Die Cannabis-Legalisierung kommt, wie steht es um das deutsche Gras?

Ganz spannende Doku: Gefahren auf dem Schwarzmarkt, illegaler Anbau und ein Milliardengeschäft.

Auf einer Reise durch Deutschland findet Spiegel TV heraus, wo Cannabis schon längst seinen Platz gefunden hat – und was eine Legalisierung durch die Ampel-Koalition ändern würde.

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Wer schon vor Jahren große Hallen baut, die er erst später braucht, ist klar im Vorteil :rofl:

Bleibt noch die Frage, wieviel lizensiertes Gras „Made in Germany“ wohl pro Gramm kosten wird…

Der illegale Markt wird dennoch bleiben, sobald Gras in Shops verkauft wird zahlste 15 euro + das G. Kollege zahlt 5 Euro das g bei connections, weißt bescheid, in den USA ist das sehr gut zu beobachten. Aber dennoch, endlich Gerechtigkeit!!!

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Jetzt treten mehr Details vom Koalitionsvertrag zutage.

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Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 24.11.2021

Die Ampelparteien haben sich auf eine umfangreiche Legalisierung von Cannabis verständigt. Konkret sieht der Koalitionsvertrag Folgendes vor:

Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein. Dadurch wird die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet. Das Gesetz evaluieren wir nach vier Jahren auf gesellschaftliche Auswirkungen.

Der Deutsche Hanfverband (DHV) begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.

Die Ampel ist ihrem eigenen Anspruch gerecht geworden, eine echte Reform-Koalition zu sein und den Stillstand nach 16 Jahren CDU-geführter Regierungen zu beenden. Cannabis ist das beste Beispiel dafür. Die neue Regierung orientiert sich endlich an Fakten und geht international mutig voran. Viele Länder werden diesem Beispiel folgen und ebenfalls Cannabis legalisieren,

so DHV-Sprecher Georg Wurth.

Weniger begeistert zeigt sich der Hanfverband allerdings von der Tatsache, dass offenbar der Eigenanbau durch Konsumenten nicht zugelassen werden soll.

Es sei nicht erkennbar, warum Cannabis anders behandelt werden sollte als Tabak und Alkohol, für die der Gesetzgeber die Möglichkeit der Eigenproduktion gestattet. Außerdem stelle der Eigenanbau von Cannabis für regelmäßige Konsumenten mit höherem Verbrauch und geringem Einkommen eine wichtige Alternative zum Fachgeschäft dar. Sie würden laut DHV ohnehin weiter wie bisher selbst anbauen. Diese Konsumenten weiterhin zu kriminalisieren sei nicht sinnvoll, so der Hanfverband, zumal auch der Eigenanbau dem illegalen Schwarzmarkt Umsatz entziehe und die Konsumenten vor Streckmitteln schütze.

Daher fordert der Deutsche Hanfverband, auch den Eigenanbau zu legalisieren.

Die beschlossene Legalisierung von Cannabis sei ein Meilenstein der deutschen Drogenpolitik. Die konkrete rechtliche und praktische Umsetzung halte allerdings noch viele Fallstricke bereit. Der DHV freut sich, diesen Prozess weiterhin konstruktiv zu begleiten und dafür zu sorgen, dass der Cannabismarkt zukünftig nicht ausschließlich von Konzernen beherrscht wird.

https://hanfverband.de/nachrichten/pressemitteilungen/der-grosse-wurf-deutscher-hanfverband-begruesst-weitgehende-einigung-auf-legalisierung-von-cannabis

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