Empört euch! ein Kommentar von Lars Sobiraj

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Kommentar von Joe:
Hallo,
was kommt aus der Ecke der merkbefreiten als nächstes ?
Nazikeule oder Padopiler ?
Gerade der Journalismus ist immer ein Spagat, das sollte doch gerade die schreibende Zunft wissen.

In diesem Sinne mach weiter so.

Kommentar von Lars Sobiraj:
Die Kritiker sollten dann auch bei Kollegen anklopfen, sofern sie sich das trauen: https://www.nzz.ch/digital/torboox-booxto-lultu-spiegelbest-1.18211618

Kommentar von Andy Randy:
Ich weiß gar nicht warum Du diesen Kommentar überhaupt verfasst hast! ^^
Bleib locker und lass die Leute „reden“…man wird in Zukunft sehen wo es hingeht…

In diesem Sinne…solong… :wink:

Kommentar von Peer Kraus:
Nunja, mag alles sachlich so ein, Was ich aber wirklich eher stört( Entschuldigung ), ist dass ich Ihren " Infobericht" zu asozialen Seiten bzgl Ihrer Persönlichkeitsstruktur amüsant finde,- iIhr buddie herumgeprahle mit Insider Wissen und persönlichen " beziehungen " zu irgendwelchen Kriminellen, die solche Seiten betreiben, nun, Ganz ehrlich, das ist ganz ganz ganz klein. Ggf, fehlt Ihnen etwas Spannung im Leben. Lg.

Kommentar von tm98:
Es ist interessant, dass so ein Beitrag plötzlich solche Wellen schlägt. Bei Gulli hast du auch über kontroverse Themen berichtet, aber solche Wellen hat das nie geschlagen. Und das, obwohl bei Gulli die Klickzahlen sicherlich ganz andere waren.
Man kann und muss illegalen Angeboten jedweder Medien, seien es Filme, Musik, Software oder halt Bücher definitiv kritisch gegenüber stehen, sollte als Urheber aber zumindest auch einmal versuchen ein gewisses Verständnis den Downloadern gegenüber zu bringen. Die Uploader mit finanziellen Interessen sind Verbrecher, daran gibt es nichts zu rütteln. Dem Konsumenten fehler u.U. aber auch einfach legale Alternativen oder ganz einfach das nötige Kleingeld. Ich stelle einmal die gewagte These auf, dass ein großer Teil der Schwarzkopierer die zur Verfügung gestellten Werke ohne diese Angebote einfach gar nicht konsumieren würden. Jugendliche Downloader werden irgendwann im Berufsleben auch zu legalen Kunden, vielleicht sogar zu besseren. Ich persönlich nutze legales Musikstreaming seit es in Deutschland erhältlich ist (Napster 2006, jetzt Spotify). Ich würde gleichwertige Angebote anderer Mediengattungen ebenfalls liebend gerne in Anspruch nehmen, die passenden Angebote fehlen aber schlichtweg. Bei allen verfügbaren Videostreamingdiensten ist die Auswahl mehr als mager, ebenso bei Bücherausleihen. Ich erwarte als Kunde, wie beim Musikstreaming, nahezu Vollständigkeit. Ansonsten ist das Angebot uninteressant.

Mir ist klar, dass eine Film- und Serienflatrate mit umfassendem Angebot nicht für 9,90€ angeboten werden kann. Aber dann bietet doch bitte eine für 20€ an. Ich würde auch die Leihdienste zum Einzelabruf nutzen. Aber für 5-6€ für einen HD-Film? In der normalen Videothek bekomme ich den Film für 2€.

Das Stichwort ist doch „Angebot und Nachfrage“. Die Nachfrage ist da, das Angebot nicht. Wenn die Serienfans keine legale Möglichkeit haben ihre Lieblingsserie kurz nach US-Ausstrahlung zu sehen, dann nutzen sie die illegalen und haben dabei, welch ein Wunder, nichtmal ein schlechtes Gewissen. Die Musikindustrie hat lange und hart erfahren müssen was es heißt die Entwicklung der Konsumvorlieben zu verschlafen. Das könnte die Verlagsbranche besser machen, ist gerade aber auf dem besten Weg sich auf die selbe Position zu katapultieren, an der die Musikindustrie vor 10 Jahren war.

Ob man deshalb eine Auflistung von E-Book Warez Seiten posten muss, darüber lässt sich sicher trefflich streiten. Aber Lars deswegen vorzuwerfen er wäre kein Journalist, das ist, entschuldigung, dämlich. Da würden mir spontan sehr viele andere Machwerke einfallen, die bedeutend mehr Schaden angerichtet haben. Oder wie war das mit den „Pleite Griechen“?

Kommentar von Andy Randy:
Was soll hier überhaupt der „Lars listet Warez-Seiten“ Quatsch?!? ^^
Alle Seiten zum Thema „Gratis Ebooks“ findet man bei diversen Suchmaschinen innerhalb von wenigen Minuten, da muss man kein „Szene“-Kenner sein. kopfschüttel

Kommentar von Stefan:
Sehr spannend das ganze Thema, zumindest für mich. Ich sehe mich selbst auch ständigen Diskussionen darüber ausgesetzt wie der Printjournalismus hier und die Musik dort zu retten. Alles ist versaut worden durch das böse Internet. Ja ja, alles böse und jeder will gratis.

Blödsinn meiner Meinung nach. Wir brauchen Musiker, Autoren und Journalisten wie dich die mal out of the box denken. Die Businessmodelle dieser sterbenden Modelle sind leider überholt und müssen neuen Wegen Platz machen. Da braucht es dann auch etwas mehr Kreativität und vor allem ein Umdenken bei großen Plattenlabels.

Warum die digitalen Alternativen zu Büchern und CD´s nach wie vor so teuer sind? Weil die Verantwortlichen einfach nicht begreifen, dass sie damit sogar Marketing betreiben. Hier wird das ruinöse Pringeschäft refinanziert. Wer viel Geld für digitale Artikel, Bücher o.ä. haben möchte, der muss auch viel liefern. Dann klappts vielleicht auch.

Kommentar von Lars Sobiraj:
Ich habe per PN auf Facebook einen Hinweis darauf bekommen, mein Artikel könnte auf die Leser zynisch wirken, weil ich z.B. auf keine legalen Alternativen hingewiesen habe. Da hat der Verfasser der Nachricht nicht Unrecht, das hätte ich geschickter formulieren können.

Kommentar von blub:
Ein Problem löst man, indem man die Ursache dafür findet, und behebt. In deinem Beitrag schreibst du selber, dass die Preise zu hoch sind. Wieso sollte Piraterie mit der Bekämpfung von Servern oder dem Folgen des Geldes bekämpft werden?

Heutzutage wird Musik kaum noch kopiert. Es wird gestreamt! Ein legales Angebot verdrängt zunehmendst das illegale Angebot. Der Kunde bekommt einfach, was er möchte, und ist zufrieden damit.

Will man also das Piraterie-Problem ERNSTHAFT angehen, muss die Ursache bekämpft werden. Und das sind meiner Meinung nach nicht, Geschenkkarten oder die Möglichkeit anonym zu bezahlen.

Vielleicht einfach mal da drüber nachdenken…

Kommentar von pv:
Vielen Dank, Lars Sobiraj, ich freue mich sehr dass hier eine öffentliche Diskussion entsteht. Weil wir hier über eine Problematik diskutieren, die bereits mehrere Jahre auf eine Lösung hin wartet.

Grundlegend Journalistisch betrachtet, ist der vorhergehende Blog-Eintrag ein kleines Fiasko. Aber darum soll es mir persönlich nicht gehen. Mich interessiert viel mehr die weitere Vorgehensweise, und das Abwenden der Piraterie verursacht durch den literaturbewussten Kunden. Alleine durch seine anregende Wirkung entfaltet der vorhergehende Blog-Eintrag so seinen ganz eigenen Mehrwert. Dies könnten die „Betroffenen“ vielleicht auch einmal bedenken. Denn es muss gehandelt werden.

So sehr die leidenden Autoren die Piraten für Ihr eigenes schmales Bankkonto auch verantwortlich machen mögen, aufrichtiger wäre es, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf die Füße zu steigen und dort einmal nachzufragen, warum zu wenig zielführendes Engagement in die Entwicklung der eigenen Dienstleistung zur Anpassung an den öffentlichen Zeitgeist stattfindet. So stellt dies doch eine nicht zu kleine Aufgabe des Vereins überhaupt dar.

Beliebte Analogie stellt zu Recht immer wieder das Musikgeschäft dar. Seit dem es iTunes, Spotify und Vevo gibt, ist die Musik-Piraterie nach Schätzungen um einen Prozentsatz im 2-stelligen Bereich zurückgegangen. Man spricht branchenintern von 20 - 35%. Das ist kein kleiner Erfolg, dabei geht es um Milliardenbeträge. Diese Herangehensweise ist für die Buchbranche nur leider nicht eins zu eins anwendbar.

Sollte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ernsthaft erwägen, der sich stetig verschärfenden Situation für Autoren / alle drei Handelsstufen entgegen zu wirken, kontaktiere/engagiere man mich gerne.

Kommentar von Dieter Petereit:
Hättest Du’s mal bei uns veröffentlicht. Da hätteste wenigstens noch Geld dafür bekommen :wink:

Kommentar von Volker Rieck:
Bitte verraten Sie mir woher sie diese Erkenntnis haben:

„Heutzutage wird Musik kaum noch kopiert.“

Ist das eher ein Gefühl, eigene Erfahrung oder gesicherte Empirie?

Kommentar von Volker Rieck:
Auch hier die Frage, wer ermittelt solche Zahlen?

„Seit dem es iTunes, Spotify und Vevo gibt, ist die Musik-Piraterie nach Schätzungen um einen Prozentsatz im 2-stelligen Bereich zurückgegangen. Man spricht branchenintern von 20 – 35%.“

Ich bin ernsthaft daran interessiert zu erfahren, wer so etwas schätzt. Denn wenn ich einen Rückgang schätzen müsste, dann muss ich ja auch vorher einen totalen Betrag geschätzt haben.

Kommentar von Ulf J. Froitzheim:
„Ich habe per PN auf Facebook einen Hinweis darauf bekommen, mein Artikel könnte auf die Leser zynisch wirken, weil ich z.B. auf keine legalen Alternativen hingewiesen habe. Da hat der Verfasser der Nachricht nicht Unrecht, das hätte ich geschickter formulieren können.“

Ja, zynisch, destruktiv, kontraproduktiv, überflüssig, so unjournalistisch wie die Warez-Titel von PC-Blättern. Es ist aber keine Frage einer geschickteren Formulierung, sondern eine der Haltung. Der heutige Text lässt hoffen, dass das nur ein Ausrutscher war. Da waren ja diesmal durchaus konstruktive Ansätze drin – und wenn man sich in dieser Szene so gut auskennt, braucht man wirklich keine PR für diese Halunken zu machen. Das sind ja keine Robin Hoods.

Kommentar von Lars Sobiraj:
@Dieter Petereit: Stimmt schon. Allerdings hat es nichts mit Webdesign zu tun. :wink:

Kommentar von Thomas Elbel:
Ich finde den Artikel prima, weil hier jemand aus der Szene mal mit einigen moralischen Selbstbeweihräucherungen der Szene aufräumt. Das sollten sich die Piraten hinter die Ohren schreiben. Ich selbst habe in meinem Leben schon einige Scheiße gebaut, und nicht so schöne Dinge getan, aber ich halte mir immerhin zugute, dass ich keiner von denen bin, der versucht die eigene Scheiße zu Goldbrocken schönzureden.
In diesem Sinne bin ich allerdings mit der Kernrechtfertigung des Postings unzufrieden. Ein journalistischer Artikel, der illegale Sites aus wissenschaftlichem, quasi rein heuristischem Interesse auflistet?! Schwer verdaulich. Noch weniger gut im Magen liegt aber die Behauptung, der Autor habe sich „unbewusst zum Helfer der Grauzone gemacht“. Einem Menschen mit dem intellektuellen Format von Herrn Sobiraj kann ich nur sehr schwer abnehmen, dass ihm „unbewusst“ sein soll, dass die Mehrzahl der Interessenten und Leser eines solchen Artikels ein gewisses „rein praktisches“ Interesse an diesen Informationen hat. Etwas zu kurz gesprungen, Herr Sobiraj, nichts für ungut. Ich freue mich aber sehr, mit Ihrer Erlaubnis hier demnächst etwas zu den Mühen der Produzentenseite posten zu können.

Kommentar von Lars Sobiraj:
Ich habe heute bei einem meine Auftraggeber wegen einer Artikelidee nachgefragt, die hier aus der Diskussion entstanden ist. Das wäre eine Art Stresstest für E-Book-Flatrates und sonstige Anbieter von E-Books für das deutschsprachige Publikum. Mal schauen, ob ich den Zuschlag bekomme. Wenn nicht, möchte ich die andere Seite trotzdem demnächst ausführlich beleuchten.

@Volker Rieck: Meine Freundin hat zwei Töchter im Alter von 16 und 18. Da bekommt man viel aus dem Umfeld mit. Die nehmen ihre MP3s zumeist über YouTube auf. Für Parties werden keine MP3-Player o.ä. benutzt. Nein, die loggen sich mit ihrem Dektop- oder Notebook-PC bei YouTube ein, laden eine Playlist für die Party ein, fertig. So läuft das immer mehr heute. Gesicherte Zahlen über die Menge bzw. die Anteile der genutzten Musikwerke liegen mir nicht vor.

Kommentar von Lars Sobiraj:
Herr Froitzheim: Sie und diverse Kollegen lassen sich ja gerne mit Namensnennung und Link über mich in der Gruppe „Journalismus im digitalen Zeitalter“ bei Google Plus aus. Vielleicht können Sie mal eine Aufnahme von mir bewirken. Sich dort nicht äußern zu können finde ich unfair. Außerdem hätte ich ihren ersten Kommentar sehr viel besser nachvollziehen können, wäre er nicht voll beißendendem Sarkasmus gewesen. So stelle ich mir einfach keine fruchtbare Diskussion vor, sorry. Jemand hat mir den Sinn gestern am Telefon ausführlich erläutert. Bis dahin glaubte ich, Ihnen ging es nur darum mich zu provozieren. Wie gesagt kann ich Ihre Wut vollends nachvollziehen. Nur so kommt einfach keine Diskussion weiter. Gerne kann man das auch im Rahmen einer Veranstaltung bei einer Podiumsdiskussion fortsetzen.

Kommentar von tm98:
Bitte sehr: