Lesetipps: Hintertüren in Videospielen und Zugriff auf Postsendungsdaten

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Zu „Videospiele sind ein Tummelplatz für böse Terroristen“:

Ich dachte eigentlich das Thema ist endlich gegessen. Falsch gedacht.
Das der Zusammenhang zwischen Shootern und gewalttätigen Tendenzen längst widerlegt ist sollte jedem klar sein. Wenn es einen Gamer gibt der Amok läuft, liegt das eher an der Psyche bzw an dem Charakter dieses Menschen als daran, dass er ein Spiel gespielt hat. Sonst gäbe es seit 2 Jahrzehnten täglich solche Zwischenfälle bei der Anzahl an Spielern. Besonders heute!

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das Games, im besonderen Shooter, zwar Fähigkeiten/Wissen wie taktisches und strategisches vorgehen, Reflexe (beim Autofahren sehr hilfreich!), die Waffen- und Munitionsarten bzw das feuern auf ein bewegliches Ziel im Sinne des „vorhaltens“, Grundlagen der Ballistik lehrt aber da trennt sich fiktion und realität.
Auf den Umgang mit einer echten Schusswaffe bereitet ein Spiel nur sehr rudimentär vor. Es braucht eine ganze Menge praktischer Übung um eine akzeptable (!!!) Trefferrate zu erreichen. Und das nur im Stillstand. In der bewegung mit adrenalin im blut, eventuell selbst unter Feuer… Das lässt sich nicht simulieren. Laden, entladen, durchladen und holstern der waffe, das beheben von Ladehemmungen ohne sich selbst zu verletzen, die Pflege von Schusswaffen usw. sind alles Skills die kein Spiel vermitteln kann, sondern nur durch Wiederholungen in der Praxis erworben werden können.

Der verehrte Politiker sollte dabei nicht vergessen das Shooter auch angehenden Militär’s, Polizisten und nicht zuletzt Sicherheitsmitabreitern zugute kommen. Wie fast alles hat auch diese Technologie zwei Seiten.
Ob eine Hintertür kommt? Ich hoffe nicht aber zuzutrauen ist inzwischen wohl alles… Unser Glück ist vllt. die Warez-Scene und ihre Patches in diesem Fall.
Edit:
Und das die Games-Industrie Milliarden schwer ist. XD

Schufa:

Davon mal abgesehen, dass diesen lebenszerstörenden und mit bester Spionage-Technik ausgestatteten Verein der Schufa, nur sein eigener Hausmeister denen die Stange hält und den Laden gut findet…

Ein Angebot der Schufa, die Zahlungsfähigkeit von Verbrauchern künftig auch anhand von deren Kontoauszügen zu bewerten, sorgt für Wirbel. Die Auskunftei hat in Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkkonzern Telefónica/O2 getestet, ob Verbraucher bereit sind, die für die Bewertung relevanten Kontodaten für zwölf Monate bei der Schufa speichern zu lassen. „Dabei fließen aktuell noch keine Daten“, sagte Schufa-Vorstandsmitglied Ole Schröder am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Verbraucherschützer und Politiker kritisierten das Projekt, das der Konzern am Freitagabend für beendet erklärte.

„Die Ergebnisse dieses Tests haben unsere Erwartungen leider nicht erfüllt“, teilte Telefónica/O2 der dpa mit. „Daher hat Telefónica/O2 heute beschlossen, den Test zu beenden und das „CheckNow“-Verfahren der Schufa nicht mehr länger zu nutzen.“

Bei dem Test konnten mögliche Neukunden, die aufgrund ihrer schlechten Bewertung normalerweise keinen Handyvertrag bekommen würden, sich von der Schufa auf ihr Konto schauen lassen. „Denn bei Telefónica gibt es vereinzelt potenzielle Kunden, deren Vertragswunsch aufgrund einer fehlenden beziehungsweise unzureichenden oder älteren negativen Bonitätsinformationen abgelehnt werden musste, obwohl ihre aktuelle finanzielle Situation völlig unproblematisch war“, so der Konzern.

Quelle u.a. heise

Getrieben vom Gesetzgeber hat sich die Schufa zwar nach und nach für Verbraucherauskünfte geöffnet und ihr einschlägiges Portal „MeineSchufa.de“ ausgebaut. Es könnte aber fraglich sein, ob die Informationspraxis der Wirtschaftsauskunftei mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) übereinstimmt: Wer direkt online Einsicht etwa in die persönliche Kreditwürdigkeit und die zugehörigen Score-Werte nehmen will, muss dafür auf der Plattform eine einmalige Einrichtungsgebühr von 9,95 Euro zahlen, dazu kommen mindestens für ein Jahr Zusatzkosten in Höhe von 3,95 Euro monatlich.

In der DSGVO heißt es dagegen in Artikel 15, dass verantwortliche Stellen einem Auskunftssuchenden „eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung“ stellen müssen. Erst für weitere Anträge könne „ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten“ verlangt werden. Stelle die betroffene Person den Antrag elektronisch, müssten die Informationen „in einem gängigen elektronischen Format“ ausgeliefert werden. Gratis ist bei der Schufa aber nur eine „jeweils einmalige“ Herausgabe einer „Datenkopie“ in Papierform, was sich in sich widersprüchlich anhört. Bis diese erstellt sowie auf dem Postweg versandt ist und beim Empfänger eintrudelt, können einige Tage oder gar Wochen vergehen.

Datenschützer sind kritisch:

Die hessische Datenschutzbehörde, die über die Schufa wacht und bereits Pannen bei dem Unternehmen festgestellt hat, sieht deren Auskunftsverfahren zum Teil kritisch. Ein Referent der Kontrollinstanz erklärte gegenüber der Welt, den Konzern bereits zu einer Stellungnahme aufgefordert zu haben. Er prüfe, Adiese Praxis zulässig sei. Die Schufa begründet ihren Ansatz damit, dass nur beim Postversand gewährleistet sei, dass das Informationsblatt den richtigen Adressaten erreiche. Dieses Verfahren sei mit den Datenschützern abgestimmt. Über „MeineSchufa“ können sich Nutzer aber mit der Prüfziffer auf der Rückseite des neuen Personalweises legitimieren, sofern sie zuvor ein Post-Ident-Verfahren durchlaufen haben.

Ihren Scoring-Algorithmus zur Bonitätsprüfung hütet die Auskunftei zudem wie einen Schatz. Auch hier dürfte es zu Konflikten mit der DSGVO kommen. Diese besagt, dass Betroffene bei einer „automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling“ gegebenenfalls „aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung“ beziehen dürfen. Die Schufa müsste ihre Bewertungskriterien demnach deutlich transparenter machen als bisher.

Offen bleibt ferner, wie das Unternehmen den weiteren Rechten auf „Datenübertragbarkeit“ zu anderen Anbietern „in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format“ oder dem auf „Berichtigung oder Löschung“ falscher Angaben nachkommen wird. Zumindest theoretisch finden sich diese Ansprüche auch in der jüngst überarbeiteten Datenschutzerklärung der Schufa. :wink:

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Sagst du…!! :rofl: :rofl:

Gilles de Kerchove, sagt im O-Ton dazu:
Terroristen könnten sie zur Vorbereitung von Anschlägen sowie als Kommunikationsmittel nutzen. Kampfspiele seien geeignet, um Angriffsszenarios zu testen… :crazy_face:
Der Belgier betont, Extremisten würden bereits Videospiele für Propagandazwecke missbrauchen. Insbesondere Rechtsextremisten in Deutschland hätten Titel entwickelt, in denen man auf Araber, den jüdischen Milliardär George Soros oder die Bundeskanzlerin schießen könne. Zusätzlich weist der Politiker auf die Gefahr von Geldwäsche über Spielwährungen hin. Der Spielebereich sei nicht als Ganzes problematisch, aus Sicht der Terrorbekämpfung jedoch zu wenig reguliert.

Die Belgier sollten besser mal die ganzen künstlichen Zusätzr in ihren Biersorten weglassen…das verklebt denen so langsam, aber sicher, die kompletten Synapsen!! ^°^

Er hat ja recht! Wer hat nicht schonmal versucht so um die 20 Millionen Dollar über In-Game-Käufe zu waschen ?!?! :joy:

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Mich ärgern diese fadenscheinigen Begründungen inzwischen maßlos! Es wird alles dafür getan Kontrolle über die Menschen auszuüben nach dem Motto: Sie/er könnte ja mal was im schilde führen…
Ne Hütte in der kanadischen Wildnis und die Welt zu grunde gehen lassen, wird immer attraktiver. :man_facepalming:t2:

Bei Diablo 3 wurde der Echtgeldmarktplatz nach 6 Monaten geschlossen. Offiziell weil es sich nicht rentiert hat, inoffiziell hatte der markt lücken mit denen man tatsächlich geld hätte waschen KÖNNEN. Aber Millionen? Unmöglich. Selbst 100.000 wären sehr schwer gewesen. Seit Cyptowährungen ist diese Option aber nicht mehr interessant für die entsprechende Scene. Was das „argument“ dieses Mannes fast vollkommen haltlos macht.
Ausnahme wäre vllt die Mobile-Gaming Branche mit ihrem Mikropayment. Ob darüber geld gewaschen wird, traue ich mir keine Aussage zu. :man_shrugging:t2:

Edit: Zu Schufa und DSGVO hab ich nix beizutragen, also tue ich es auch nicht. :wink:
Aber Danke! Wieder was gelernt.

Mich ärgern diese fadenscheinigen Begründungen inzwischen maßlos! Es wird alles dafür getan Kontrolle über die Menschen auszuüben nach dem Motto: Sie/er könnte ja mal was im schilde führen…

Ich finde ja gerade, dass Politiker das von der Bevölkerung fordert, ohne dabei selbst alle Karten auf den Tisch zu legen, nur mehr als ironisch.

Terroristen könnten sie zur Vorbereitung von Anschlägen sowie als Kommunikationsmittel nutzen. Kampfspiele seien geeignet, um Angriffsszenarios zu testen…

Spätestens seit der letzten Reportage von Frontal 21 über die Gamingszene traue ich denen zu, an so etwas zu glauben.