FACT: 64% ahnen nicht, welche Gefahren von Schwarzkopien ausgehen

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Da w√ľrde mich mal interessieren, welche Gefahren damit explizit gemeint sind und wie man diese repdroduzieren kann. Von Identit√§tsdiebstahl und Betrug habe ich in der Warez-Szene bisher noch nicht viel geh√∂rt, maximal haben ein paar Volldeppen Bitcoin/Monero Miner mitgeliefert. Dies ist aber relativ schnell aufgeflogen.

Das schlimmste auf den g√§ngigen Seiten sind noch die Werbung und die fake links (Usenet & co.). Abgesehen davon ist das Risiko verh√§ltnism√§√üig gering und meiner Meinung nach mit dem Besuch einer XXX Seite oder anderen dubiosen Webseiten im Internet vergleichbar. Dass man generell vorsichtig sein sollte wo man draufklickt sollte jedem klar sein, das ist in etwa so wie dem nigerianischen Prinzen sein Geld eben nicht zu √ľberweisen.

Alle großen deutschen Seiten bannen den Uploader sofort permanent, sobald bekannt wird, dass dieser nachweislich Malware verbreitet oder abzockt. Ich denke mal eher, dass es eine PR-Aktion ist, was sollten sie denn sonst sagen, außer dass es gefährlich ist.

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Ich glaube noch nicht einmal, dass dies eine reine PR-Aktion ist, eher der verzweifelte Versuch der deutschen / englischen Bev√∂lkerung wieder Herr zu werden! Da durch Home-Office und dem Lockdown-Geseiere bez√ľglich Schulen etc. bestimmt zwischen 75-80% der Deutschen (vergl. mit den Briten), mindestens 22 Stunden des Tages zuhause sind und f√ľr ihre vorherrschende Langeweile vermehrt illegale Angebote zur Abhilfe nutzen!

Im Artikel steht ja ungefähr, wie FACT als Organisation strukturiert ist und welche Aufgaben sie haben:

Die Federation Against Copyright Theft (FACT) ist eine nachrichtendienstlich gef√ľhrte Organisation, die 1983 in Gro√übritannien gegr√ľndet wurde. Ihre Aufgabe ist es, die Interessen des geistigen Eigentums ihrer Mitglieder zu sch√ľtzen und zu vertreten. Dazu geh√∂ren nat√ľrlich auch derartige Umfragen, um die √∂ffentliche Meinung zu beeinflussen.

Also √§hnlich, wie bei uns damals die GVU - wo das hinf√ľhrte, wissen wir ja nun! :wink: In dem Sinne gebe ich @0xwasauchimmer schon recht mit der PR-Aktion, bevor FACT bald auch in die Bedeutungslosigkeit verschwindet! :joy:

Der psychologische Stress mit inkludierter Langeweile bei den Leuten, ist ja mittlerweile auf einem Level, vor dem ja schon l√§nger die Mediziner warnen! Da k√∂nnten Regierungen und deren nahe Organisationen doch eigentlich froh sein, dass die eingesperrten Menschen nur Warez konsumieren., anstatt mal wieder den Reichstag zu st√ľrmen oder pl√ľndernd durch die Innenst√§dte zu ziehen!!
√Ąngste sch√ľren hilft nun mal, den Mob unter Kontrolle zu halten (zumindest teilweise)! Ich glaube nicht, dass es in dieser Pandemie hilfreich ist, wenn sich solche Organisationen auch noch in das (beschissene) Leben der Menschen einmischen, um weitere √Ąngste zu implizieren und Verbote zu forcieren?!? Im √úbrigen k√∂nnte es manchem produzierenden Film- und TV-Schaffenden in der Krise sogar helfen, nicht in Vergessenheit zu geraten, wenn die Bev√∂lkerung momentan vermehrt illegal auf deren Werke zugreift - woanders, als privat zuhause gehts ja auch gar nicht !!
Die Gefahren beim Konsum von Schwarzkopien und / oder Warez sind nicht größer oder kleiner, wie in den Jahren vor Corona!!

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Viel warez bzw verseuchtes zeug wird √ľber youtube verteilt, glaub nicht dass die meisten User so Scene nah sind wie wir. :wink: aber ansonsten gebe ich dir recht‚Ķ

Meine persönliche Interpretation;

64% der deutschen haben von nix eine Ahnung und sind Zäpfchen,
die restlichen 36% der deutschen haben die Wahrheit erkannt und lassen sich nicht missbrauchen (oder salopp gesagt von der GVU und co. sich verarschen)

UND was INNERHALB der 36% angeht bez√ľglich Warez und co‚Ķ jo, ist jeder f√ľr sich selbst verantwortlich, oder?

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bevor es in Vergessenheit gerät:
die grösste Gefahr ging bisher von legalen Käufen aus!
Sony

Irgendwie hatten alle recht, die bislang hier im Thema etwas dazu geschrieben haben!! Die Site ‚ÄěTorrentFreak‚Äú war ebenfalls skeptisch, als sie von dieser omin√∂sen Umfrage erfahren hat. Nach mehreren Anl√§ufen, konnten sie herausfinden, wie diese Umfrage zustande kam bzw. welche obskuren Inhalte dabei abgefragt wurden!

