Europol hilft spanischen Behörden 26 Millionen Betrugssystem zu zerschlagen

Eine internationale Strafverfolgungsoperation, an der 5 Länder mit Unterstützung von Europol und Eurojust beteiligt waren, hat zur Festnahme von 22 Verdächtigen einer organisierten Kriminalitätsgruppe geführt, die dem spanischen Staatshaushalt Steuerverluste in Höhe von über 26,5 Mio. EUR verursacht haben.

Am 28. April wurden in einer Reihe koordinierter Razzien 24 Orte der Verbrecherbande durchsucht. Die Durchsuchungen wurden in Spanien (18), den Niederlanden (5) und Belgien (1) durchgeführt. Die Ermittler beschlagnahmten 16 High-End-Fahrzeuge und 13 Immobilien im Wert von schätzungsweise 1,3 Mio. EUR und froren ein Dutzend Bankkonten ein diese Verbrecher in 33 verschiedenen Finanzinstituten. Europol entsandte seine Experten nach Spanien und in die Niederlande, um die nationalen Behörden während des Aktionstages zu unterstützen.

Das Syndikat nutzte eine ausgeklügelte Infrastruktur, um eine solche Steuerhinterziehung in den letzten anderthalb Jahren in verschiedenen Ländern zu ermöglichen. Die Kriminellen würden sogenannte Frontfirmen in Spanien, der Slowakei, Rumänien, Belgien und den Niederlanden einsetzen, um vorzutäuschen, dass ein Warenhandel stattgefunden habe. In Wirklichkeit wurden keine Waren an Unternehmen in anderen Ländern geliefert, aber sie blieben im selben Mitgliedstaat.

Für diese Art von Transaktionen innerhalb desselben Landes muss die Mehrwertsteuer gezahlt werden. Durch das Vorgeben eines Handels innerhalb der EU wurde die Mehrwertsteuerzahlung vermieden und die spanischen Steuerbehörden fortan betrogen. Zu diesem Zweck wurde eine Reihe von Shell-Unternehmen gegründet und Handelsdokumente gefälscht.

Auf Ersuchen der spanischen Behörden organisierte Eurojust innerhalb weniger Tage ein Koordinierungsgespräch und richtete ein Koordinierungszentrum ein. Die Agentur koordinierte die Übermittlung von Anträgen auf Erteilung europäischer Untersuchungsaufträge (European Investigation Orders, EIOs) und das Einfrieren von Zertifikaten für Bankkonten. Europol brachte die Ermittler in allen fünf Ländern zusammen, um die Verfahrensanforderungen zu erörtern und einen klaren Weg für die Zukunft zu vereinbaren. Die Experten des Europäischen Zentrums für Finanz- und Wirtschaftskriminalität (EFECC) von Europol unterstützen anschließend den intensiven Informationsaustausch, der zum Aktionstag führt.

DIE FOLGENDEN LÄNDER HABEN AN DIESER AKTION TEILGENOMMEN:
Spanien: Zivilgarde (Guardia Civil), Nationalpolizei (Policía Nacional), Steuerbehörde (Agencia Tributaria)
Niederlande: Finanzinformations- und Ermittlungsdienst (FIOD)
Belgien: Bundesanwaltschaft
Slowakei: PPO Bratislava
Rumänien

quelle : https://www.europol.europa.eu/newsroom/news/europol-helps-spanish-authorities-break-%E2%82%AC265-million-vat-fraud-scheme

kurz durch google translator gejagt