Berliner Bahnhof Südkreuz: Polizei sucht Testpersonen für Gesichtserkennung per Video

Artikel ansehen

Kommentar von Tarnleser am 20.06.2017 16:15:
------------ Zitat Aus dem Bericht: -------------
Ferner wird, unabhängig von diesem Feldtest, ein weiterer Test durchgeführt, auch mit Videokameras, doch mit anderer Software. Dabei sollen die Systeme potenziell gefährliche Gegenstände erkennen, wie Koffer, die auf den Bahnsteig gestellt und verlassen wurden, stürzende Personen oder die Aktionen von Graffitti-Sprayern. Auch die Mustererkennung von Taschendieben, die in meistens in Gruppen auftreten, wird dazugehören.
----------------Zitat Ende --------------------

 Hieß es nicht Anfangs und auch im Bericht selbst, dass es nur gegen Gefahrenabwehr (Terrorismus) eingesetzt werden soll? Natürlich nicht! Sollen also auch noch folgende Straftaten mit Videotechnik erkannt werden:

. - gefährliche Gegenstände erkennen, wie Koffer,
. - stürzende Personen
. - Aktionen von Graffitti-Sprayern.
. - Mustererkennung von Taschendieben

Die frage ist, in wie fern „andere Software“ gemeint ist, soll diese auf dem selben System laufen und auch die selben Videobilder auswerten - so wäre es das gleiche. Oder ob es technisch anders läuft und eventuell keine „Gesichtserkennung“ dazu hinzogen wird?

Dass Testpersonen mit Preisen angeworben werden ist scharf zu kritisieren. Da wird man dafür belohnt, die Grundvorausetzungen eines Überwachungstaates zu etablieren? ALLE Personen die dies unterstützten, sollen zur Hölle fahren. Ich wünsche der Bundespolizei keine erfolgreiche Testpersonenanwerbung.

Kommentar von Ein Kommentator am 21.06.2017 10:33:
Vielleicht melden sich ja diejenigen Bundestagsabgeordneten, die eine solche Überwachung befürworten mal als Testperson. Sofern sie denn den ÖPNV nutzen. Ansonsten könnte man das System sicher auch auf den Fluren des Reichstagsgebäudes installieren.