Operation Black Out: Einstellung eines illegalen IPTV-Netzwerks

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Während Razzien bei IPTV-Anbietern und -Wiederverkäufern in Europa keine Seltenheit sind, sind die italienischen Behörden einen Schritt weiter gegangen und haben gewarnt, dass auch die Käufer illegaler Abonnements ins Visier genommen werden. Zum aktuellen Zeitpunkt wurden die Nutzer nicht als Ziel in dieser Angelegenheit bezeichnet, aber angesichts des Ausmaßes und der italienischen Erfolgsbilanz kann dies nicht ausgeschlossen werden.
Nach einer Operation im vergangenen Dezember warnte die Polizei, dass sie sich darauf vorbereite, bis zu 50.000 Nutzer für mögliche kriminelle Handlungen zu identifizieren! Dies folgte auf eine erste Ankündigung im Februar letzten Jahres, in der berichtet wurde, dass 223 Abonnenten den Justizbehörden zur Strafverfolgung gemeldet worden waren.
Im September 2020 teilte die Guardia di Finanza mit, dass sie nach einer weiteren Operation an der Identifizierung von weiteren 1.000 IPTV-Abonnenten arbeitet, die wegen Verstößen gegen das Urheberrecht und Hehlerei mit bis zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 25.000 Euro rechnen müssen.
Wenn sich das juristische Vorgehen der italienischen Behörden auf die Benutzer eklatant ausweitet und es auch zu Verurteilungen dabei kommt, besteht eine große Chance, dass deutsche Behörden / Justiz es zukünftig ähnlich handhaben werden. Es bleibt zumindest spannend, was sich hinsichtlich dieser Vorgänge in Italien noch so alles tun wird in nächster Zeit!