Klage abgewiesen: Grundstück darf bei Google Earth gezeigt werden

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In meinen Augen, ist das Urteil und erst recht die Begründung dazu aus Itzehoe, mehr als nur fragwürdig! Wenn es dem Kläger wirklich ernst war mit seiner Klage, sollte er den nächsten rechtlichen Schritt auch gehen, die Chancen auf Revidierung könnten recht hoch sein!

  1. Man hat zweifelsfrei „einen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht “ des Klägers festgestellt
  2. Zudem hat man das Recht von Google auf Informationsfreiheit, die auch das Bereitstellen von Informationen aus [Art. 5 Abs. 1 GG] erfasst, sowie das Recht auf freie Berufsausübung aus Art. 12 GG für höherwertig erachtet als den Eingriff in die Privatsphäre des Klägers.“
    Wie kann es sein, dass man Google als einen Dienst, mit einer juristischen Person gleichsetzt? Und das auch noch bewertet unter dem Passus der „Berufsausübung“??
  3. Eine weitere Begründung seitens des Gerichts war, dass ein Anspruch auf Verpixelung von Grundstücken zu einer „Unbrauchbarmachung des Dienstes“ führen könnte.
    Diesen Anspruch hatte Google bei Einführung des Dienstes selber so angeboten!! Das nun über die Jahre relativ viele Menschen davon Gebrauch gemacht haben, ist ebenfalls dem Dienst selber zuzuschreiben! Trotzdem ist bei der Menge der gesamten Aufnahmen, der verpixelte Anteil eher gering, was eine Brauchbarkeit des Dienstes nicht in Frage stellt! Hätte sich Google von Anfang an mal an seine eigenen Regeln gehalten, wären auch nicht so viele Anträge dazu eingegangen!
  4. Ich glaube schon, dass diese Anklage gegen Google Earth, unter Gesichtspunkten der aktuellen DSGVO anders durch die Juristen zu werten wäre. Die Datenschutzgrundverordnung scheint aber bei diesem Urteil von vorne rein außen vor gewesen zu sein!!

Die rückständigen und verklemmten Deutschen haben schon StreetView versaut…
Wenn die jetzt noch rückwirkend Earth und Maps kaputt machen würde mich das auch nicht mehr wundern.
Fakt ist doch das die ganze Welt StreetView nutzt und es auf der ganzen Welt verfügbar ist, nur nicht in Deutschland, weil man sich für besonders schützenswert hält, weil man denkt es wäre schlimm öffentlichen Raum für alle abzubilden.
Das ist typisch deutsch: Verbieten lassen weil man es kann und nicht wiel man einen guten Grund hat.

Das Empfinden ist diesbezüglich einfach unterschiedlich. Wer unbedingt die Fassade meines Hauses sehen will, soll seinen Popo hier hin bewegen, ganz einfach!!

Ich hätte die Verpixelung auch beantragt. Was soll das denn? Welches öffentliche Interesse besteht denn an der Veröffentlichung solcher Daten? Gar keins, außer schlichter Neugier. Orientieren kann man sich in der Straße mithilfe verschiedener Dienste auch so.

Das waren noch Zeiten, als man den guten alten FALK-Stadtplan auf einer kompletten Motorhaube ausbreiten konnte - ok, manchmal waren es auch zwei Hauben… :rofl:

Viel schlimmer finde ich, dass den Menschen durch den dauernden Einsatz von ihren elektronischen Navigationshilfen, der ursprüngliche Orientierungssinn komplett flöten geht !!
Drücke der jüngeren Generation mal Karte & Kompass in die Hand und sage: Wir treffen uns in 3 Std. am Punkt „XYZ“. Wenn der dann losrennt, kannst du schon mal bei der nächsten Dienststelle eine Vermisstenanzeige aufgeben… :roll_eyes: :joy:
Es soll sogar Mitbürger geben, die in ihrer Wohnung, ohne ein Navi nachts nicht mehr den Weg zum Klo finden! Bedenklich es ist…
Die Handlung und die Abläufe in dem Found Footage Horrorfilm „Blair Witch Project“ sollen auch nur entstanden sein, weil man in der Dunkelheit das Kack-Navi nicht mehr finden konnte! Unheimlich es ist…
:rofl:

Ich erinnere mich. Besonders „praktisch“, wenn man alleine mit dem Stadtplan unterwegs war und nirgendwo in einer Großstadt wie Köln anhalten durfte. 1x falsch abgebogen und man landet auf einem Zubringer, der einen unwiderbringlich auf die andere Rhein-Seite befördert. Da kommt Laune auf.

Ich hab so schon mal 90 Minuten und mehr zugebracht. Und das in Köln mit Düsseldorfer Kennzeichen, das macht Spaß, weil die netten Kölner dann sofort den bösen Düsseldorfer bei jeder Kleinigkeit anhupen.

Dabei ist die Kölner Innenstadt dort recht easy, wenn man ein paar Grundregeln beherzigt! :rofl: Suche dir zuhause die passende AB-Abfahrt, die deinem Ziel am nächsten ist.
Merke dir schon zuhause den Zielpunkt und suche dir für jede Himmelsrichtung eine grössere Hauptverkehrsstraße…diese vier Straßen sollten ein Viereck bilden (Quadrat oder Rechteck, egal).
Der AB-Zubringer sollte auf eine der vier Straßen tangieren! Auf die tangierende Hauptstraße immer nur links abbiegen und dann dem Prinzip des Vierecks folgen - nach der zweiten Kreuzung unbedingt rechts abbiegen und das Prinzip auf den kleineren, unbekannten Straßen wiederholen! Du kreist somit (zwar im Viereck) den Zielpunkt ein. Das funktioniert aber nur in Köln, da sämtliche kleinen Verbindungsstraßen (über 95%) normalerweise Einbahnstraßen sind, die eigentlich alle im Uhrzeigersinn angeordnet sind! Siehste mal: So einfach kann das in Kölle sein…auch für D’dorfer :rofl: :rofl:

Kann ja sein…und wenns nur die 50 qm große Gras-Anpflanzung im Garten ist!?! Trotzdem war diese Unkenntlichmachung bei Start des Dienstes optional von Google’s Seite aus im Angebot! :wink:

Stimmt schon…als ob Google das Original zerstören würde - KLAR !! Genauso wenig hat Google jemals persönliche Daten von Unbekannten abgespeichert !!

Die haben doch mal gesagt, dass Daten ihr Geschäft sind. Originale löschen - aber immer doch… :rofl: :rofl:

Man könnte auch bei Guuble mal die Anfrage starten, die Bilder auszutauschen - dazu sind die eigtl. immer bereit, da du ja bessere Informationen haben könntest, als sie selber!
Sagste denen, du hättest noch etwas ältere Luftbilder, welche in 3D-Stereoskopieverfahren von Leica aufgenommen wurden…die wären zwar älter, aber um die 10.000% besser in der Qualität ! Vor allem, in die Tiefe des Bildes hinein würden deren 2D-Digitalaufnahmen die Qualität eines Vorschülers haben - deine 3D-Stereo Bilder hätten zumindest einen Bezug zur dritten Dimension der räumlichen Tiefe!!
:joy: :joy:

Kennt ihr die „WDR-Tante“ aus der Sendung „Markt“.
Am Ende einer Sendung hatte die gegen Google Earth 3D gehetzt, dazu aufgerufen dagegen vorzugehen und erwähnt dass man das ja schon mal geschafft nhat.
Womit sie sich auf die Verpixelungen bezog.
Da kam in mir der Ekel hoch.
Google Street View ist wegen solcher Spinner „beklemmend“, ganz besonders in VR.
Überall die verpixelten Häuser.

„Hätte sich Google von Anfang an mal an seine eigenen Regeln gehalten, wären auch nicht so viele Anträge dazu eingegangen!“

Google hatte am Anfang keine solchen Regeln. Woher auch, das Deutsche Gesetz sieht NICHTS in der Richtung vor!
Ein neues Unternehmen könnte und sollte so einen Dienst ohne Verpixelung aber viel hochauflösender und mit flüssigen Übergängen anbieten…

Und vergessen wir nicht, das haben nicht alles die Hausbesitzer veranlasst.
Auch Menschen die keinerlei Eigentumsrechte an dem Haus haben.
Damals haben wir das getestet. Brief mit Unterschrift meines Vaters für seine beiden 5-stöckigen Mietshäuser mitten in Köln an Google dass er auf keinen Fall wünscht dass Andere sein Haus verpixeln.
Erfolglos, Google hat es einfach gemacht.
Ich hätte mir gewünscht dass solche „Menschen“ zu einem richtig schmerzhaften Schadenersatz verurteilt worden wären. Sehr gerne auch Existenzgefährdend.
Wen euch jede Nacht jemand in den Vorgarten kackt oder Glyphosat über die Wiese verteilt (evtl. in Hakenkreuzform und ein paar Penisse daneben), oder die Fassade besprüht sagt ihr dann auch „der hatte das Recht dazu“? Ja, das halte Ich für vergleichbar!
Der Schaden bei Google ist auch nicht mehr rückgängig zu machen. Im Gegensatz zu Graffiti, beschädtiger Wiese etc…

Was Earth bzw. Street View 3D angeht wünsche Ich mir eine Verbesserung.
Auf der untersten Ebene mit VR wirkt es surreal. Die groben Formen.
Da sollte Google, oder besser ein Unternehmen dass nur diesen Serive anbietet (und daher keine Einschränkungen aufgrund des eigenen Image vornimmt), mit LIDAR durch die Straßen fahren, und hochauflösende Scans anfertigen. Falls irgendwie möglich auch von oben, damit die 3D-Scans keine verdeckten Stellen haben. Z.B. durch Balkone. Allerdings dürfte schon durch die Bewegung vieles über dem Balkonboden schräg erfasst werden können. Und natürlich parallel mit hochauflösenden Fotos.
So dass man auf Straßenebene durch die hochauflösenden 3D-Welten laufen/fahren kann. So hochauflösend dass man bis an die lesbaren Klingelschilder herangehen kann.

Zugleich könnten diese Daten für Computerspiele genutzt werden, die in diesen Städten spielen.
„Walking-Simpulators“ (scherzhafter Name für ein Genre VR-„Spiele“), Fahrlernprogramme, Autorennen (Ich höre schon die Politiker Verbote fordern, „Training für illegale Autorennen“), Flugsimulatoren, Ballerspiele (und wieder kommen Verbote, „Terrortraining“)…

Inkl. der Möglichkeit Privat auch die Räume im Inneren zu digitalisieren, und damit auch die Innenräume verfpgbar zu machen. Bzw. denen die Hauspläne zu senden… Da hat auch kein Mieter Mitspracherecht! Der Mieter hat nur Rechte an Bildern seiner realen Wohnung, aber nicht am Grundriss… Nicht mal an seinem erkennbaren Namen am Klingelschild.

Die Luftbilder von Microsoft Bing Birds Eye View sind besser, da aus Flugzeugen von 4 Seiten. Das heißt, man kann auch erahnen was hinter den wandhohen Terrassenfenstern im Wohnzimmer ist.
Uh wie schrecklich…

@ Ghandy

„wenn man alleine mit dem Stadtplan unterwegs war und nirgendwo in einer Großstadt wie Köln anhalten durfte. 1x falsch abgebogen und man landet auf einem Zubringer, der einen unwiderbringlich auf die andere Rhein-Seite befördert.“

Kann Ich bestätigen.
Aber auch dass man mit dem Roller auf einmal vor einem Schnellstraßenschild steht. Und keine Navi einen Modus für Fahrzeuge unter 60khm hat. Fahrrad zählt nicht, denn da wird man auch über Wege, „Acker“ und Waldwege" geführt, die man mit dem Roller nicht befahren darf…

Irgendeiner der bekannten Deutschen (war es Göthe?) hat in einem Reisebericht Köln sinngemäß als Dreckloch bezeichnet…

Der moderne Einbrecher von heute kundschaftet sein Objekt via Google Earth aus, da sieht er gleich ob ein dicker Mercedes in der Einfahrt steht und ob es sich lohnt dort einzusteigen.

Genauso stelle ich mir die primitive Denkweise eines solchen Klägers vor. Und was hat die DSGVO damit zutun, wie die Richter es begründen man sieht keine personenbezogenen Daten. Nur ein Haus aus der Sicht von oben. Solche Klagen kann es echt nur in Deutschland geben kein Wunder das es hier keine digitale Innovation gibt.

@JanaMaria ut, dann ziehe doch in die USA, wo in Bezug auf Daten wirklich alles erlaubt ist. Dort geht’s nur darum, dass die Wirtschaft fernab von Schranken schalten und walten darf, wie sie will. Das ist das andere Extrem. Aber wo ist die goldene Mitte?

@Tobias_Claren Gute Güte, der Göthe war ja ein Böser. Nein, so schlimm ist Köln nun auch wieder nicht. Aber ohne Navi fahre ich da keinen Meter freiwillig herum.

Die DSGVO an sich nur anteilig, denn der relevante Teil befindet sich in der damit verknüpften BDSG (neu, 2018) bzw. auch anteilig im 2.DSanpUG-EU…