Letzte Woche ver√∂ffentlichte die britische Federation Against Copyright Theft die Ergebnisse einer neuen Umfrage, die besagt, dass ‚Äědrei von f√ľnf Menschen in Gro√übritannien (62 %) sich der versteckten Gefahren der Piraterie - Betrug, Identit√§tsdiebstahl und Malware - oder ihrer Verbindungen zu kriminellen Banden nicht bewusst sind.‚Äú

Wir kommen sp√§ter auf diese extrem wichtigen 62% zur√ľck, aber zun√§chst wollen wir uns mit einem Schl√ľsselergebnis der Studie besch√§ftigen, das unser Interesse geweckt hat.

‚ÄěNachdem sie vor den gr√∂√üeren Risiken von Betrug, Identit√§tsdiebstahl und Malware sowie den Verbindungen der Piraterie zu kriminellen Banden gewarnt wurden, gaben die Verbraucher zu, dass dies ihre Wahrnehmung der Piraterie und derjenigen, die dahinter stehen, ver√§ndert hat. Tats√§chlich gaben 39% an, dass sie nun Freunden und Familie davon abraten w√ľrden‚Äú, hei√üt es in der Zusammenfassung von FACT.

Die Studie wurde am 4. und 5. Januar unter 1.003 Verbrauchern durchgef√ľhrt. Interessant ist, dass den Befragten nach ihrer ersten Antwort zus√§tzliche Informationen gegeben wurden, die sie vor den Risiken der Piraterie ‚Äěwarnten‚Äú, was einige dazu veranlasste, ihre Meinung zu √§ndern, als sie auf eine sp√§tere Frage antworteten.

Was TorrentFreak wissen wollte, war, was den Befragten gesagt wurde, besonders in Bezug auf die Behauptung, dass Piraten-Apps die Benutzer dem Betrug aussetzen und ihre Bankkonten gef√§hrden. Diese Behauptung wird immer wieder wiederholt, also haben wir angeboten, privat und √∂ffentlich, die Apps zu benennen, die dies tun, um die Menschen zu sch√ľtzen. Bis heute ist keine Anti-Piraterie-Gruppe auf unser Angebot eingegangen, so dass die Behauptungen unwidersprochen bestehen bleiben.

Um den Dingen auf den Grund zu gehen, haben wir uns zun√§chst an FACT gewandt, um zu erfahren, welche Apps sich so verhalten. Uns wurde gesagt, dass sie ‚Äěkeine Details √ľber bestimmte Software oder Apps haben‚Äú und dass es bei dieser Umfrage ‚Äěnur um das Verhalten und die Einstellung von Verbrauchern geht.‚Äú

Wir baten daraufhin um eine Kopie der Fragen und Antworten der Studie, aber uns wurde mitgeteilt, dass FACT ‚Äěnicht in der Lage sei, beides zu teilen‚Äú. An diesem Punkt wandten wir uns an das Unternehmen, das die Umfrage durchf√ľhrte, das in Gro√übritannien ans√§ssige Marktforschungsunternehmen Opinium, das angibt, sich an die sogenannten ESOMAR-Prinzipien zu halten.

‚ÄěBei der Ver√∂ffentlichung von Forschungsergebnissen m√ľssen die Forscher sicherstellen, dass die √Ėffentlichkeit Zugang zu ausreichenden Basisinformationen hat, um die Qualit√§t der verwendeten Daten und die G√ľltigkeit der Schlussfolgerungen zu beurteilen‚Äú, hei√üt es im internationalen ESOMAR-Kodex.

Via FACT lieferte Opinium dann einige Daten zu der Studie und wir waren √ľberrascht, was wir sahen. Zumindest teilweise und zur Beeinflussung wurden den Befragten in der Studie Szenarien vorgelegt, die bis dato in Gro√übritannien einfach noch nie vorgekommen sind.

Nachdem die Befragten ihre ersten Antworten gegeben hatten, wurde 333 Nutzern, die zuvor raubkopierte Inhalte konsumiert hatten, eine Liste mit vermeintlichen Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von illegalen Streaming-Diensten in Gro√übritannien vorgelegt, um zu sehen, ob sie ihre Meinung √§ndern w√ľrden.

Zunächst wurden sie gebeten, Malware und Cybersecurity-Bedrohungen in Betracht zu ziehen, gefolgt von der Möglichkeit des Betrugs und der Gefährdung von Bankdaten. Wie bereits erwähnt, ist weder FACT noch eine andere Anti-Piraterie-Gruppe bereit, zu erklären, wann oder ob dies jemals geschehen ist. Die Einbeziehung dieser Möglichkeit scheint die Antworten jedoch beeinflusst zu haben.

Die Befragten wurden dann gebeten, zu √ľberlegen, ob illegales Streaming das organisierte Verbrechen finanzieren w√ľrde, ‚Äěeinschlie√ülich der Mafia‚Äú. Die Umfrage deutet nicht darauf hin, dass die ‚ÄěMafia‚Äú in den illegalen Streaming-Markt in Gro√übritannien involviert ist, und wir haben auch sonst keine Beweise gesehen, die das belegen. Dennoch wurde die Vermutung in der Umfrage ge√§u√üert.

Die Befragten wurden weiterhin gefragt, ob sie eine Geldstrafe von der ‚ÄěPolizei/Regulierungsbeh√∂rde‚Äú als Risiko des illegalen Streamings ansehen. Auch hier wird die Frage einfach so gestellt, obwohl keine einzige Person in Gro√übritannien jemals eine Geldstrafe wegen illegalen Streamings erhalten hat. Die Leute wurden auch gefragt, ob es ein Risiko sein k√∂nnte, eine Vorstrafe zu erhalten, obwohl das Gleiche gilt.

Schwarze Listen bei Internet Service Providern
Eines der Themen, das den Befragten als Risiko f√ľr illegales Streaming genannt wurde, war die Aussicht auf eine Internetsperre, konkret: ‚ÄěDie Internetverbindung wird gek√ľndigt und man wird von Internet-Providern auf eine schwarze Liste gesetzt.‚Äú

Das Problem hierbei ist, dass Internetprovider in Gro√übritannien Kunden nicht aufgrund von Vorw√ľrfen des illegalen Streamings sperren und es keine ‚Äěschwarze Liste‚Äú f√ľr Urheberrechtsverletzungen gibt. Dennoch wurde diese Aussage in die Welt gesetzt, um zu sehen, ob die Befragten ihre Meinung √§ndern und m√∂glicherweise Freunden und Familie raten w√ľrden, sich fernzuhalten.

Haben Sie Ihre Meinung √ľber Raubkopien ge√§ndert?
‚ÄěHat das Wissen um diese Risiken Ihre Meinung √ľber Piraterie und diejenigen, die sich raubkopierte Inhalte wie z.B. Sportspiele oder Filme ansehen, ge√§ndert?‚Äú wurden alle 1.003 Befragten gefragt. ‚ÄěIch w√ľrde jetzt meinen Freunden und meiner Familie davon abraten‚Äú, sagten 390 Befragte (39%).

Das bemerkenswerte Ergebnis ist hier, dass nicht unerhebliche 62% der Befragten, denen die Liste der ‚ÄěBedrohungen‚Äú vorgelegt wurde, mindestens eine der vorgestellten Gefahren nicht glauben. Dies wurde von FACT nicht erw√§hnt, ebenso wenig wie die Details einer der vermeintlichen Bedrohungen, einschlie√ülich ISP-Blacklisting.

Was FACT jedoch sagte, ist, dass ‚Äědrei von f√ľnf Menschen in Gro√übritannien (62%) sich der versteckten Gefahren der Piraterie - Betrug, Identit√§tsdiebstahl und Malware - oder ihrer Verbindungen zu kriminellen Banden nicht bewusst sind.‚Äú Dies scheint nicht zu stimmen. Die 62% Zahl laut den Daten, die TorrentFreak erhalten hat, bezieht sich auf die Befragten, die ‚Äěmindestens ein Risiko nicht wahrhaben wollten‚Äú, von denen, die oben genannt wurden. Das macht sie nicht unwissend.

Die Aussage ist auch deshalb verwirrend, weil die Daten darauf hindeuten, dass die 62% nur auf Personen zutreffen, die zuvor raubkopierte Inhalte konsumiert haben, nicht auf die gesamte britische Bevölkerung.

Eine weitere Anfrage zum Zugriff auf die Daten
Es ist wichtig anzumerken, dass an den in der Umfrage gestellten Fragen an sich nichts falsch ist. Zum Beispiel k√∂nnte es eine wertvolle Information sein, wenn man w√ľsste, ob Raubkopierer weiterhin raubkopieren w√ľrden, wenn sie mit einer Internetsperre konfrontiert werden. Und nat√ľrlich besteht immer das Risiko, dass die Polizei die eine oder andere Strafverfolgung durchf√ľhren k√∂nnte.

Was hier jedoch passiert zu sein scheint, ist, dass diejenigen, die nicht mit jedem Szenario einverstanden waren, das ihnen vorgelegt wurde, als schlecht informiert in Bezug auf die ‚Äěsehr realen Risiken‚Äú des illegalen Streamings abgestempelt wurden. In Anbetracht der Tatsache, dass britische ISPs keine Leute wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen vom Netz nehmen, scheint das eine ungenaue Schlussfolgerung zu sein.

Um absolut sicher zu sein, dass alle Daten stimmen, haben wir FACT in einer gemeinsamen E-Mail mit Opinium gebeten, die Details der gesamten Studie zur Verf√ľgung zu stellen. Wir erkl√§rten, warum wir mit den Ergebnissen, so wie sie dargestellt wurden, nicht einverstanden waren und erkl√§rten, warum zus√§tzliche Informationen n√ľtzlich w√§ren.

Uns wurde mitgeteilt, dass Opinium mit der Art und Weise, wie die Umfrage durchgef√ľhrt und berichtet wurde, zufrieden ist. Daraufhin wurde uns der Zugang zu den Daten verweigert. (Quelle: TF)

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da bin ich voll bei dir :smiley: