Digitalpakt für Schulen - Warum klappt das eigentlich nicht?

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Ein weiteres Problem ist die Aufteilung der Zuständigkeiten.

  1. Das Land hält Milliarden für Hardware bereit. Warum hat man den Sommer nicht genutzt, jedem Lehrer ein kleines Notebook (300€) zur Verfügung zu stellen, um an den Schulen einheitlich eine Meeting-Software zu fahren? Es ist ein Unding, dass Lehrer dafür ihre privaten Geräte benutzen müssen. Die einen nehmen ipads, die anderen PCs mit webcams, wieder andere ihre Handys oder Notebooks … mit zoom, Jitsi, Teams, BigBlueButton, Sdui, skype, …
  2. Die Bundesländer sind für die Aus- und Fortbildung der Lehrer zuständig. Wenn alle in Intensivkursen fortgebildet werden, wer übernimmt die Vertretungen? Wurde hier auch der Sommer seitens der Länder verschlafen? Die Lehrer haben momentan einen enormen Mehraufwand, weil sie größtenteils zweigleisig fahren müssen: Präsenzunterricht und Digitalunterricht für Quarantäneschüler. Viele wären froh gewesen, nicht alleine gelassen zu werden sondern in Fortbildungen (eventuell letzte Ferienwoche) geschult worden zu sein.
  3. Schulgebäude. Viele Kommunen sind pleite und sollen jetzt für sehr viel Geld IT-Infrastruktur aus dem Hut zaubern. Kabel verlegen, AP installieren, Server einrichten, …
  4. Pflege. Wer kümmert sich um den Bestand und die Funktionsweise der Geräte? Die ausgebildeten Netzwerkbetreuer an den Schulen sind Lehrer, die sich um accounts, Imagepflege und Software kümmern … aber die Hardware? Das kann nicht deren Job sein.
    Ich bezweifle, dass dieses Problem in den nächsten Jahren gut gelöst wird, weil wieder einmal möglichst viel Ertrag mit möglichst wenig Einsatz an Geld erwirtschaftet werden soll.
    Leidtragende sind die überforderten Lehrer, die genervten Eltern und vor allem die Schüler

Ein 300€ Laptop schon klar. Sowas gibt es nicht das ist Elektoschrott ab Werk. Also ein Laptop zum Vernünftigen Arbeiten fängt bei 700€ ein Tablet bei 900€. Für die Kids zum Arbeiten bei 350€ + Zubehör wie Stift und Tastatur für das Tablet. Ich sehe das aber auch das das Problem meist ist das die Lehrer ziemlich allein gelassen werden. Wir betreuen über 20 Schulen und bekommen halt schon anfragen für meine Mails sind falsch Sortiert was Muss ich tun. Und das von Sekretärinnen. Gibt aber auch die anderen die Bock drauf haben und sich selber alles erarbeiten.

Also wenn die Schule keinen Lehrer oder wenn noch vorhanden Schulassistenz der Lust auf IT hat dann ist es fast unmöglich für eine Schule IT umzusetzen und zu nutzen. Wir sind da schon sehr human den eigentlich sind wir nicht dafür da zu überlegen welche Software die Lehrer auf Ipads haben wollen damit die im Unterricht die auch einsetzten können. Oder was wird an Hardware und Software benötigt. Vieles würde gar nicht beantragt werden, wenn wir nicht so einen guten Draht zum Landkreis hätten. Vieles habe ich auch in meiner Freizeit erarbeitet aber auch schon aus Interesse. Aus meiner Sicht unsere Schulen nutzen alle IServ aber keine der Schulen hat den Grundlehrgang gemacht da dieser ja 2000€ kostet für 5 Lehrer. Ist aber nicht so das der Landkreis das nicht übernehmen würde, wenn man fragt. Nein da ruf man dann lieber den Itler an ich muß Kinder anlegen wie geht das. Wenn man dann sagt naja aus Danis exportieren und über das Import Profil importieren wie jedes Jahr sieht man immer die Fragezeichen über den köpfen :wink:

Knapp 300€ … sollte doch reichen … und wenn man davon ein paar Hundert pro Stadt kauft, sollte der Preis auch in etwa dauerhaft machbar sein.

Das Problem ist ziemlich komplex:

-Zu allererst wurden die schulen kaputtgespart (Schwarze 0) und durch ein trommelfeuer an Reformen zermürbt.

-Die Lehrer (nicht verbeamtet) verdienen kaum was, dafür das sie mit einer ganzen Menge problemen zu kämpfen haben. Frühreife Kinder-Despoten ggf bewaffnet, höchst aggressive Eltern oder Kinder deren eltern man nie gesehen hat, den kindern Dinge wie moralischen Anstand lehren in einer Welt in der es diesen begriff bald nicht mehr gibt, unbeschreibliche bürokratie… Die Liste ist lang auch ohne die aktuellen Corona Probleme. In dieser Situation mal eben IT meistern damit man es lehren kann und die Infrastuktur einrichten für die eigentlich ein ganzes Team an hochbezahlten Spezialisten nötig ist. Welche nur hochbezahlt sind, weil das IT Thema zu lang verschlafen wurde. Intensivschulung bringt nur lückenhaftes Wissen das weitergegeben wird. Entweder richtig oder gar nicht. Da darf es keine grauzone geben.

-Der Gesetzentwurf stammt von Menschen aus einer Generation die nicht wirklich was mit IT am Hut haben. Dafür holen sie sich Berater aus dem jeweiligen Bereich. Diese könnten zwar eine perfekt durchdachte Lösung anbieten aber dann verdienen sie langfristig weniger geld, denn wenn das Ergebnis das sie stattdessen anbieten lückenhaft ist, werden sie ein paar jahre später wieder engagiert um ihren eigenen mist weg zu machen. Und das machen sie auch wieder nicht zu 100%, at infinitum…
So läuft es in verschiedenen bereichen seit 20 Jahren und erzeugen diese Placebo-Gesetze.

-Die Schulen haben diese Stahlbetonmauern, da es als sie gebaut wurden eher darum ging das, dass Gebäude immer in benutzung ist und vor allem zum Schutz. Schulen sind in Katastrophenzeiten als zufluchtsorte erdacht worden. Im Krieg z.B. halten diese mit am längsten durch und viele haben auch ihre eigenen Bunker. Das es mal probleme mit der übertragung elektomagnetischer Wellen geben würde, konnte keiner wissen. Die modernisierung würde sehr teuer und problematisch werden per W-LAN im ganzen gebäude. 75% Kabelgebunden und Hotspots in den Unterrichtsräumen lassen sich vllt realisieren.

-Welche Programme sollen denn benutzt werden. Abgesehen von ein paar OpenSource Projekten kann man nur was aus der Privatwirtschaft nehmen, was dann vermutlich mit Marketing und Branding verseucht ist oder schlimmerem.
Was soll den kindern denn überhaupt konkret, wie beigebracht werden abgesehen von „Das ist eine Maus“ & Word etc? Ist Datenschutz etwas das gelehrt werden sollte, denn wie es aussieht wäre dem Staat ein unwissender Bürger eher gelegen als jmd der sich auskennt… Sieht da noch jemand eine parallele zum guten alten Klerus? O.o
Fördern wir nur die Kinder die interesse und Talent zeigen speziell und die anderen bekommen das Standardprogramm? Wie weit soll die ausbildung denn im allgemeinen gehen Pr0’s oder fortgeschrittene User (wozu ich mich zählen würde)?

Es gibt da noch mehr aber es reicht erstmal.
Nur mit einem neuen Notebook ist es leider nicht getan. Abgesehen davon kann jeder lehrer den Arbeitslaptop von der Steuer absetzen. 300 definitiv, bei mir waren 1200 drin. :wink:
Um positiv zu enden, der Digitalpakt war ein netter erster Schritt. -.-

Hier ein Bericht von der Front .

Ganz, ganz finster. Kann sich noch jemand erinnern, wie wir kurz nach der Wende Witze über „Dunkeldeutschland“ machten?

Klingt heute nicht mehr so witzig, wa Keule?

ACHTUNG! „Wer schöne Verschwörungslinks für mich hat: ab an felix-bloginput (at) fefe.de!
Wer sowas gleich als erstes schreibt ist (EDIT!) vermutlich, keine vertrauenswürdige Quelle! Besonders wenn es tatsächlich ein Lehrer wäre. Arme Menschheit!

Wow, du bist wohl ein Schnelleser

Aber im Neuland Internet immer noch nicht gelernt, eine Suchmaschine zu bedienen, wa? Im Gegensatz zu dir hat Fefes Blog wenigstens Inhalte und sogar einen Wikipedia-Eintrag.

Nun husch zurück zum heute journal mit dir. Da übernehmen für dich die Profis dieses Mühsehlige Bewerten und Einordnen von Informationen. Kann man von einem ehrlichen Steuerzahler ja auch nicht erwarten, dass er außerhalb der Arbeitszeit mal das Hirn einschaltet.

Plonk.

Ich finde das heute journal oder die Tagesschau gar nicht schlecht. Fefe übrigens auch nicht. Können wir zum Thema zurück, bitte?

Die Qualität der angebotenen Informationen ist meist akzeptabel. Die Sprachregelungen darf man spätestens seit Erscheinen des berüchtigten Framing Manuals Staatspropaganda nennen.

Was mir aber richtig sauer aufstößt sind die Weglassungen wichtiger Informationen. Dass im Jemen seit 2015 ohne Unterbrechung fleißig völkergemordet wird durch eine Koalition der „Guten“ fällt sicher irgendwie immer irgendwie aus der Redaktionskonferenz.

Da müssen halt wirklich wichtige Themen rein wie diese Native Advertising-Luftnummer der deutschen Innovationsbranchen!!11 [1]

Mir meine Zeit nicht wert. Informationkonsum ist mit Enstehen des Internets ein „Pull“-Vorgang geworden. Der User ist selbst in der Verantwortung, sich gute Informationen zu suchen.

Das „Push“-Modell der klassischen Broadcaster hat sich überholt und glücklicherweise kann nun jeder selbst recherchieren, wie dürftig deren „informationelle Grundversorgung“ ausfällt.

[1] Ich empfehle, da mal bei Interesse hinterherzurecherchieren. Bullshit, Nepotismus, frei erfundene Fakten und Statisktiken, die „Redakteurin“ (Redaktionsleiterin !!!) ganz offen Transatlantikerin und Twitter-Aktivistin.

Wenn das schon schnell für dich war… Aber ja, lese schneller als der durchschnitt. Habe schließlich ausreichend übung gehabt. Bücher & so. :wink:

Ja, ich hab mir den weiteren blog angeschaut und auch recherchiert wer Fefe ist (nicht das mich das wissen um diese Person irgendwie bereichert hätte). Stichwort „Neuland“, dir scheint noch nicht aufgefallen zu sein, dass es inzwischen irrelevant ist ob jemand „Inhalte“ oder einen Eintrag bei Wikipedia hat, in hinsicht auf Authentizität des Autors einer Information. Wenn dem tatsächlich so wäre, wäre Trump immer im recht mit allem was er sagt, hat immerhin Wikipedia Eintrag UND eine Hotelkette. O.o
Bin außerdem drauf bedacht unter dem Radar zu bleiben. Will gar keine Inhalte liefern oder ähnliches. Gibt da besseres um den selbstwert zu pushen.

Nie geschaut.

Als unehrlicher Steuerzahler fühl ich mich nicht angesprochen. :stuck_out_tongue:

Ich klink mich an dieser Stelle aus. :wink:
Edit: Wobei, Verschwörungstheorien die Eltern an die Kinder weitergeben, werden den Lehrern auch bald probleme machen. Passt also schon irgendwo. XD

Ok, kann man so argumentieren. Gute Replik. Bin gerade zu faul dagegenzuhalten.

Nur zur Einordnung: Fefe agitiert - völlig Out-Of-Character für das Format - in geradezu missionarischem Eifer gegen die „Covidioten“…

Felix freut sich eigentlich immer, wenn er sich mal wieder so richtig öffentlich aufregen kann. Von daher…