Lesetipps: Deepfake auf Telegram, Facebook Dating, DSGVO Turbulenzen

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Da explizit nach Meinung gefragt wird und ich etwas Zeit habe, hier meine Meinung:

Nur zu dem Originalbeitrag von ddrifter:
Grundsätzlich hat er recht. Gerade dadurch das man sich sehr viel Mühe gibt unsichtbar zu sein, kann man auffallen. „Schwarzes Schaf“ um mal eine Metapher zu bemühen. Deshalb ist es notwendig noch etwas gerissener an die Sache ran zu gehen. Graues Schaf. Besser noch, man verkleidet sich als Hirte. :wink:
-Aber mir geht es eher um die freie Wahl, ob ich überhaupt, wann, wem meine Informationen gebe, als um die Information selbst (abhängig von der Brisanz). Privat kann man diese Freiheit ausleben.
-Wenn es um systemabhängige Dinge geht, wie Beruf, Arzt, Finanzen usw. bleibt einem keine Wahl. Hinzu kommt, in der Prä-Internet-Ära hätte höchstens ein Insider oder Einbrecher die Akten kopieren/stehlen können. Jetzt KANN das eine Gruppe jugendliche aus Aserbaidschan…

Gerade weil man darauf keinen Einfluss hat, finde ich es um so wichtiger wenigstens dann die nötige Vorsicht walten zu lassen, wenn man es selbst in der Hand hat. Wortwörtlich!

Fazit: Warum ist „unsichtbar sein“ mir bei Konzernen o.ä. wichtig aber bei bewerbungen o.ä. nicht? Obwohl die wichtigkeit der Informationen bei ersterem geringer ist als bei letzterem?
Primär, weil ich das eine selbst entscheiden kann und das andere nicht. Außer ich ziehe doch in die Wildnis und jage mein essen. XD

Sehr schön gesagt. Dem kann ich mich zu 100 % anschließen.

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Wer surft denn auf dem Desktop? Das ist doch ein Produktionsgerät und kein Konsumgerät. Auf dem Android Tablett stört mich das Tracking nicht, weil die personalisierte Werbung sehe ich wegen uBlock Origin eh nicht. Und auf dem Linux Desktop verwende ich für Online Banking oder Shopping halt den privaten Modus, damit da keine Passwörter und Session Cookies dauerhaft gespeichert werden, oder gleich den Tor Browser. Wichtig ist mir nur, dass Microsoft da nicht mehr mitlesen kann, denn was die sich da erlauben mit der Enteignung des privaten Rechners ist so einfach nicht mehr akzeptabel. Und für alte eingefahrene Workflows nehme ich halt ein MicroXP in einer VirtualBox ohne Internet Zugang.

Thema Umwelt:

Oder hättet ihr vermutet, dass die Tarnkappe jährlich nur ca. 86.21 kg CO2 produziert? Oder anders formuliert. Unsere Webseite gibt in etwa die Kohlenstoffmenge ab, die 4 Bäume in einem Jahr absorbieren können.

Ich gebe aber auch mal folgendes zu bedenken: Da das Forum der Tarnkappe ja zur Mitarbeit aufruft und auch darauf angewiesen ist, und die Berechnung des CO2-Wertes sich ja nur auf den eigentlichen Seiten-Betrieb bezieht, fehlt da ja eigentlich noch eine sehr wichtige Kennzahl! Denn die User mit ihren jeweiligen Geräten, müssten der Logik nach ja auch mit einbezogen werden bei solch einer Berechnung!
Wenn die Site „websitecarbon“ dort 0,72gr. CO2 pro Aufruf ermittelt, gilt das Ergebnis schlichtweg nur für die Tarnkappe selber und nicht für die tausenden Geräte der verbundenen User!! Da ein Forum ohne User-Zugriff schwachsinnig wäre, müsste man meiner Meinung nach, auch diese Werte irgendwie mit einrechnen! Wie „websitecarbon“ mit dieser Unbekannten der Gleichung umgeht, sei mal dahingestellt… :wink:

Wenn überhaupt, so wäre es ein Produktivgerät… :wink: :rofl: Aber davon mal abgesehen, rein realistisch betrachtet, werden bestimmt 90 - 95% aller Nutzer ihren Desktop-PC als reines Konsumgerät betrachten und dementsprechend nutzen! Und sei es nur zum Zocken oder für den Zugang zum Internet.
Diese Benutzer sind derart unbedarft, dass eine Betriebssystem-Installation sie schon vor unüberwindbare Hürden stellt! Das diese Leute sich dann wohl kaum damit beschäftigen (können), welche Möglichkeiten und Umsetzungen es gibt, um Privatsphäre usw. besser zu schützen, liegt eigentlich auf der Hand - sie wollen nur, dass ihr Gerät einfach funktioniert und sie es problemlos nutzen können!
Es ist toll, dass du es anders handhaben kannst. Diese Handhabe allerdings dann auf die Mehrheit der Benutzer zu übertragen, halte ich für falsch und realitätsfern! :wink:

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Der Grund dafür ist so offensichtlich wie tragisch. Mangelnde oder gar nicht vorhandener IT-Unterricht zu Schulzeiten, ergeben nur oberflächliche Kenntnisse als Erwachsene also „normale“ User.
Die Fortgeschrittenen haben entweder eine berufliche Ausbildung/Umschulung erfahren oder sich das eben selbst beigebracht.
Zum Glück scheint das Moore’sche Gesetz auch für das angeborene IT-Talent der nächsten Generation zuzutreffen. :laughing:

Ich denke, du meinst schon das richtige…allerdings wäre es dann „Murphys Law“, welches eine Aussage über menschliches Versagen bzw. über Fehlerquellen in komplexen Systemen macht.

Das mooresche Gesetz besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt; je nach Quelle werden 12, 18 oder 24 Monate als Zeitraum genannt. Ist z.B. wichtig bei der CPU-Entwicklung u.ä.
:wink:

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Nein, nein. War schon so gemeint wie geschrieben.
Moore = beschreibt exponentielles Wachstum der Technologie, Talent der Jugend scheint ebenfalls exponentiell anzuwachsen mit jeder Generation. Zumindest in meinem Umfeld…
Gibt dazu auch hinweise aus der Epigenetik aber das geht jetzt zu weit.

Geb zu, war nicht ganz offensichtlich. :see_no_evil:

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Ja dann, hatten wir irgendwie beide zumindest das Richtige im Sinn! Denn dein Satz über das exponentielle Wachstum der Technologie, lässt sich ja 1:1 auf die integrierten Schaltkreise übertragen! :wink:
Was dann auch wieder erklären würde, warum der gute Gordon einer der Mitbegründer von
Intel war… :joy:
Ob das Talent-Wachstum der Jugend ebenso exponentiell anwächst, lasse ich mal offen und dahingestellt…Wenn das in deinem Umfeld so ist, kann ich nur noch HGW sagen. Es sollte so sein, da gebe ich dir völlig recht. Allerdings zerschlagen sich meine Erwartungen dahingehend oft genug, wenn ich mir so manche dieser Spezialisten mal aus der Nähe betrachte…c’est la vie, wie man im Internet so sagt! ^^

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Zocken ist aber kein passiver Konsum, wegen der hohen Interaktivität. Was produziert man denn da? Respekt in den Köpfen der Freunde! Bei einem Großteil der bezahlten Produktivität im Büro geht es ja auch nur darum, irgendwas in den Köpfen anderer Leute zu platzieren.

Ich hab vor vielen Jahren auch auf dem Desktop Fernsehen geschaut, das war ebenfalls eine Zweckentfremdung als Konsumgerät. War halt nicht soviel Platz im Zimmer für einen dedizierten Fernseher, und damals hatte man auch noch Mitschnitte digitalisiert und auf eMule getauscht.

Das mit meiner „Realitätsferne“ erklärt sich vielleicht damit, dass die meisten Leute jung und gesund sind. Denen macht das nix aus, stundenlang am Schreibtisch zu sitzen. Ging mir früher ja auch so, hab’s nur vergessen.

Natürlich kann das Zocken am PC im Einzelfall auch passiver Konsum sein! Alleine dann schon, wenn du die Spielaufgaben von einem Bot erledigen lässt und du dich dabei entspannt im Sessel zurücklehnst, nur um dich an den steigenden Punkteständen zu ergötzen…Ursprünglich ging es doch hier auch nur um das Konsumgerät an sich und nicht um aktive / passive Nutzung des selbigen?!
Die Frage, was man beim Spielen am Computer produziert, ist eigentlich einfach zu beantworten - im Ergebnis Massen an virtuellem SondermĂĽll.
Ein Nebeneffekt dabei mag der Respekt oder die Zustimmung deiner Mitmenschen sein…aber ist der Effekt dann nicht eher eine Projizierung deiner Wünsche auf dein Gegenüber? Kann man Respekt zum Beispiel, einfach so produzieren? Oder sollte man sich diesen Respekt nicht schlichtweg verdienen…?

Das mag eventuell im Marketing / der Werbung oder am Ende im Verkauf so sein, dabei geht es ja eigentlich immer um die Implizierung von Gedanken und Ideen, um final den Konsum auszulösen!
Aber wie sieht es zum Beispiel mit der bezahlten Produktivität in dem Büro eines technischen Zeichners oder eines Architekten aus? Der techn. Zeichner fertigt halt eine sehr genaue Zeichnung eines Produktes an, mit deren Hilfe im Anschluss durch Menschen und Maschinen ein fassbares Endprodukt entsteht - da werden keine Gedanken oder Ideen in Köpfen platziert…die Idee war dabei ja schon weit im Vorfeld vorhanden, der Zeichner hat diese Idee dann nur noch umgesetzt!
Aber gut, bevor ich hier völlig abschweife: Ich pers. nutze den PC als Konsumgerät (aktiv und passiv), aber auch als Produktivgerät, wenn ich hier im Forum schreibe oder meine Steuererklärung damit mache etc. pp. :wink:

Das zu sagen ist fast gleichzusetzen mit dem Spruch: „ich habe doch nichts zu verbergen“.
Nur ist die eigene Denkweise hier in gewisser Weise egoistischer.

Dass es dich nicht stört, ändert aber nichts an ihren vielen zugegeben vielschichtigen negativen Effekten. Einer davon wird in dem Video (Markus Lanz) sehr gut anhand eines Beispieles (Starbucks) beschrieben (ab 01:06:24).

Es zählt also nicht nur der direkte Einfluss der Werbung oder von Tracking auf unserem Gerät, es geht auch (und das nicht wenig) um den globalen Einfluss, den diese von uns gesammelten Daten haben.

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@Sunny

Ich kenne das Starbucks-Beispiel schon länger und habe mir die letzte Woche morgens auf’m Klo mal Gedanken gemacht und verschiedene Szenarien durchgespielt! :wink:
Und ich glaube, einen Weg gefunden zu haben, der das aktuelle Starbucks-Szenario weitaus effizienter macht, da dieser den Aufwand und die Investitionen verringert und gleichzeitig noch viel gezielter, bei Einsatz der Personendaten, die Starbucks Opfer-Kunden zum Kaffee-Plörregemisch hinführt !! Da ich bei der Ideenfindung nur auf’m Klo saß, hatte ich auch keine Auslagen und könnte nun den „Scheiß“ brühwarm an den Konzern verticken…! :rofl:

Prinzip:
Der Konzern spart sich bei meinem Vorgehen, das Berechnen der geklauten / gekauften persönlichen Daten durch die Algos, um zielgerichtete neue Standorte zu erschliessen…mehr noch, er erspart sich den physikalischen Aufbau neuer Shops (auch wenn diese durch Franchise-Prinzipien entstehen!)!!
Die Datenbanken mit Personendaten rechnen 24/7, quasi in einem Loop, immer wieder die Daten neu durch, werden durch aktualisierte Daten der Personen immer wieder ergänzt. Diese DBs werden online gestellt und mit einem eigenen GPS / Glonass - System verbunden. Dann besorgt man sich (am besten noch zu Corona-Zeiten) ganz viele HartzIV-Empfänger und stattet diese, unter dem Vorwand einer Ich-AG Gründung, mit Rikschas, portablen Imbiss-Ständen etc. aus.
Diese mobilen Kampfeinheiten der vordersten Front, verbindet man ebenfalls mit dem Satelittensystem und parallel mit der KI in der aufgebauten Cloud.
Unter diesen Voraussetzungen kann die mobile Starbucks-Armee (like Skynet) die immer neu berechneten Kunden-Standorte direkt und flexibel anfahren und sich verweigernde Neukunden auch gerne mal ein paar Kilometer jagen, bis sie aufgeben!
Somit entfallen nicht nur die Kosten fĂĽr neue Shops, sondern der Konzern erspart sich auch so beschissene Auslastungszahlen von NUR knapp ĂĽber 90% !!
Ich glaube, ich fange morgen mal eine passende Projekt-Präsentation an…Wo? Klaro, auf’m Boiler, wo sonst !! :rofl: :rofl:

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…auf einem tablet mit android eines südkoreanischen oder chinesischen herstellers zu surfen - am schlimmsten noch eingelogged mit einem google account - grenzt ja fast schon an selbstaufgabe. fairerweise ich bin securitymäßig eigentlich auch nur zwischen paranoid und nachlässig.

und letztendlich kann man die sinnfrage immer auf „eigentlich alles egal“ runterbrechen. ob man jetzt an bzw. auf seiner hardware etwas produktives schafft oder seine zeit mit quatsch verplempert, ist in anbetracht der individuellen zukunft (langfristig endet es in 100% der fälle mit einem tod) und der langfristigen perspektive der menschheit (auslöschung), eigentlich völlig nebensächlich.

die idee von vip finde ich sehr gut, andererseits könnte man loot, kaffee und gold usw. auch viel einfacher haben. zusammengefasst braucht man dazu nur 0,000038% der chinesischen bevölkerung (temporär) und der plan wäre ich stichworten: 1. deutschland 2. raid 3. profit. - ggf pilot um deutschland herum in ganz europa.
unterm strich habe ich den plan aus moralischen gründen verworfen - reicht ja auch wenn großkonzerne keine moral mehr haben. aber an dieser lästigen moral würde vermutlich auch die idee mit den rikschas und den hartzIV empfängern scheitern.

Herrlich :joy: Eben vor lauter lachen meinen Kaffee verschĂĽttet :joy:

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Nachtrag:

Ich hatte heute morgen die Projekt-Präsentation in einer Sitzung von knapp 15 Minuten fertig gestellt. Tja, länger braucht man für innovative Starbucks-Projekte halt nicht !! War in der Vergangenheit auch nicht anders !!
Anschließend wurde dieses „Shit-Paper“ per Mail an die Starbucks-Zentrale in Seattle geschickt - hoffentlich gehts nicht direkt in den Spam-Ordner?!? :wink:

P.S.

Wer bock hat, kann seinen Unmut ĂĽber einzelne Personen oder auch einem Unternehmen, gerne auch mal mit einem echten, physischen Geschenk den entsprechenden Ausdruck verleihen! :joy:
Ein wirklich passendes Geschenk dazu, findet man z.B. hier:

https://www.schenkscheisse.eu/

Dort zählt das Wort auch als Programm!! :rofl: :rofl: Die Bestellung kommt 100% beim Empfänger an - hatte es selber schonmal genutzt!! ^^