MyAuto.to Interview: Fluchtpunkt für Mechatroniker & Schrauber

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Schöner Artikel. Und ein noch viel schöneres Projekt. Ich selbst habe zwar keine Ahnung von Autos, allerdings gefällt mir die Idee einer zentralen, deutschsprachigen Anlaufstelle für gängige und weniger gängige Software. Auch das P2P und direkt Downloads angeboten werden ist eine gute Sache!

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Schade, dass sich der Author @Ghandy und der Interviewte auf die Verbrenner Lobbyismus reingefallen ist.

Ok räumen wir mit dem Unwissen oder Halbwissen oder Fake News auf die hier @Ghandy in seinem Beitrag veröffentlich hat:


Tarnkappe.info: Auch die Entsorgung der Akkus ist ein echter Knackpunkt.

hier bemängelt @Ghandy das die Entsorgung von E-Auto Akkus ein “Knackpunkt” ist. Wie jeder wissen sollte der sich nur 5 Minuten damit auseinander gesetzt hat, Akku’s werden nicht Entsorgt sondern Recycelt. Es wäre auch extrem dumm, dass teurste teil am E-Auto einfach weg zu werfen. Das Recyceling der Akku’s ist schon zu über 95% möglich. Das bedeutet es werden 95% der verbauten Materialen wiederverwendet ! Nicht für immer weggeworfen, so wie das bei Verbrennern z.b. Täglich passiert, dort wird unwiderbringlich Rohstoffe Zerstört, diese sind für immer weg ! Bei E-Autos ist das nicht der Fall,
Urteil: Unwissen oder Fake News
Fakten Quelle: https://youtu.be/pwoRxee97Rs


JOK3R: Wenn sich an der Laufleistung der Elektroautos nichts ändert, grenzt dies den möglichen Käuferkreis weiterhin enorm ein. Ich persönlich sehe die Produktion der hierfür benötigten Batterien als sehr kritisch und würde mir derzeit kein Elektroauto anschaffen.

Grundsätzlich spricht er hier von Batterien, diese werden in E-Autos gar nicht verbaut, sondern es werden sogenannte Akkumulatoren (kurz: Akku) verbaut.
Was er mit Laufleistung meint, kann ich nur raten, es könnten 2 dinge gemeint sein. Einmal die Laufleistung als “Autoleben”, da sind wir derzeit bei 1.000.000 km die garantiert werden. Dies bedeutet, wenn man 10.000 km im Jahr fährt, kann man mit so einem Akku heutzutage schon 100 Jahre fahren und erst dann würde er vielleicht ausgetauscht (austausch kostet übrigens soviel wie ein austausch eines verbrenner motors, also nicht viel, ich meine ich hätte irgendwas mit 7.000€ gelesen) werden müssen.

Falls er aber nicht die Laufleistung des Autolebens meint sondern die Laufleistung mit einer Akkuladung:
Alltagsbetrieb – Wer sein Auto zu Hause oder beim Arbeitgeber laden kann, darf sich vom Gedanken, jede Woche tanken zu müssen, verabschieden. Die üblichen 15 Minuten Aufwand unter der Woche reduzieren sich auf ein paar wenige Sekunden, denn das Auto lädt während es ohnehin stillsteht und man spart Zeit: Die eigene „Zapfsäule“ ist zweifelsohne ein grosses Plus an Komfort. Wer Nachts in der blauen Zone parkieren muss, kann schon heute unzählige Lademöglichkeiten bei Einkaufszentren, Kinos, Restaurants etc. nutzen. Und da in der Schweiz das Auto täglich im Mittel nur 24 km gefahren wird, muss ein modernes Elektroauto also auch erst nach 10-14 Tagen wieder an die Steckdose.

Wirklich relevant ist die Dauer des Ladevorgangs also nur, wenn man sich auf Langstrecken von 300 km und mehr begibt. Die meisten der Fahrzeuge am Markt sind in 30-40 Minuten wieder zu 80% geladen (wobei das Tesla Model 3 aktuell am schnellsten laden kann, aber das wird sich Monatlich ändern, da die Techniksprünge immer weiter gehen). Während sich die Passagiere nach drei bis vier Stunden Fahrt ein leckeres Mittagessen gönnen, lädt das Elektroauto somit wieder genügend Energie für die nächste Etappe. So kommt man zum Beispiel von Zürich nach Hamburg mit nur ein bis zwei (Lade-)Pausen; Unterbrüche, die der gesunde Menschenverstand ohnehin verlangt. Geladen wird an Schnelladestationen und schon heute gibt es in den meisten Ländern Europas mehr Ladestationen als Tankstellen. Schon jetzt kann ein Tesla Model 3 an einer Schnellladestation mit ~200 kW laden. Also extrem schnell siehe hier:
Beispiel schnelllade Video vergleich zwischen Tesla Model 3 und Audi eTron: https://www.youtube.com/watch?v=PPrVZtzAqX4

Das schnellladen wird noch viel schneller werden, Aktuell gibt es Säulen die schaffen 350 kW und diese gibt es schon auf der Autobahn. 500 kW Ladesäulen gibt es schon entwickelt und werden nun langsam kommen. Aktuell können die e-Autos aber noch nicht alle sooo schnell laden.

