Boerse.bz: Antipiraterie-Firmen reiten totes Pferd zugrunde

Artikel ansehen

Kommentar von Badboyoli am 15.07.2015 17:21:
Selbstverständlich hat jemand die komplette Datenbank von boerse.bz. Die Betreiber von boerse.to :wink:
Ob diese jedoch jemals wieder von .to auf .bz umschwenken, darf batürlich bezweifelt werden.

Kommentar von Hartmut am 15.07.2015 19:23:
„Welche Schlüsse ziehen Sie daraus, dass Links von Webseiten nachträglich eingereicht werden, obwohl diese Ihren Betrieb schon länger eingestellt haben?“

Mhhh,…vielleicht weil auch die Mitarbeiter, welche den Mindestlohn bekommen, eine Beschäftigung brauchen und damit ihre Daseinberechtigung, im Unternehmen, unterstreichen!!!
(Selbstständiges, motiviertes Arbeiten, ist löblich! :wink: )

Oder war das gar eine Frage, einer Abschlussprüfung, für IT-Fachleute?
Eventuell handelt es sich aber auch um einen Geschäftsführer, der unter Ordnungs-/ und Kontrollzwang leidet! :wink: (Automatisch leidet das Umfeld mit)

Jedenfalls ist es absolut unhöflich, Fragen, mit Gegenfragen zu beantworten!

Kommentar von Analyst am 15.07.2015 23:27:
Mitarbeiter in solchen Firmen? Dass ich nicht lache. Hinter vielen solcher Antipiraterie-Pseudo-Großunternehmen stecken 1-2 halbwegs fähige Programmierer, die nichts anderes machen, als Crawler zu basteln, die solche Links sammeln. Da diese Firmen in der Regel für die Anzahl der Abuse-Meldungen - egal ob Video- oder Filehoster oder Google - bezahlt werden, ist das natürlich dann recht angenehm, wenn man eine bekannte Seite wie BBZ an die Contentfirmen verkaufen kann, obwohl diese mittlerweile fast bedeutungslos ist. Es ist auch recht uninteressant, ob die Links vorher online waren - insbesondere bei Video- & Filehostern, denn später bei der Abrechnung, kann das sowieso niemand mehr prüfen. Somit kann ich auch bereits tote Links abkassieren, obwohl eine andere Antipiraterie-Firma das bereits abused hatte. Und da das - wenn einmal korrekt programmiert - alles automatisch läuft, ist das doch eine herrliche Einnahmequelle.

Kommentar von Lars Sobiraj am 16.07.2015 08:51:
Ich bezweifel, dass das alles so herrlich sein soll. Vielen Unternehmen ist mittlerweile bewusst, wie sinnlos die Gegenmaßnahmen sind. Von daher haben die auch das Geld nicht immer sonderlich locker sitzen. Die Rechteinhaber davon zu überzeugen, sie sollen dafür auch noch Geld bezahlen, ist sicher nicht so einfach wie Du Dir das gerade vorstellst.

Kommentar von Killer am 16.07.2015 13:23:
Die Anfrage ging doch bestimmt an unseren Spaßvogel Nr. 1 Andreas Kaspar, die „Antworten“ bzw. Gegenfragen klingen zumindest so. Einer der wenigen Abuse Agents, der selbst von den Mitbewerben belächelt wird, ein absoluter Nichtskönner.

Die eingehende Frage in der Einleitung hättest du dir selbst beantworten können. Die Abuse Agents nehmen ihre Abuses als Arbeitsnachweis und stellen es der Content Industrie in Rechnung. Heutzutage ist es teilweise so, dass 3 verschiedene Firmen ein und das selbe File crawlen und abusen, der Auftraggeber zahlt dann im „besten“ Fall 3 mal. Kurz und bündig: Die Content Industrie lässt sich gewaltig von den Abuse Agents abziehen und solange das so bleibt, sind wir alle glücklich und zufrieden.

Kommentar von Analyst am 16.07.2015 18:41:
Ach Lars, selbstverständlich zahlen die noch bereitwillig Unsummen für diesen Blödsinn. Frag doch zum Beispiel mal bei der geliebten Constantin nach. Vor ein paar Jahren wurden die Links fast ausschließlich bei den Video- & Filehostern samt RZ-Betreibern gemeldet. Dank immer mehr Captchas & Decryptern ist man dann dazu übergegangen, direkt die Suchmaschinen zu bombardieren. Das ganze funktioniert doch auch halbwegs, daher wird man davon so schnell nicht Abstand nehmen. Die Google-Statistik beweist es doch mehr als ausreichend.

Kommentar von Lars Sobiraj am 16.07.2015 19:19:
Tja, bringen tut das Ganze natürlich auf Dauer mal so gar nichts.

Kommentar von Lars Sobiraj am 17.07.2015 08:34:
In dem Zusammenhang möchte ich noch auf zwei interessante Artikel hinweisen:

https://torrentfreak.com/anti-piracy-outfits-boost-numbers-with-bogus-takedown-notices-150628/

https://torrentfreak.com/sci-hub-tears-down-academias-illegal-copyright-paywalls-150627/

Gruß!

