Das Tor-Projekt - clevere Strategie oder ultimatives Datenschutz-Tool? (Teil 1)

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Das Tor-Projekt und der Tor-Browser werden oft zusammen in einem Satz genannt, wenn es um Online-Anonymität und Datenschutz geht. Es…

Ich dachte in dem Artikel gehts um den Tor-Browser und dem sicheren Surfen damit oder um das Darknet ansich, was damit gemacht wird etc.

War dann etwas enttäuscht, weil man das meiste bei Wiki oder anderen Infoseiten nachlesen kann und nichts neues waren.

Das viele kriminelle das Tor-Projekt für ihre Geschäfte nutzen, liegt ja nur daran, dass man darauf einfach und ohne viele Aufwand Zugriff hat. Für alles andere, was nur intern in der jeweiligen Szene bleiben darf, dafür wird doch schon lange Freenet oder I2P verwendet. Beziehungsweise sogar das verschlüsselte IRC-System aus dem Clearweb.

In dem Artikel hört sich da so an, dass es extra für Kriminelle entwickelt wurde. Dabei hat sich das das doch nur ergeben, weil die Möglichkeiten von Tor es zugelassen haben. Mag ja sein, dass es eigentlich von den Behörden entwickelt und hauptsächlich genutzt wurde. Aber dafür können die anderen ja nichts (Kriminelle, Verfolgte, Journalisten, Datenschützer) dafür. Das Tor-Projekt wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, also wurde es dann halt für seine jeweiligen genutzt/ausgenutzt. Die Entwicklung über die Jahre von der Enstehung bis zum Nutzen in der heutigen Zeit, damit haben die zum Anfang dieses Projektes sicher nicht mit gerechnet. Allerdings wurde schon damals in Kauf genommen, dass dieses Tor ausgenutzt oder entgegen der eigentlichen Zwecke im Laufe der Zeit genutzt werden kann.

Aber jetzt daraus nen Strick zu machen, ist der falsche Ansatz. Es sind weder die Behörden Schuld und die Bösen wie auch die Kriminellen es nicht sind, was aus Tor geworden ist. Es hat sich einfach daraus ergeben, aufgrund des Aufbaus und der Funktionsweise.

Dementsprechend ist es auch viel weniger spektakulär und aufsehenerregend wie es der Blog darstellt. Darin werden ja quasi die Entwickler und ersten Nutzer als Schuldige ausgemacht, dass es das Tor-Projekt gibt und das sie es heute noch finanzieren.

Also ich glaube du hast den Artikel wohl nicht richtig gelesen.
Das was du da schreibst hat mit dem Inhalt nicht viel zutun :wink:

Im Artikel steht:
Schon sehr früh verstanden die Forscher vom NRL, dass es nicht ausreicht, lediglich ein System zu entwerfen, das den Verkehr technisch anonymisiert…Aktivisten, Cyberkriminelle, Studenten, Unternehmensforscher, Journalisten, Drogenhändler, Hacker, Verbreiter von Kinderpornos, ausländische Agenten oder Terroristen etc. etc.

Also das es extra für Kriminelle entwickelt wurde, steht da nirgends.

Nein, siehe die Studie zu Tor von 1997. Du erinnerst dich? … Schon sehr früh verstanden die Forscher vom NRL, dass es nicht ausreicht, lediglich ein System zu entwerfen, das den Verkehr technisch anonymisiert…usw.

Damit gerechnet, es geplant, finanziert und kontinuierlich für hauptsächlich ihre Zwecke weiterentwickelt.

Edit, da falsch verstanden:

Dann hast du da was falsch verstanden. Die Entwickler haben im Auftrag der Regierung gehandelt und trifft keine Schuld. Mehr noch, einige von ihnen haben später sogar klargemacht, wie sie über das Projekt denken. Das die ersten Nutzer des Zwiebelnetzwerks schuld an irgendwas sein sollen, steht auch nirgends im Artikel.

Ich denke, um den Artikel richtig zu verstehen, solltest du den 2. Teil abwarten. Ich denke dann wissen wir, wer die wahren „Strippenzieher“ sind und wie man das alles im Zusammenhang verstehen sollte.

Gruß :blush:
Sunny

Ihr dreht einem die Wort im Munde um… Das was ich geschrieben habe, bezieht sich nich auf die Wirklichkeit des Tor-Projektes, sondern auf den Inhalt des Blogs.

Meine Schlussfolgerungen ergaben sich ausschließlich auf denen aus dem Blog. Und hier steht nirgends, dass die Entwickler im Nachhinein sich dagegen stellen. Damals haben die Programmierer mit Sicherheit sehr viel Geld dafür bekommen und davon auch gut gelebt. Außerdem werden daran sicherlich auch Entwickler gearbeitet haben, die direkt bei den Auftraggebern angestellt sind.

Damals war die Dimension der Computerkriminalität viel kleiner. Da werden die mit Sicherheit nicht auf die Idee gekommen sein, eine Plattform zu entwickeln, damit die Kriminaliät im Internet ungeahnte Sphären erreicht. Erst durch Tor selber, ist die Kriminalität und der illegale Handel auf eine kaum zu bewältigende Höhe gestiegen. Somit müssten die Entwickler ja vorgehabt haben, die Kriminalität und den Handel zu fördern und einfacher zu gestalten um es dann im Nachhinein zu bekämpfen.

Man kann ja denen viel vorwerfen, aber das bestimmt nicht. Und somit hat sich die heutige Situation aus der Tatsache entwickelt, dass dieses Projekt eine Plattform dafür bereitstellt. Um im Laufe der Jahre wurde dadurch diese Plattform erst mehr und mehr ausgenutzt und für falsche Zwecke mißbraucht.

Man könnte das mit einem Auto vergleichen. Damals haben die Entwickler in Kauf genommen, dass man damit Unfälle baut und das Leben kosten kann. Aber keiner hat auf dem Plan gehabt, dass damit auch jemand in eine Menschenmenge fahren und so mehr als 30 Opfer hervorbringen kann. Es wurde von Terroristen und Psychophaten ausgenutzt, weil das Auto die Möglichkeit dazu gegeben hat.

Und so ist es dann auch mit dem Tor-Netzwerk. Dass es von Anfang auch für diese Zwecke entwickelt wurde, gehört in die Sparte der Verschwörungstheorien.

Im letzten Absatz ist doch klar zu erkennen, dass der Schreiber es den Behörden vorwift, dieses Projekt zu finanzieren um weiterhin Tor-Nutzer ausspionieren zu können. Dabei tun die das nur, weil es die auszuspionierenden Menschen nutzen. Genauso aber werden die im Clearweb, auf dem Smartphone oder sogar auf der Straße ausspioniert. Schließlich darf man als Normalbürger auch nicht davon ausgehen, ausgehorcht zu werden. Dafür sind wir viel zu irrelevant und das würde nur unnötig sinnlos Ressourcen verschwenden.

Ich bin zwar auch ein Verfechter des Datenschutzes, aber wir sollten endlich mal von der Meinung wegkommen, dass jeder von uns beobachtet, gehackt oder ausspioniert wird. Wir sind schließlich nicht mehr in der DDR, in Nordkorea oder in China. Das ist ein rießen Irrglaube, wenn man kein VPN nutzt, getrackt wird oder seine Daten preisgibt, dass man dann unsicher und gefährlich lebt und beobachtet wird.
Das Daten von jemand geleakt und mißbraucht werden, hat andere Gründe. Der Hauptgrund ist einfach die menschliche Vernunft. Wie man mit seinen Daten selber umgeht und wem man diese weitergibt.

Das steht zwar nicht so im Text, aber das ist meine Schlussfolgerung aus dem letzten Absatz.

Ich les halt sowas nicht blind runter und gut, sondern mache mir daraus eine persönliche Meinung und ziehe meine Schlussfolgerung daraus, wie es der Schreiber vielleicht gemeint haben könnte. Und darauf ziehlt mein erster Kommentar ab.

Man muss halt auch darauf achten wie ein Text geschrieben ist. Man kann nicht nur Infos von unterschiedlichen Seiten nehmen und diese dann irgendwie in seinem Blog vermischen, auch wenn es das selbe Thema ist. Aber das liegt nicht an dir, sondern ist ja allgemein bei Blogs bekannt… Und so entstehen dann aber auch Fakenews oder Theorien wo dann Leute daran glauben.

Mir fehlt in Deutschland eine effektive Kontrolle unserer Geheimdienste. Wer überwacht die Wächter? Wenn man da mal näher hinschaut, wie viel Freiraum die haben und wie wenig Kontrolle wirklich stattfindet, da wird’s einem anders. Und was bitte ist bei dem NSA-Ausschuss groß rausgekommen? Immer wenn es spannend wurde, war es angeblich eine geheime Verschluss-Sache. Ich übertreibe jetzt mal, aber so ähnlich lief es doch ab.

Du hast natürlich recht, dass nicht an jedem Menschen ein Interesse seitens der Geheimdienste besteht. Das ist richtig. Aber wehe Du surfst zu häufig solche Seiten wie Wikileaks.org, den Blog vom Tor-Projekt, Portale von Tails etc. an, dann landest Du automatisch früher oder später auf einer Liste. Und da es weder in den USA noch hierzulande eine effektive Kontrolle der Geheimdienste gibt, ist dieser Gedanke alles andere als angenehm.

Wir haben vor ein paar Jahren mal zwei sehr ausführliche Beiträge zum Thema Meta-Daten veröffentlicht, die ich Dir nur ans Herz legen kann.