Dann bemängelt er ja noch die Produktion der Akku’s,
Aus Sicht der Wissenschaft:
Aus aktuellem Anlass veröffentlichtlichen wir hier unsere Stellungnahme zu den immer wieder zitierten Studien zur Umweltverträglichkeit von e-Fahrzeugen:
Zu den sog. „Schweden“ – bzw. Ifeu-Studien:

Das problematische an solchen Studien ist, dass sie meist nur in Fachkreisen komplett gelesen werden und häufig auch nur über Fachzeitschriften kompetent kommuniziert werden. Wir haben das während der letzten 26 Jahren, seit Beginn des Projektes „Carsharing mit e-Mobilen und erneuerbaren Energien“, immer wieder erlebt Was dann „außerhalb“ dieser Fachkreise publiziert wird, zeichnet leider oft ein verzerrtes Bild. Vor allem auch, weil da viel voneinander abgeschrieben wird. Wir kennen diesen „Stille-Post-Effekt“ auch aus anderen Zusammenhängen. In diesem Fall ist in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass man für die Produktion von Akkus für e-Fahrzeuge Energien fossiler Herkunft braucht. Das ist aber im Unterschied zur Erdölförderung/Teersandabbau/Fracking oder Treibstoffherstellung in Raffinerien usw. nicht der Fall. Akkus lassen sich bereits heute bestens mit 100% Strom aus erneuerbaren Energien herstellen. Da dies nicht nur ökologischer sondern auch wesentlich kostengünstiger ist, sind erneuerbare Energien der Schlüssel zu preiswerten Akkus für den Massenmarkt.

Zum Thema PKW Allgemein: Ein PKW ist nie „umweltfreundlich“. Unabhängig von der Antriebsart. Dafür werden allein schon beim Bau der Karosserien zu viele Ressourcen verbraucht. Vermeiden klappt bei uns schon ganz gut, Abschaffen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus unserer Sicht realitätsfern, da für viele Menschen die Einschränkungen in der Mobilität zu groß wäre.

Zum Thema „seltene Erden“: Bei Fossilautos der Einsatz von „Seltenen Erden“ unvermeidbar: Bei E-Autos hingegen sind sie für die Antriebseinheit nicht notwendig.
Beispiele:
Zündkerzen: Yttrium
Katalysatoren: Cer, Lanthan, Yttrium, Praseodym, u.a.
zusätzlich Problematisch: Platin und Rhodium
SCR-Katalysatoren: Samarium
Lambdasonden: Yttrium
Anlasser: Neodym
Eine seltene Erde im wahrsten Wortsinn sind auch die Urwälder z.B. in Indonesien. Dort und anderswo werden im großen Stil Tropenwälder für Palmöl gerodet. Palmöl, das dann auch als Additiv in fossilen Treibstoffen eingesetzt wird. (Biodiesel, E10…). Der Biospritanteil in Treibstoffen ist in den letzten 10 Jahren schrittweise immer weiter erhöht worden. Es gibt Planungen, den Biospritanteil in Treibstoffen weiter zu erhöhen. Die Kritik daran wird aber immer lauter. Es darf dabei auch nicht übersehen werden, daß der wachsende Anteil an Biosprit in den Treibstoffen die Lebensdauer der Motoren deutlich verkürzt (Ressourcen).

