Infinity Search: Open Source Suchmaschine mit Fokus auf Datenschutz

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Infinity Search eine neue und auf Privatsphäre fokussierte Suchmaschine, die noch entwickelt wird. Ihr Ziel, ist es eine wirkliche Alternative…

Erst war ich enttäuscht, allerdings nicht über die Suchmaschine an sich, sondern das mir mal wieder jemand zu vorkam. Nun hab ich mir das Projekt näher angesehen. Wenn ich das richtig verstanden habe, nutzen die die Bing-Suche-API, zumindest geht das aus der Readme hervor:

to run this on your own as is, you’ll need to subscribe to the microsoft cognitive services search API and put your account info into a file called accounts.py. Their is an example of what this files looks like at example_accounts.py.

Damit hängt man ja wieder an einer „Datenkrake“ und ob das Ergebnis damit zensurfrei ist, wird sich zeigen müssen. Aber trotzdem schön zu sehen, dass sich doch noch Alternativen auftun.

So hat meine Suchmaschine ja auch noch eine Zukunft, wenn sie denn mal fertig wird.

Ich finde die Ergebnisse zumindest besser als alles, was ich sonst bisher von den offenen oder datensparsamen Alternativen sehen durfte. War ganz okay.

Habe einige Suchanfragen getätigt und gleich bei dem ersten Eintrag was man eintippt erste Reihe kommt die Meldung auf English Your Ad Here
lächerlich ich weis nicht wie viele Alternative Suchmaschinen wollen die noch rausbringen ! die nehmen die Suchergebnisse von Google, Bing, Yahoo und Yandex sonst machen die Privacy Suchmaschinen Garnichts anderes. Die wollen nur Geld verdienen sonst nichts.

Man darf nicht vergessen, die Suchmaschine befindet sich noch mitten in der Entwicklung.

„Well, we are still technically a meta search engine since our own web search services are not active yet but they will be open source as well when they are production ready.“

Auch heißt es weiter:

„For Microsoft, all that they receive is the search query coming from our servers, and then we receive and display the results to the results page. Since we are not logging identifiable information about who is connecting to our site, there should not be a way for Microsoft to identify who made the search. This follows the same for PRISM since we do not have anything to give to these agencies. If our users were interested in us still implementing a warrant canary, we could definitively do that.“

Gruß :blush:
Sunny

Um ehrlich zu sein, mir ist es lieber, ein Entwickler spielt von Anfang an mit offenen Karten.
Wer schon einmal an so einem Projekt (alleine?) gearbeitet hat, weiß wie schnell Kosten entstehen, die erst einmal gedeckt werden müssen.

Der Entwickler von Infinity Search sagt dazu:
Our service is funded by non-tracking advertisements. This means that even with advertisements, we will never be incentivized to track or identify our users.

Projekte nur durch Spenden von Usern zu finanzieren ist schwierig. Und ganz ehrlich? An dieser Stelle tendiere ich dazu einem ehrgeizigen Entwickler zu vertrauen, der seine Vision von einem besseren Internet verwirklichen möchte. Was haben uns denn schon Google, Facebook usw. das Blaue vom Himmel versprochen? Haben sie es gehalten? Eben.

Wir brauchen Projekte wie diese, um den etablierten Internet Giganten Paroli bieten zu können. Jeder „Silberstreifen“ am Horizont, ist besser als der Sumpf und Morast mit dem uns die etablierten Datenkraken andauernd einlullen wollen.

Gruß :blush:
Sunny

ok…dann sollte aber auch totale transparenz im vordergrund stehen, da ein solches „pro user-project“ wohl auf vertrauen aufbauen sollte, von anfang an!
da reicht es aber nicht, mal keine cookies zu setzen momentan. bei einer no-log politik (laut privacy) sollte man seine betriebenen server nicht unbedingt bei amazon anmieten, die wohl nachweislich ebenfalls zu den ganz großen kraken gehören!
weiterhin gehört für mich nicht zur transparenz, seine domain anonym in panama zu registrieren (namecheap / whoisguard)! ist denn eigentlich irgendwas über den betreiber an realen daten bekannt??
in der beziehung sind ja selbst die datenkraken transparenter :wink:

Um das zum Thema Transparenz bei „Infinitysearch“ mal zu untermauern, siehe einmal diese Diskussion hier:

https://forum.privacytools.io/t/were-a-privacy-search-engine-and-we-just-went-fully-open-source/2264/12

Auf jeden Fall eine interessante Suchmaschine. Dennoch hängt ein mächtiger Rattenschwanz an der Suchmaschinen per API dran. Der Suchbegriff wird auf jeden Fall
mit den anderen Maschinen geteilt aber „wer“ sucht, soll wohl mit InfinitySearch verschleiert werden. Infinity nutzt auch Skripte, die wohl eher der Aufhübschung
der Suchergebnisse dienen.

Naja, mal nicht schlecht. Fehlt nur noch die Sortierung von Suchergebnissen nach Ländern :wink:

Naja, ich finde die Antworten von Infinity auf die gestellten Fragen, sind schon recht ausführlich. Bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Wie gesagt, jede (gute) Alternative zu Google ist gern gesehen. Schwarze Schafe gibt es in den Weiten des Internets schon genug.