Erfahrung im Umgang mit Cannabis

Mein Anwalt meint, fast alle Straftatsbestände seien nach 30 Jahren verjährt. Von daher kann ich ruhig zugeben, vor 30 Jahren mal den einen oder anderen Joint geraucht zu haben. Nun ja, 30 Jahre muss ja vielleicht nicht zwingend stimmen. :wink:

Ich hatte damals einen Kollegen im gleichen Pflegedienst, der kam auf seinem Weg nach Hause automatisch bei mir vor der Haustür vorbei. So wurde es irgendwann zu einer Art Tradition, dass er mindestens 1-2x wöchentlich zu Besuch kam, um sich bei mir die „Grüne Brille“ aufzusetzen, wie er das so schön nannte.

Ich fand die Wirkung ganz okay, aber nicht so toll. Mich hat das Zeug meistens einfach nur müde und hungrig gemacht. Meine Ex-Frau hatte mal einen Horrortrip und glaubte, sie fällt ständig vom Himmel, das war übel für sie und dauerte bestimmt 20 bis 30 Minuten an.

Nach ein paar Wochen bemerkte ich, dass mir die unaufgeräumte Wohnung plötzlich egal war. Ganz ehrlich, das gefiel mir nicht. Ich habe den Konsum dann wieder auf Null reduziert und wenige Wochen später hatte ich wieder meine alte Selbstdiszplin wieder.

Alleine würde ich nie auf die Idee kommen, mir einen Joint reinzuziehen, alleine ist das mega langweilig. Ich brauche auch kein Rauschmittel, um der Realtität zu entfliehen. Aber da ist jeder anders drauf. In der Gemeinschaft mit den richtigen Leuten konnte das ganz lustig sein. Aber wie will man dann mit dem PKW nach Hause kommen? Das geht nicht. Ich wohne ja hier etwas abseits, irgendwie muss ich ja wieder nach Hause kommen…

Wenn man genug raucht, macht einen das gar nicht mehr müde und nur noch bedingt hungrig. Habe früher (Auch ca. vor 30-35 Jahren) ca 10-15 Gramm die Woche geraucht und das jahrelang. Irgendwann kann man gar nicht mehr genug rauchen, um noch richtig high zu werden. Das geht so weit, dass man nur noch dieses high Gefühl hat, während man gerade raucht und nach dem rauchen nimmt es dann schlagartig ab. Also muss man quasi direkt den nächsten Jolly rauchen. So kommt man dann an einem Abend schnell auf 10-15 Joints. Und das dann jeden Tag… Irgendwann habe ich allerdings eine Suchttherapie angefangen und konnte so lernen, Cannabis nicht mehr zur „Problembeweltigung“ einzusetzen. Gras rauchen löst eben nicht die Probleme, die man durch Vernachlässigung seines Lebens bekommt.

Gerade bei den ersten Erfahrungen mit Gras, dosiert man sich schnell mal über. Also für jemanden, der noch nie Gras geraucht hat, sollten es am Anfang nicht mehr als 2-3 Züge vom Joint sein. Wenn jemand auch noch nie Tabak geraucht hat und der Joint mit Tabak gedreht ist, sollte man vielleicht erstmal nur einen einzigen Zug nehmen, weil einem nicht raucher der Tabak schnell auf den Kreislauf gehen kann… Besonders, wenn mit Tabak aus normalen Zigaretten gedreht wurde und nicht mit Drehtabak aus dem Beutel.

Auf jeden Fall stark, dass du diese Sache so entscheiden konntest.

Wie bei jeder Droge. Warten, bis man sich halbwegs nüchtern fühlt und dann einfach los fahren. Wenn man durch andere Drogen als Alkohol oder Tabak berauscht ist, müsste man ja sonst wochenlang warten, bis es keinen Nachweis mehr im Blut gibt.

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Angefangen mit 14…zur Auswahl um die 200 Coffeeshops, Fahrzeit zum Shop ca. 10-15 Minuten mit dem Fahrrad.
War nie ein Gras-Freund, gabs damals auch kaum! Dafür aber die besten, handgemachten Haschischsorten…deswegen auch ganz klar ein Hookah bzw. Purpfeifen-Raucher!
Als ich anfing, gabs noch lange kein Schengen :wink: das war auch nicht wichtig, da der halbe Zoll teilweise mit in den Shops saß…
Mit 15 hatte ich meinen ersten 8-wöchigen Ferienjob im High Chaparal inkl. Schlüsselgewalt :joy: Haschisch wurde aus blauen Müllsäcken verkauft, da gabs noch echte Bevorratung. Was nicht verwundert bei 5-20 Kilo Tagesumsatz!
Auf Sinterklaas gabs damals in jedem dieser vielen Shops „Geschenke“! Dafür wurde übers Jahr hinweg alles an Reststücken aufbewahrt und in eine Überraschungskiste gepackt. Da durfte man dann seine Hand reinstecken, ohne etwas dabei zu sehen. Und alles, was man beim Rausziehen festhalten konnte, gehörte dann dir (natürlich für lau!).
In meinen High-Times habe ich nur noch Platten eingekauft. Pro Platte ca. 3 Wochen, dann war eine futsch (Platte = Größe und Gewicht einer Schoki-Tafel) :rofl:
War ein paar Dekaden dabei, habe dann irgendwann von heut auf morgen, nichts mehr angepackt davon. Ist bis heute so… :+1: :metal:

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Kenne ich, mit dem überdosieren, gab zeiten, da habe ich täglich 5 g im kuchen konsumiert, oder pure joints geraucht, bis ich wirklich nur noch das THC warnahm, aber den Rausch dadurch gar nicht mehr hatte, das waren Zeiten, wo man ein paar Tage Pause machen musste, um überhaupt noch was zu merken, weniger ist mehr.

Zu der Faulheit. Deswegen kifft man nach der Arbeit, nach den Pflichten, dann bleibt es auch ein Genussmittel, aber ja, als Jugendlicher, in so einem scheiß System wie diesem hier, da kifft man sich gerne die Welt Bunt.

@VIP

Aus den Zeiten berichtet mein alter auch gerne, der war mal in Marokko und dort hatten die cremiges Hasch in riesigen Marmeladen Gläsern, die haben sich da die die Hucke dicht geraucht, naja, der Kumpel meines alten trug nen Judenstern am Hals, das kam dann nicht so gut, den hätten sie fast umgebracht :smiley:

„Im Gefängnis sitzen nur Idioten“

Ein Rauschgifthändler hat sich in einem Video der Plattform Vice präsentiert, angeblich um Kiffer vor einer gefährlichen Entwicklung zu warnen. So rief er aber auch die Polizei auf den Plan – und wurde jetzt laut Ermittlern gefasst.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/ermittler-dealer-aus-vice-video-gefasst-17382391.html

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Sucht hat immer auch was mit Suche zu tun. Oder mit Flucht vor der Realität. Man will sich von dem ablenken, womit man sich nicht auseinandersetzen möchte oder glaubt, es nicht zu können.

Stark, dass ich das so entscheiden konnte?

Nun ja. ich bin als Kind bzw. Jugendlicher unfreiwillig Co-Abhängiger eines meiner Elternteile gewesen. Das war mehr als genug Erfahrung mit dem Thema Drogen, in dem Fall Alkohol. Von daher fiel es mir nicht schwer, das Kiffen direkt wieder einzustellen. Ich muss auch nichts trinken, rauchen oder einwerfen, um mich amüsieren zu können. Wenn die richtigen Leute da sind, geht das ganz von alleine.

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geschieht ihm recht, gestrecktes gras vertickt. Dem hätte doch klar sein müssen, bei seinem aussehen, bei seiner stimme, bei der kleinen stadt, bei dem medienrummel, dass jemand der polizei ein tipp gibt… :rofl: noch schön in der doku erzählt, dass er pro monat zich kg vertickt, das gibt knast.

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Mitte der 80er (also Pre - Schengen) gabs in vielen Coffeeshops noch die sogenannten „Hinterzimmer“, wo sich dann die Heroin-Spezies „vergnügten“! Das dann täglich mitzubekommen, war schon Abschreckung genug, um auch nur im Entferntesten darüber nachzudenken, mit der Schei**e anzufangen!!

Ich hab als kleiner Junge die Spritzen aufm Spielplatz gefunden, bei uns in der Straße ging viel ab, von daher auch totale Abschreckung ggü H.

Aus Versehen draufgesetzt, waaaa…? :wink: :rofl:

ne, auf aids konnte ich schon als kleiner junge gut drauf verzichten :wink:

Ich habe viele Jahre in Düsseldorf Luftlinie ca. 1 km vom Hauptbahnhof entfernt gelebt. Ob man will oder nicht, da bekommt man vieles mit. Als Hundebesitzer musste ich immer wie verrückt aufpassen, dass sich meiner nicht an einer der im Gras liegenden Nadeln sticht.

Nachdem es konzentrierte Aktionen im und um den HBF herum gab, verteilten sich die Süchtigen im weiteren Umkreis, um den Mist zu kaufen und ihn zu konsumieren. Die Übergabe fand, wie ich hörte und las, häufiger in fahrenden Straßenbahnen statt, um eine Verfolgung und Überwachung der Polizei zu erschweren.

Da war ich mit meiner Wohnung plötzlich mitten im Geschehen. Weil ich mal in einem ev. Jugendzentrum gearbeitet habe, kannte ich so ziemlich alle Heranwachsenden mit Hintergrund Türkei, Griechenland und Marroko. Da muste ich mir auch nach Sonnenuntergang keine Sorgen machen. Aber die Abhängigen, denen ist sicher jedes Mittel recht, um an ihren nächsten Schuss zu kommen.

Yeeaahhh…Rheingold & Poison ! :wink: :+1:

Das wäre näher als 1 km, da war ich aber nur selten. Da warf man sich andere Drogen ein, um 12 Stunden am Stück tanzen zu können.

Techno war nicht zwingend meins. Aber wenn ich mich heutzutage auf Trab bringen will, lege ich Kraftwerk oder The Prodidy auf. Dann saugt der Saugstauber beinahe von selbst.

Irgendwelche :pill: habe ich nie eingeworfen, das war mir immer zu riskant. Du weißt nie, was drin ist. Ich tanze auch so gerne solo, wenn die Musik gut genug ist.

Tor 3 war ich auch mal. Musste nochmals nach Hause, weil ich Dödel schwarze Birkenstocks anhatte. Das passte dem Türsteher nicht. Altenpfleger halt. :partying_face: Von Tor 3 bis zu meiner Wohnung waren es vielleicht 800 Meter.

Ich hatte meine erste Erfahrung mit 16 also irgendwann mitte der 80er, wir waren in einer gruppe und die bong ging rum, ein tiefer zug und das war es für mich, hat mich komplett ausgehebelt, Lachflash, Fressflash alles war dabei, hat mir gut gefallen. danach habe ich einige anderen probiert und muss sagen das war alles nicht meins, die ganze Chemie macht einen nur kaputt. Jetzt 30 Jahre später kannn ich sagen das hin und wieder mal ein Löffel Honig garnicht schlecht ist ( Ich rauche nicht, daher der Honig ), wenn ich mal nen extrem stressigen Tag hatte und nicht zur Ruhe komme, gönne ich mir mal einen Löffel Infused Honig um zu entschleunigen.

Ich habe in all den Jahren nur positive Erfahrungen mit Cannabis gemacht, aber mein Konsum ist auch eher wenig vielleicht so alle 2 bis 3 Monate und ich möchte dann alleine sein und das geniessen.

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Wusste ich noch gar nicht :0 Wann schreibst du eigentlich deine Biographie?

Ja das ist leider wahr. Vielleicht kennst du diese Dokumentationsreihe „Shore, Stein, Papier“ auf Youtube. Falls nicht, lohnt sich definitiv da mal reinzuschauen.

Wie viele Teile sind das? Gibt’s das auch in einem?

Hat er doch schon lange! Allerdings damals unter dem Pseudonym

Thilo Sarrazin

Aber pssst… :wink: :rofl: :rofl:

Herr Vippus, können wir zurück zum Thema kommen? Danke!