Lars

Kommentar von Analyst am 17.07.2015 17:42:
Bin ich ebenfalls anderer Ansicht. Selbstverständlich bringt das etwas, wenn die illegalen Bezugsquellen aus Google entfernt werden und der Suchende immer mehr und immer wieder legale Alternativen findet, die er mittlerweile für wenig Geld nutzen kann. Sobald er einmal eines dieser legalen Angebote angenommen hat, wird er eher selten zurück zur illegalen Bezugsquelle gehen. Der Erfolg von Netflix und Amazon beweist es eindrucksvoll. Ich würde wetten, dass eine Vielzahl der Kunden vorher illegale Bezugsquellen genutzt haben und mittlerweile die viel bequemere Art des Konsums bei den paar Euro bevorzugen, die sie sonst bei einem Hoster bezahlt haben.

Es bringt den Contentfirmen also durchaus eine Menge, wenn legale Angebote vor illegale in der Suche landen. Die Tendenz der Wechsler ist enorm und wird auch weiterhin anhalten. Ein paar Hardcore-Verweigerer wird es immer geben, aber die Scene wird sich in absehbarer Zeit sehr verändern.

Kommentar von Manuel Bonik am 18.07.2015 14:02:
Man sollte als Verlag etc. schon darauf achten, dass man nicht nur Listen von Filehoster-Links (die könnten ja auch erfunden sein) kriegt, sondern auch die exakten Quellen (z.B. boerse.*/sdfjksdfj**), und dann zumindest stichprobenweise auch mal testen. Und natürlich seine Antipiraterie-Dienstleister pauschal entlohnen und nicht nach Linkmengen. Dann sollte man auf der sicheren Seite sein. - Ist eigentlich trivial, aber da tun sich die Verlage etc. in der Regel schwer damit. Nun ja, sie werden es lernen müssen.

Kommentar von Silvio am 21.07.2015 17:12:
> immer mehr und immer wieder legale Alternativen findet,

Wer sucht den Content dieser Art? Ich denke die meisten der User hat feste Adressen wo er seinen Stoff findet, zumal Globalisierung nicht nur der Wirtschaft dient.

> mittlerweile für wenig Geld nutzen

Wenig Geld? Das ist nicht lache, was ist wenig Geld.

1.) Ich zahle GEZ, kann also legal Musik, Show und Film 24 Stunden mitschneiden. Ergo hat Musik oder Film den Wert von 0,000405093 EUR.

2.) Vor allem was leisten heute diese sogenannten Künstler? Nichts, die nennen Texte über Geld, Frauen, Mann, Sex oder Liebe echt Kunst. Dabei ist das meiste an Text, genauso wie Film, Serie, Show längst so oft kopiert und durchgenommen wurden das dafür nicht einmal ein Wert angegeben werden kann.

> Der Erfolg von Netflix und Amazon beweist es eindrucksvoll.

Der „Erfolg“ beweisst nichts anderes als das Leute sich nicht vom Fernsehen vorschreiben lassen wollen wann die was und wo sehen sollen. Das ist nichts neues, Streams haben in den letzten Jahren stark zugenommen und ganz sicher nicht weil es etwas mit legallen zu erklären gibt. Außerdem gibt es bei Amazon und Netflix Serien gleich nach US Ausstrahlung, was für viele Menschen wohl das Argument schlecht hin ist. Ich habe keine Ahnung kenne die beiden nicht und will die auch nicht kennenlernen.

> Es bringt den Contentfirmen also durchaus eine Menge,
> wenn legale Angebote vor illegale in der Suche landen.

Das halte ich für ein Gerücht. Arbeitsbeschaffungsmassnahmen für unfähiges und arrogantes Abschaum. Am Ende weiß jeder das man bei Google nicht suchen braucht, es gibt genügend Alternativen und die lassen sich nicht ins Werk pfuschen.

Mfg

Kommentar von Killer am 21.07.2015 17:35:
Absolut richtig und die von Lars zitierten „Antworten“ sind ja wohl ein klarer Fall von „ertappt, eingeschnappt und jetzt die Flucht nach Vorne ergreifen“…

Kommentar von Analyst am 26.07.2015 23:42:
Du beweist mit deinem Post nur, dass du genau einer dieser Hardcore-Verweigerer bist, die es zum Schur machen - aber nicht aus rationalen Gründen.

> Der „Erfolg“ beweisst nichts anderes als das Leute sich nicht
> vom Fernsehen vorschreiben lassen wollen wann die was und
> wo sehen sollen.

Dem stimme ich durchaus zu, denn genau das war auch der Grund, warum illegale Streamingseiten solch einen Erfolg hatten. Niemand hat mehr Lust, sich zu einem bestimmten Wochentag zu einer bestimmten Uhrzeit vor den Fernseher zu setzen und sich die nächste Folge einer Serie oder einen Film anzuschauen. Und genau deshalb haben Netflix und Amazon diesen Erfolg und die Scene das Nachsehen.

> Wenig Geld? Das ist nicht lache, was ist wenig Geld.

4,09 Euro im Monat zum Beispiel für Amazon. Oder 7,90 Euro im Monat für Netflix oder Spotify. Wenn das für dich viel Geld ist, tust du mir schon etwas leid. Andererseits sind die meisten solcher Leute - wie du einer bist - sofort bereit für 100 Mbit 10-20 Euro im Monat mehr zu bezahlen - zusätzlich zu ihren Premium-Accounts bei diversen Diensten. Merkst du was? Irrational.