wie zum Beispiel Schadensersatz oder die entstandenen Kosten für den Rechtsanwalt.

Allerdings sei auch vor einer zu schnellen Unterschrift der Unterlassungserklärung gewarnt. Denn je nach Formulierung der Unterlassungserklärung kann es nämlich möglich sein, dass der Schuldner seine eigenen Rechte einschränkt. In jedem Fall sollte ein Anwalt deshalb die Unterlassungserklärung überprüfen, bewerten und gegebenenfalls modifizieren!!

:wink:

Wie zuvor bereits erwähnt, wird die der Abmahnung beiliegende strafbewehrte Unterlassungserklärung meist mit Blick auf die Bedürfnisse bzw. Ansprüche des Rechteinhabers formuliert. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass die Erklärung mehr Rechte beschränkt, als für die Durchsetzung des Anspruchs auf Unterlassung unbedingt notwendig ist.

Daher bist du nicht verpflichtet, die strafbewehrte Erklärung zu akzeptieren bzw. zu unterschreiben. Stattdessen besteht die Möglichkeit, einzelne Formulierungen oder Forderungen anzupassen und dadurch eine modifizierte Unterlassungserklärung zu erstellen. Diese Option besteht grundsätzlich auch dann, wenn die Vorwürfe der Abmahnung berechtigt sind, du also tatsächlich gegen geltendes Recht verstoßen hast.

Allerdings kannst du zum Beispiel bei einer Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung eine modifizierte Unterlassungserklärung nur abgeben, solange Sie die strafbewehrte Version nicht unterschrieben und zurückgesendet haben!! Denn durch die Unterzeichnung akzeptierst du alle aufgeführten Vertragsbedingungen.

Ähnlich wie viele andere juristische Schreiben folgen auch eine Abmahnung und eine (modifizierte) Unterlassungserklärung beim Aufbau einem bestimmten Muster. Dies zeigt sich unter anderem bei den unzähligen Rechtsverstößen aufgrund von Filesharing. Denn häufig müssen dabei nur die personenbezogenen Daten ausgetauscht und ein paar kleine Anpassungen vorgenommen werden.

Grundsätzlich beinhaltet eine Unterlassungserklärung in der Regel folgenden Bestandteile:

  • Aufforderung, ein bestimmtes und konkret benanntes rechtswidriges Verhalten in Zukunft zu unterlassen, Androhung einer nicht unbeachtlichen Vertragsstrafe für den Fall der Zuwiderhandlung und Rechnung über die entstandenen Kosten der Abmahnung ( u.a. Anwaltshonorar und Auslagen bei der Täterermittlung).
    Trotz dieser grundlegenden Elemente bietet die modifizierte Unterlassungserklärung viele Punkte und Formulierungen, die sich anpassen lassen. Dabei ist es allerdings häufig ratsam, die Bearbeitungen auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Denn der Geschädigte ist nicht dazu verpflichtet, die von Ihnen aufgesetzte modifizierte Unterlassungserklärung zu akzeptieren.

Scheitert dadurch die außergerichtliche Einigung mithilfe einer Abmahnung, folgt in vielen Fällen eine Unterlassungsklage…!

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