Marihuana-Atemtestgerät? Forscher sind nah am Ziel

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Momentan schauen einem die Polizisten ja vor allem in die Augen, ob die Pupillen auffällig aussehen. Aber so ein Gerät würde ihnen die Arbeit stark erleichtern. Mir wäre es recht.

Wer kifft oder säuft, hat am Steuer nichts zu suchen! Und erzählt mir bitte nicht, ihr hättet das unter Kontrolle mit THC im Blut…

Ja doch schon. „THC“ im Blut hast du für Tage oder Wochen schon nach wenigen Joints, in der Zeit kein Auto zu fahren, ist unrealistisch und auch für gelegenheitskonsumenten nicht praktikabel. Also ich vertrete die Meinung, dass man, wenn am gleichen Tag nichts konsumiert wurde, sehr wohl fahrtüchtig ist. Bei den Rentern wird ja auch immer mit der angeblich vorhandenen „Erfahrung“ argumentiert, die fehlende Reaktion wett machen könne.Warum sollte ich dann nicht auch eine geringfügige Müdigkeit (Hängt in erster Linie davon ab, wann man denn ins Bett geht bzw. Wann man vor dem letzten Konsum schlafen geht), mit meiner eventuell vorhandenen „Erfahrung“ ausgleichen können?

Ich halte diese Testgeräte nicht für angebracht. In meinen Augen ist dies nur ein weiterer schritt, um die Prohibition aufrecht zu erhalten. Wobei ich aber klar anmerken will, dass ich nicht der Meinung bin, high könnte man Auto fahren. Also das nicht. Ich spreche vom unberauschten Zustand nachdem der Konsum ~12 Stunden her ist.

Ja, 12 Stunden mindestens klingt tatsächlich sinnvoll. Wäre schön wenn sich ein Politiker trauen würde, etwas daran zu rütteln. Aber der könnte sicher sein, nie wieder gewählt zu werden, würde er Cannabis legalisieren und dafür Steuern erheben, so wie für Alkohol.

Der Vorteil daran ist nämlich, das Zeug macht nicht aggressiv, sondern sehr friedlich. Aber erkläre das mal einem CDU-Wähler, dass sie das falsche Mittel legalisiert haben… :japanese_ogre: :poop: :skull:

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Stimme ich vollkommen zu! Nachweisen mit den bisherigen Mitteln, dem Pinkelbecher ist ungenau und nur eine Momentaufnahme, da man den Test selbst als Pozilei hinbekommt!! Der Urintest auf THC-Carbonsäure ist das am häufigsten angewendete Verfahren, da der Cannabis-Nachweis so sehr schnell und einfach erfolgt. Außerdem können hier die Metaboliten bis zu mehrere Wochen nachgewiesen werden, wenn der Konsum regelmäßig erfolgt. So kann schon das einmalige Rauchen von Cannabis zu einem positiven Nachweis nach 24 bis 36 Stunden führen. Die mehrmalige Einnahme führt zu einer Nachweisdauer von fünf bis sieben Tagen, ein chronischer Missbrauch lässt sich sogar für mehrere Wochen nachweisen!

Über die Haarstruktur kann ich dir den Konsum von einem Bong theoretisch auf Ewigkeiten nachweisen:
Wenn du dir nicht täglich ne Glatze schneidest, dann werden die Abbauprodukte des THC beim Haarwachstum in die Haarmatrix miteingebaut. Geht man davon aus, dass die Wachstumsgeschwindigkeit einen Zentimeter pro Monat beträgt, ließe sich in zwölf Zentimeter langem Haar ein THC-Konsum feststellen, der vor bis zu einem Jahr stattgefunden hat. Allerdings ist die Haaranalyse ein sehr fehleranfälliges Verfahren, da selbst eine wöchentliche THC-Aufnahme durch den Test oft nicht erkannt wird. Im Gegensatz dazu kann bereits der Gebrauch eines Hanf-Shampoos zu einer Einlagerung von Wirkstoffen führen, die ein positives Testergebnis nach sich ziehen.
Du bist halt immer der gearschte, auch wenns Tage her ist!!!

Da ja bei dem neuen Testgerät die genannte 12-Std. Marke eine unbekannte Variable ist, müsste man da auch, wie beim Alk eine interne Berechnung durchführen, um einen Wert zu erhalten, der dann stellvertretend z.B. für diese 12-Stundengrenze steht. Diese Berechnung wird aber nicht so einfach werden, wie beim Alkohol, da die Metaboliten ganz anders vom Organismus verarbeitet werden! :wink:

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Stimme dir vollkommen zu, Ghandy.

Unter Drogeneinfluss, egal welche Drogen - Alkohol, Dope (oder Stärkeres), opiathaltige Schmerzmittel… - ist Autofahren so ziemlich das Dümmste, was man machen kann und sollte gleichwertig behandelt, kontrolliert und bestraft werden.

„Hans Söllner“ hat die einseitige Behandlung dieser im Grunde gleichwertigen Delikte im Lied „Marijuhana für’n Herrn Zimmermann (für die Mama)“ in den 80er Jahren bereits auf den Punkt gebracht.

Vielleicht sogar noch besser in dem Lied „Hans Söllner“ mit „Edeltraut“.

Leider, leider hat sich auch über 30 (!) Jahre später daran immer noch nichts geändert!!!
Ich hab’s schon fast aufgegeben, dass ich das noch erleben werde.

Mir wär’s noch gleich, wenn man sich nur selbst gefährden würde. Wenn die Beifahrer und alle anderen Teilnehmer am Straßenverkehr betroffen sind, sieht die Welt mal ganz anders aus.

Der Typ widerspricht sich selbst, gerade in den USA hat sich mehr als deutlich gezeigt das die Unfälle NICHT gestiegen sind, soweit ich weiß sind die mit der Legalisierung sogar zurück gegangen.

Grundsätzlich wäre ich dafür die Einflüsse genauer zu untersuchen, denn in sehr vielen Fällen sind bekiffte Fahrer sehr sicher unterwegs.

Du kannst nicht einfach „Drogen“ über einen Kamm scheren. Wenn du emotional aufgewühlt bist, dann ist das mindestens so schlecht für die Fahrtauglichkeit wie irgend ein Rausch.
Du kannst auch nicht einen kleinen Joint mit Crack oder Alkohol vergleichen, das ist einfach Unsinn.

Tests haben schon gezeigt das ein bisschen Kiffen viele Fahrer ehr vorsichtiger macht und damit auch sicherer.
Nein, natürlich nicht immer und nicht in jedem Fall, aber es ist falsch das pauschal zu behaupten, genau so falsch wie zu behaupten das man kiffen könnte was uns so viel man möchte.

Ich selbst kenne Patienten, die MÜSSEN kiffen um Auto farhen zu könne, sonst besteht die Gefahr das sie Krampfanfälle bekommen und einen schweren Unfall bauen.
Diese Menschen machten eine MPU UNTER EINFLUSS VON THC, haben also vorher gekifft.

Es gibt also heute schon Leute in Deutschland die legal sehr viel kiffen dürfen (sogar müssen) um Auto fahren zu dürfen. Keiner von denen ist durch unsicheres Fahren oder Unfälle auffällig geworden.

Warum nur von einer Bong? Das ist doch Unsinn, die Art der Einnahme spielt da keine Rolle, man kann auch Joints rauchen oder was essen un es in den Haaren nachweisen. Es geht hier nur um die Mengen.
Und natürlich nicht ewig, nur solange das Haar auch noch das selbe ist wie zum Zeitpunkt des Konsums.

Der deutsche Staat sieht das anders. Es gibt viele die legal bekifft Auto fahren in Deuschland. Ich sehe das auch ehr unkritisch, man müsste eben den Grad der Bekifftheit bzw die Fahrtauglichkeit kontrollieren und nicht die Menge an irgendwelchen Stoffen im Körper.

Irgendwie bist du der erste, der sich über den Begriff des Bongs aufregt! Ist wohl selbstredend klar, dass es auch andere Formen der Zufuhr gibt…
Und wie der Nachweis über das Haar funktioniert, wurde oben doch auch beschrieben!