Fossilautos brauchen mehr Strom als Elektroautos. Der Strom für die Erdölraffinierien kommt zu 100% aus Kohle- (manchmal auch Atom-) Kraftwerken. Die Raffinerien stehen deshalb immer in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesen Kraftwerken. Mit eigenem Anschluss. Die Betreiber begründen dies mit der der sog. „Prozess-Sicherheit“. D.h.: Sie bestellen beispielsweise für nächste Woche Montag 10:00 XXX Mw/h Strom beim Kohle- oder Atomkraftwerk „um die Ecke“ und bekommen exakt diese Menge auf die Sekunde genau über eine eigene Stromtrasse geliefert. Es gibt kein Förderstätten von fossilen Energieträgern oder Erdöl-Raffinerien, die mit Strom aus erneuerbaren Energien arbeiten. Zur Strommenge pro Liter Treibstoff gibt es unterschiedliche Angaben. (Für Diesel muss das Erdöl stärker erhitzt werden als für Benzin usw…). „Über den Daumen“ lässt sich aber sagen, dass die Herstellung von Treibstoff für 100 km Strecke genauso viel Strom benötigt, wie ein vergleichbares Elektroauto für die gleiche Distanz verbraucht. Um das Erdöl aus der Erde zu bekommen und zur Raffinerie zu transportieren, muss ebenfalls sehr viel fossile Energie aufgewendet werden. Von der Raffinerie „in den Tank“ dann auch noch mal. Somit braucht ein Fossilauto mehr (Kohle/Atom-) Strom als ein E-Auto…. Zusammenhang mit internationalen Klimazielen (Paris 2015) Die Konsequenz aus dem Klimavertrag von Paris ist, dass wir nicht nur das fossile Zeitalter beenden, sondern auch den Verbrauch (= Produktion) von Energie deutlich reduzieren müssen. Dekarbonisierung + weniger Verbrauch = Erfolg! Der Masterplan des Flecken Steyerberg sieht vor: 95% weniger Emissionen und eine Halbierung des Primärenergieverbrauchs. Der Verkehr hat dabei einen Anteil von ca. 50%. Nicht nur Gebäude und Fahrzeuge, sondern auch die Produktion von Wirtschaftsgütern muss auf 100% erneuerbare Energien umgestellt werden. Dies gilt natürlich auch für die Produktion von Batteriespeichern und Fahrzeugen.

Zum Thema Recycling: Der Grund für die oft pessimistischen Aussagen zum Recycling von Akkus aus E-Autos ist u.a., dass es noch keine Recyclinganlagen im großen Stil gibt. Das liegt aber daran, dass es noch keine Akkus gibt, die so weit „runter“ sind, daß sie recycelt werden können/müssen. In Hannover hat die Enercity einen Großspeicher mit gebrauchten Akkus aus E-Autos geplant. Nun machen sie es mangels recyclingreifen Speichern mit fabrikneuen(!) Akkus. Interessant ist die dabei gewonnene Erkenntnis: Die Lagerfähigkeit von neuen Akkus verbessert sich deutlich, wenn sie regelmäßig geringfügig be- und entladen werden. Sie altern dadurch nicht. Den Stand der Technik repräsentiert TESLA: Produktion und Recycling – und zwar nicht nur die Akkus sondern „ALLES“! – mit 100% Strom aus erneuerbaren Energien (Gigafactory). KEINE „Seltenen Erden“ im Antriebsstrang. Weder Akku noch Motor. Aber auch BMW ist schon sehr weit: Windenergiepark am Standort Leipzig. Dort wird der i3 gebaut. Es gibt dort auf dem Windparkgelände sogar eine Wildkräuterwiese, Bienen, einen BMW-Imker usw. Wir waren schon dort und haben es mit eigenen Augen gesehen. Sehr beeindruckend. Die Carbon-Elemente des i3 werden mit 100% Wasserkraft hergestellt. BMW kommuniziert seine Bemühungen, Ziele und Erfolge sehr transparent.

Hier ein paar Links falls man sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen möchte:
Faktensammlung: http://www.mythbuster.ch/Mythbuster-Elektroauto-Rotta.pdf
Erklärungen mit Fakten und Quellen: https://youtu.be/Xk9dTuudt3k
Akku Recycling: https://youtu.be/pwoRxee97Rs
Strom angst: https://www.businessinsider.de/stromnetz-besser-auf-das-e-auto-vorbereitet-als-viele-glauben-2019-6
Lithium ist böse: https://youtu.be/KDuXJT2g124
Prof. Quaschning ist ein Ingenieurwissenschaftler und Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. https://www.youtube.com/watch?v=BBdJSfGQibA

@Ghandy: wäre gut, wenn du den Artikel nochmal anpassen könntest und damit diese Fake News nicht weiter verbreitet werden.

Werde ich mir in Ruhe anschauen. Mit dem Forum hat dein Beitrag jetzt genau was zu tun? Irgendwie nichts, oder?

was meinst du mit “Mit dem Forum hat dein Beitrag jetzt genau was zu tun?”

Was an der Frage ist unverständlich? Diskutieren wir über E-Autos oder über ein Forum für Schrauber namens Myauto.to ? E-Autos werden doch nur am Rande behandelt.

achso, ja mir ging es bloß darum dass diese Fake News auch hier nicht weiter verbreitet werden und die leute sich mal mit Fakten auseinander setzen. Sorry falls du dich jetzt angegriffen fühlst.

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Ich habe die Frage angepasst. Die Antworten möchte ich nicht ändern, das ist ja seine persönliche Meinung. Und nochmals Danke für deine Erläuterungen. E-Autos sind nicht so mein Thema, aber das Forum fand ich interessant.

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Sei doch froh das wir hier einen neuen User begrüßen können der sich einbringt.

@horst Hallo! :slight_smile:

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Das bin ich auch, deswegen habe ich meinen Beitrag ja entsprechend geändert. Erstmal hallo und so. Und danke für den Hinweis!

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