Lesetipps: eine sterbende Branche, Fake-Rezensionen, teure Privatsphäre

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Und klar, die Tatsache, dass „Onkel “ Google Tracking unterbinden will, hört sich erst einmal ganz gut an. Nur bei sich selber macht Google da natürlich eine Ausnahme.

…oder man kauft sich mit voller Absicht eins der vielen Smartphone-Modelle der chin. Hersteller, welche dem USA Embargo unterliegen! Dort gibt es zumindest 100%ige Google-Freiheit…
Einen alternativen App-Store, wie zum Beispiel der Aurora Store, ist ruckzuck installiert ! Die Restriktionen dabei gehen soweit (zumindest bei Huawei), dass man noch nicht einmal eine GMAIL Adresse nutzen kann für das interne Konto! :rofl: :wink: Heißt im Ergebnis >> Null Google-Dienste aktiv auf dem Gerät…

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Wobei man da aufpassen muss. Die ganz billigen und nicht so bekannten Hersteller sollte man meiden. Immer öfter findet man da vorinstallierte Malware.

… würde ich ganz besonders aufpassen. Das ist zwar kein Noname-Hersteller und billig sind sie auch nicht. Aber man sollte die Firmennähe zu Onkel Xi nicht vergessen.

Seit Jahren ein absolutes muss auf meinem Androiden. Kein Google. Es geht auch ohne. :slight_smile:

Da gebe ich dir völlig recht…dann könnte ich aber auch wieder mit der Trommel kommunizieren!

Dann nenne mir mal ein chinesisches Unternehmen, welches keine Nähe zu Onkel Xi hat und trotzdem seinen Firmensitz dort hat?? Es kommt doch immer darauf an, wie weit diese Liebe zu Onkel Xi geht :wink:

Da bin ich wieder bei dir - die letzten drei Smarties bei mir wurden quasi nach dem Auspacken gerootet und mit einem Custom-ROM versehen! Ich hab damit damals mit einem Handy von HTC und Cyanogenmod angefangen und danach immer so gehalten, auch wenn sich mit der Zeit die ROMs geändert haben! :wink:

Zum Thema Huawei muss ich mal fragen, was dann das größere Übel ist:
Ein Huawei-Gerät (oder anderer Hersteller) mit kompl. Android (und somit Google), oder eins, wo deren EMUI drauf läuft zum Beispiel? Bei diesen Google-freien Telefonen hat laut XDA bislang noch keiner echte Spionagefunktionen gefunden! Solange wir uns mit China nicht in einem Krieg befinden, sollte es auch Onkel Xi am A*sch vorbeigehen, wann ich meine SMS verschicke… :rofl: :rofl:

Stichwort Privacy.

Warum wird PIA eigentlich so gehypet, auch noch ausgerechnet für „Privacy“? Das ist ein US-Unternehmen. De-facto der lange Arm der NSA. Und für das Privileg wollen Leute auch noch zahlen? Da kann ich auch gleich Cloudflare Warp nehmen, dann hab ich wenigstens vernünftige Anycast-Anbindung ans nächste NSA-Rechenzentrum und kostenlos ist deren Backup-Service auch noch!!!11

VPN-Dienste sind wohl eher was für Filesharer, um die scheren sich auch „die Dienste“ nicht… noch nicht jedenfalls. Aber da gehe ich dann immer noch lieber zu einem Anbieter, der sich Netzaktivismus auf die Fahnen schreibt und in einem Rechtsgebiet außerhalb von FVEY & Friends inkorporiert ist.

Bisher fand ich AirVPN sympathisch, aber mit demnächst EU-weit vorgeschriebenen Verschlüsselungshintertüren sind die mit Standort Italien auch raus. Hat jemand da einen persönlichen Favoriten?

Tor-Nutzer bekommen per default die volle Aufmerksamkeit der NSA wie wir inwischen sicher wissen. Ob Tor überhaupt noch sicher ist lässt sich schwer einschätzen. Bei den großen Darknet-Busts der letzten Jahre haben die angeblichen Spezialexperten-Admins und Superhacker-Crimelords jedes Mal angeblich dumme Anfängerfehler gemacht. In einem Fall oder der Minderheit der Fälle mag das plausibel sein, aber wenn sämtliche potentiellen Nachfolger aus den „Fehlern“ Ulbrichts nichts lernen würden, wären sie wohl alle im falschen Geschäft. Der Mythos vom „dummen Kriminellen“?

Eine Arbeitshypothese ist, dass die NSA einen Großteil der Tor-Infrastruktur selbst betreibt und per Traffic-Korrellierung gezielt Nutzer deanonymisieren kann - aber um einen Nutzer anzuvisieren braucht es erstmal einen Selektor. Bspw. eine Identität im Clear- oder Darknet, eine Email-Adresse, Facebook-Account (lol) usw…

Wer sich nirgends einloggt und nur lesend unterwegs ist, sollte mit Tor noch auf der sicheren Seite sein.

Dann ist da noch i2p (alternativer Client). Ein echtes Darknet ohne vorgesehene Verbindung ins Clearnet (von einigen mickrigen outproxies abgesehen). Sieht sehr safe aus, ist aber eine sehr kleine Community. Aufgrund der geringen Zahl der Teilnehmer und der P2P-Netztopologie lahm wie das Internet der frühen 90er. Der dort gehostete Content hat ebenfalls 90s-Charme - unkommerziell, unreguliert, kein Facebook-Pöbel…

Eigenheit: Ein Node muss mehrere Tage, besser Wochen, online sein, bis das P2P-Modell richtig greift und die Geschwindigkeiten halbwegs akzeptabel zum surfen werden. Immerhin ist Filesharing ausdrücklich erwünscht.

Wenn nun die westlichen Wertegemeinschaften alle mit Zensur und Massenüberwachung voll durchstarten auf jeden Fall ein potentieller Rückzugsort für Menschen, für die „Privacy“ ein heiliges Grundrecht ist. Mal sehen, wie sich i2p entwickelt.

Wenn ihr etwas Bandbreite übrig habt, setzt doch einfach mal einen i2p node auf und schaut es euch an - läuft auf nem Raspberry Pi :slight_smile:

Nach wie vor Firmen, die in Rumänien ihren Standort haben, zum Beispiel im Bereich VPN Gyberghost.
Der Datenschutz macht keinen Halt vor Ländergrenzen. Es existieren teilweise erhebliche Unterschiede in der Ausgestaltung der Datenschutzgesetze und den rechtlichen Anforderungen in den einzelnen Ländern der EU. Rumänien war bislang immer ein Land, was sich gegen die Aufweichung datenschutzrechtlicher Gesetze gewehrt hat und solche Bestimmungen auch nicht anwendet!

Wie man sehen kann, befindet sich Rumänien auch nicht innerhalb der sogenannten „X-Eyes Staaten“, was man z.B. bei VPN-Providern dann auch wiederfinden kann und ein definitiver Pluspunkt bei VPNs darstellt!

Rumänisches Datenschutzrecht (englisch)

Habe ich vor 10 Jahren mal empfohlen (da hatten die sogar ein Kostenlos-Angebot ohne Haken) und auch mal selbst genutzt.

Haben vor ner Weile wohl ausgecasht und gehören nun zu einer US-Firma, beteuern aber ihre Unabhängigkeit. So richtig geil mit Sprüchen von „Synergieffekten“ und „starkes Team“ und so…

Auf deiner Infografik fehlt die Maximator-Allianz ;D

Der Käufer war Kape Technologies und kommt aus Großbritannien…die Unabhängigkeit ist aber geblieben, was man sehen kann, wenn man sich etwas näher mit CG beschäftigt!
Im Übrigen find ich es für einen VPN-Provider besser, sich von bekennenden Kriminellen kaufen zu lassen, als von einem augenscheinlich „seriösen“ Unternehmen, dass dich beim geringsten Widerstand hinterrücks ans Messer liefert! :rofl: :rofl:

Same difference… in dem sprudelnden Haifischbecken „anglophoner Investoren“ ist meine Fähigkeit (und Motivation), „menschliche Wesen mit einer eigenen Lebensgeschichte und dem Recht auf Streben nach Glück“ zu erkennen irgendwie gestört…

Die Schlimmsten sind die Kriminellen, die sich ihr Geschäft haben von irgendwelchen Schurkenstaaten legalisieren lassen.

Privatisierte Gewinne und vergesellschaftlichte Verluste. Wer mit solchen Geschäftsmodellen operiert, von dem kann man nicht ernsthaft erwarten, dass er irgendwelche Prinzipien hat. Da ist der Mafia-Ehrenkodex noch mehr wert…

Ne, kein Bedürfnis einem so finanziell verbandelten Unternehmen zu vertrauen…

Das meinte ich mit meinem letzten Satz! Vor allem war CG kein Opfer, dass aus Geldsorgen sich dem nächstbesten Käufer an den Hals geworfen hat! Wenn die nun laut deiner Vermutung, ihre Unabhängigkeit eingebüßt haben, wären aber solche eigenen tiefgreifende Projekte, wie z.B. die Eigenentwicklung der NoSpy-Server im eigenen, eigenständigen RZ niemals möglich gewesen!! Du wirst dich wundern, aber es gibt selbst heute noch Menschen, Firmen, Dinge da draußen, die einfach nicht in die Pauschalrahmen passen, in die du sie manchmal gerne drücken möchtest! :wink:

Außergewöhnliche Behauptungen verlangen außergewönhnliche Beweise! Das letzte finanziell erfolgreiche Tech-Unternehmen mit dem Nimbus, nicht in den Pauschalrahmen zu passen, trat mit einem bescheiden wirkenden Slogan an und schaffte mit ein paar cleveren Innovationen, in sich als atheistisch-rational identifizierenden, tech-affinen Menschen so etwas wie Glaube zu inspirieren.

Den Glaube an das inhärent Gute technologischen Fortschrits. Stellte sich dann heraus, dass es in Wahrheit erster Vorbote eines in immer schnelleren Schriten herannahenden neuen Dunklen Zeitalters war.

Wer dabei war, hat für’s Leben gelernt: Auch die Bösen halten sich selbst stets für die Guten. Ich glaube nur noch an Dinge, die sich beweisen lassen und schon gar niemandem, der sich selbst als Teil „der Guten“ zu inszenieren sucht. „Heuchler aus finanziellen Motiven“ ist meist die rationalste Erklärung. Danke, Google&go fuck yourselves.