Die Aussage entbehrt jeglicher Grundlage, ist so einfach nicht richtig! Denn wenn jemand auf Grund seines Krankheitsbild nicht in der Lage ist ein KFZ zu führen, dann ist das erstmal Fakt.
Natürlich gibt es da auch Ausnahmen von der Regel…
Kiffen und Autofahren geht nicht zusammen. Das hat der BGH klargestellt. Zwar wird Cannabis-Liebhabern nicht grundsätzlich die Fahreignung abgesprochen, wie das bei den Konsumenten härterer Drogen der Fall ist. Wenn Autofahrern aber zu viel THC im Blut nachgewiesen wird, drohen ihnen Bußgelder und ein zeitweiser Führerscheinentzug. Nun ist Cannabis nicht nur ein Rauschmittel, sondern auch Medizin. Müssen auch Verkehrsteilnehmer, die Cannabis auf Rezept bekommen, um ihren Führerschein bangen?

Einige tausend Menschen in Deutschland dürfen derzeit legal Cannabis konsumieren, weil es ihnen vom Arzt verschrieben wurde. Es sind vor allem Schmerzpatienten, aber auch Menschen, die unter ADHS, Spastiken oder Depressionen leiden. Hier kann der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) Linderung bringen. Es ist Polizeibeamten oft gar nicht bekannt, dass es legales Cannabis zu medizinischem Gebrauch gebe. Bei Straßenverkehrskontrollen besteht die Gefahr, dass die Cannabispatienten kriminalisiert werden.

Die Bundesregierung hat vor ca. 3 Jahren nun klar zu der aktuellen Gesetzeslage festgestellt: Wer THC auf Rezept bekommt, wird hinsichtlich der Teilnahme am Straßenverkehr genauso behandelt wie andere Patienten, die unter einer Dauermedikation stehen, bzw. die ein psychoaktives Arzneimittel verordnet bekommen haben. Sprich: Solange sie in der Lage sind, ein Fahrzeug sicher zu führen, dürfen sie am Straßenverkehr teilnehmen.
Wenn Cannabis aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels" herrühre, drohten dem Autofahrer grundsätzlich keine Sanktionen. Allerdings könne auch den Patienten die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn sie ihre Medikamente missbräuchlich konsumierten, heißt es in dem Schreiben der Bundesregierung. Außerdem müssten die Betroffenen darauf achten, dass ihre Fahrtüchtigkeit in der Einstellungs- und Eingewöhnungsphase beeinträchtigt sein könnte. Einen Grenzwert, ab dem THC im Blut strafbar ist, gibt es der Bundesregierung zufolge nicht. Anders als „normale“ Kiffer dürfen die Patienten auch dann ans Steuer, wenn noch THC im Blut nachgewiesen werden kann. Entscheidend ist für sie also lediglich die Fahrtüchtigkeit.

Die Wirkung der Substanz als Therapeutikum unterscheide sich deutlich von der bei missbräuchlichem Konsum, stellte die Bundesregierung klar. Drogenkonsumenten wollten sich berauschen, Patienten nähmen solche Substanzen, um einem Leiden entgegenzuwirken. Anders als die „Spaß“-Konsumenten seien die Patienten sehr zuverlässig und verantwortlich und verhielten sich regelkonform.

Einen Nachweis über ihre Dauermedikation müssen die Betroffenen übrigens nicht mitführen. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird aber empfohlen, am Steuer eine Ausfertigung des Betäubungsmittelrezeptes oder eine Bescheinigung des Arztes mitzunehmen.

Ich habe diese interessante Stelle gerade erst gefunden und muss sagen, was mir durch den Kopf geht:
Ich muss dem VIP zustimmen, die JPM-Erklärung hat keine Grundlage. Und du vergleich eine kranke Person (die einen Anfall hat usw.), die eine ärztliche Anweisung zum Fahren hat, mit einer normalen Person. Das ist einfach nicht von Apfel zu Apfel. Sie brauchen es, damit sich der Muskel entspannt… und wie macht das eine normale Person aus? Selbst das Fahren unter Einfluss von Marihuana ist als Verkehrsordnungswidrigkeit geahndet worden.

" Ausschlaggebend für die bei einem wegen Alkohol- oder Drogenkonsums ausgestellten Bußgeldbescheid greifende Verjährung ist dabei die im Einzelfall drohende Geldbuße. Diese kann bis zu 3.000 Euro betragen (vgl. § 24a StVG)."
quelle: https://bussgeldcheck.bild.de/c/bussgeldbescheid-verjaehrung/

Damit das alles gesagt ist… es ist nicht akzeptabel, irgendeine Art von Auto zu fahren, es sei denn, du hast besondere Bedingungen =D