Cyberbunker-Prozess: Beschuldigter bestreitet Vorwürfe

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Das könnte der Anfang vom Ende der Hosterprivilegien sein.

Der springende Punkt wird sein, ob sie von den kriminellen „Diensten“ ihrer Kunden wussten (z. B. durch entsprechende Abuse-Eingaben) und nicht darauf reagiert haben. Andernfalls müsste sich in der Konsequenz jeder ISP und jeder Service-Provider für alles verantworten was deren Kunden treiben. Ist juristisch eine wichtige und richtige Frage.

Vielleicht ist bald auch der Stromanbieter mitschuldig, wenn jemand durch einen Stromschlag bei Arbeiten an seinem Haus abnippelt. Immerhin hat der Stromanbieter ja vom Stromfluss in den Leitungen „gewusst“.

…und er wusste, dass elektr. Strom gefährlich für Menschen ist ! :joy:

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„Know your customer“ ist kein Prinzip, dass der Wirtschaft fremd ist. Ich denke doch, niemand hier nimmt an, die Betreiber wussten tatsächlich von nichts. Aber juristisch interessant ist natürlich dennoch, ob sehr bewusstes Nichtfragen oder Wegschauen strafbar sein kann. Wenn ich bei einem ISP eine riesige Leitung, die weit über Verbraucherstandard hinausgeht, bestelle oder riesige Volumen über handelsübliche Verbaucher-Flatrates verbrauche, dann dürfte bei einem ISP schon die Idee entstehen, dass ich vielleicht die Leitung nicht nur privat nutze. Wahrscheinlich würde ich wenigstens auf einem Firmen-Tarif upgegradet werden.

Ich denke, es wird auch wirklich erst wieder interessant werden, wenn der Prozess am Bundesgerichtshof weiter geführt wird. Die Chancen dafür stehen ja nun mittlerweile sehr gut. Vielleicht kommen dann ja auch noch einige Details zu Tage, zum Beispiel über den Spy-Server in der dritten Etage etc. pp. :wink: